{"id":806,"date":"2007-05-13T22:20:52","date_gmt":"2007-05-13T20:20:52","guid":{"rendered":"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?p=806"},"modified":"2010-05-13T23:57:36","modified_gmt":"2010-05-13T21:57:36","slug":"abbaye-notre-dame-de-senanque","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?p=806","title":{"rendered":"Abbaye Notre Dame de Senanque"},"content":{"rendered":"<div class=\"mceTemp\">\n<div id=\"attachment_825\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a rel=\"attachment wp-att-825\" href=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?attachment_id=825\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-825\" class=\"size-full wp-image-825\" title=\"senanquescoand\" src=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque-scoand.jpg\" alt=\"\" width=\"500\" height=\"375\" srcset=\"https:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque-scoand.jpg 500w, https:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque-scoand-300x225.jpg 300w\" sizes=\"auto, (max-width: 500px) 100vw, 500px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-825\" class=\"wp-caption-text\">Senanque - Foto by SCOAND (Panoramio)<\/p><\/div>\n<\/div>\n<div class=\"mceTemp\">Die Zisterzienserabtei liegt in der N\u00e4he der Gemeinde Gordes im D\u00e9partement Vaucluse, Frankreich.<\/div>\n<p>Die Abtei wurde 1148 von Zisterzienserm\u00f6nchen aus der Abtei Mazan im Vivarais gegr\u00fcndet. Bemerkenswert ist die f\u00fcr Zisterzienser typische asketische Strenge. Diese wurde nicht nur in ihren Klosterregeln, bei denen Gebet, harte k\u00f6rperliche Arbeit, Gottesdienst und karge Mahlzeiten festgeschrieben waren, deutlich, sondern auch in der Architektur. Diesem Ideal entspricht das schmucklos-schlichte Kloster S\u00e9nanque.<\/p>\n<p><strong>Geschichte<\/strong><\/p>\n<p>Bereits 4 Jahre nach der Gr\u00fcndung 1148 war das Kloster derart gewachsen, dass von hier aus ein Tochterkloster im Vivarais gegr\u00fcndet werden konnte. Durch Schenkungen u.a. der Familie Simiane und der Herren von Venasque wuchs das zur Abtei geh\u00f6rende Territorium schnell, und auf den teilweise weit entfernten L\u00e4ndereien wurden Grangien (&#8222;Scheunen&#8220;) gebaut, um die sich bald von Laienbr\u00fcdern bewirtschaftete H\u00f6fe gruppierten.<\/p>\n<p>Im 13. Jahrhundert stand die Abtei in ihrer Bl\u00fcte, die mit Wohlstand und &#8211; in der Folge &#8211; Abweichung vom benediktinischen Armutsgel\u00fcbde verbunden war. Ein energischer Abt setzte Ende des 15. Jahrhunderts wieder mehr Respekt vor den kl\u00f6sterlichen Regeln durch. 1544, w\u00e4hrend der franz\u00f6sischen Religionskriege, wurde das Kloster von Waldensern niedergebrannt. Einige M\u00f6nche wurden dabei gehenkt. Danach war die Abtei nur noch ein Schatten fr\u00fcherer Tage. Gegen Ende des 17. Jahrhundert bestand die Gemeinschaft lediglich aus zwei M\u00f6nchen. Dennoch wurde zu Beginn des 18. Jahrhunderts der S\u00fcdfl\u00fcgel des Klosters wiederhergestellt.<\/p>\n<p>In der franz\u00f6sischen Revolution wurde es 1791 als Staatseigentum (&#8222;bien national&#8220;) verkauft, was es vor der Zerst\u00f6rung bewahrte. 1854 wurde S\u00e9nanque wieder als Kloster von zeitweilig 72 M\u00f6nchen genutzt. In den Zeiten von 1870 bis 1940 und 1969 bis 1989 wurde S\u00e9nanque erneut geschlossen. Inzwischen findet wieder m\u00f6nchisches Leben in der Abtei statt.<\/p>\n<p><strong>Bauweise des Klosters Notre-Dame de S\u00e9nanque<\/strong><\/p>\n<p>Die Zisterzienserkl\u00f6ster wurden innen und aussen schmucklos gehalten. Fresken, Skulpturen oder Glasfenster mit fig\u00fcrlichen Darstellungen waren nicht gestattet. Ornamente waren lediglich als Teil der Baustruktur erlaubt. Die technische Ausf\u00fchrung der Bauten war jedoch besonders sorgf\u00e4ltig. Beim Entwurf der Kirchen spielte besonders der Lichteinfall in die schlichten Geb\u00e4ude eine gro\u00dfe Rolle. Da Jesus Christus nach christlichem Glauben das &#8222;Licht der Welt&#8220; ist, wurden die Kirchen in der Regel &#8222;orientiert&#8220; ( = in Richtung Osten gebaut). So ging w\u00e4hrend der Morgenmesse die Sonne &#8211; von alters her ein Symbol f\u00fcr Christus &#8211; hinter dem Altar auf, wo die Eucharistie gefeiert wurde.<\/p>\n<p>In S\u00e9nanque wird an zwei wichtigen Stellen die Strenge und N\u00fcchternheit unterbrochen:<\/p>\n<ol>\n<li>Im Kreuzgang befinden sich 48 Arkadenb\u00f6gen mit kleinen S\u00e4ulen, deren Kapitelle \u00fcberaus abwechselungsreich verziert sind.<\/li>\n<li>Die Klosterkirche dominiert ein aufwendiges, achtachsiges Gew\u00f6lbe. Gew\u00f6lbebau und Spitzb\u00f6gen gab es zwar bereits zum Ende des 11. Jahrhunderts, aber erst aufgrund der gro\u00dfen Zahl von Neugr\u00fcndungen wurden diese Techniken weit in Europa verbreitet.<\/li>\n<\/ol>\n<p><a rel=\"attachment wp-att-124\" href=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?attachment_id=124\"><\/a><\/p>\n<div id=\"attachment_124\" style=\"width: 510px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a rel=\"attachment wp-att-124\" href=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?attachment_id=124\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-124\" class=\"size-full wp-image-124\" title=\"Cister-senanque-grundriss\" src=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/04\/Cister-senanque-grundriss.jpg\" alt=\"Grundriss Senanque\" width=\"500\" height=\"508\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-124\" class=\"wp-caption-text\">Grundriss Senanque<\/p><\/div>\n<p>Im Allgemeinen entspricht der Grundriss des Klosters dem anderer zisterziensischer Kl\u00f6ster. Aufgrund der Lage des Klosters im engen Tal der S\u00e9nancole, gibt es in S\u00e9nanque einige Besonderheiten:<\/p>\n<ul>\n<li>Schreibstube (Scriptorium), W\u00e4rmeraum und Br\u00fcdersaal wurden in einem Raum, dem Calefactorium, zusammengefasst.<\/li>\n<li>Ungew\u00f6hnlich ist auch die Lage der Sakristei jenseits der Hauptfassade.<\/li>\n<li>Die Kirche von S\u00e9nanque ist Richtung Norden gebaut.<\/li>\n<li>Deutlich erkennbar ist an verschiedene Stellen des Geb\u00e4udes das Rechteck als Entwurfsprinzip, besonders im Kreuzgang. Es diente den Erbauern zusammen mit dem \u201eGoldenen Schnitt\u201c als Mittel zur Gliederung und Einteilung der R\u00e4ume.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Rundgang<\/strong><\/p>\n<p><strong>Das Dormitorium<\/strong><\/p>\n<p>Das Dormitorium war der urspr\u00fcngliche Schlafsaal. Es war in Abschnitte f\u00fcr die einzelnen M\u00f6nche unterteilt. Die Umrisse der Zellen lassen sich noch auf dem Boden erkennen. Der Raum wurde nicht beheizt. Somit war es in der kalten Jahreszeit sehr ungem\u00fctlich. Als Betten nutzten die M\u00f6nche einfache Strohmatten. Das fast 30 Meter lange Dormitorium besitzt ein einziges durchgehendes Spitztonnengew\u00f6lbe (entstanden nach 1170). Die Mauern sind 1,30 Meter dick. An der westlichen Giebelwand befindet sich ein gro\u00dfes Rundfenster. Ebenfalls an dieser Wand findet man eine T\u00fcr, hinter der man die fr\u00fchere Kammer des Abtes vermutet. Beweisen kann man dies jedoch nicht, da von diesem Raum keine Spuren erhalten sind. Wie der gesamte Grundriss des Klosters, ist auch das Dormitorium an den Tagesablauf der M\u00f6nche angepasst. An seinem Kopfende f\u00fchrt eine Treppe unmittelbar in das Querhaus der Abteikirche. Somit konnten die M\u00f6nche gegen zwei Uhr morgens direkt in die Kirche gehen, um den ersten Gottesdienst des Tages zu feiern. Am Abend gingen sie dementsprechend nach dem letzten Stundengebet von dort zur Nachtruhe zur\u00fcck in den Schlafsaal.<\/p>\n<p><strong>Die Abteikirche<\/strong><\/p>\n<p>Die Abteikirche des Klosters Notre-Dame de S\u00e9nanque\u00dcber eine Treppe, die urspr\u00fcnglich aus Stein war, gelangt man vom Dormitorium hinunter in den Kirchenbereich, unmittelbar vor den Altar unter der Vierung. Der Chorraum hinter dem Altar wird rechts und links flankiert von je zwei Nebenapsiden, in denen fr\u00fcher ebenfalls Alt\u00e4re stande, um den zahlreichen Priestern unter den M\u00f6nchen die Gelegenheit zu geben, t\u00e4glich die Heilige Messe zu feiern &#8211; nicht selten f\u00fcr das Seelenheil des Stifters. Diese Nebenkapellen haben eigene kleine Tonnengew\u00f6lbe und leicht eingezogene Apsiden.<\/p>\n<p>Die Kirchenfenster wurden erst 1994 vom Glasmaler Louis-Ren\u00e9 Petit geschaffen. Mit diesen Fenstern wollte man Lichtverh\u00e4ltnisse erreichen, die einerseits die Wirkung des Steinbaus und seiner Architektur, andererseits die Spiritualit\u00e4t dieses Raumes besonders hervorheben.<\/p>\n<p>Das Langhaus bildet den zweiten gro\u00dfen Teilraum der Kirche. Es besteht aus einem Mittelschiff, links und rechts flankiert von je einem Seitenschiff. Dieser Bereich liegt einige Stufen tiefer als der Chor und wurde 1180 errichtet. Da sich die Architektur der beiden Teile unterscheidet, sind diese wohl von verschiedenen Baumeistern errichtet worden. Auch die Steinmetz-Zeichen unterscheiden sich. Hinzu kommt, dass nach dem Geschmack der Zeit mittlerweile weniger in die Breite, daf\u00fcr mehr in die H\u00f6he gebaut wurde. So wurde das Mittelschiff gut vier Meter h\u00f6her als urspr\u00fcnglich geplant.<\/p>\n<p>Das Gew\u00f6lbe ist im Gegensatz zu den Chorgew\u00f6lben ein reines Spitztonnengew\u00f6lbe ohne Gurte. Das Langhaus ist im Vergleich zum Chor einfach und schmucklos. Die einzigen Blickf\u00e4nge ist das Rundfenster in der S\u00fcdseite, verziert mit einem Zw\u00f6lfpass und den darunter liegenden Lanzettfenstern. Die Mauer unterhalb der Fenster ist eine sogenannte Blindmauer, d.h. ohne Mittelportal. Westlich, in der Verl\u00e4ngerung der Mauer, gibt es ein Portal, das einst den Laienbr\u00fcdern (&#8222;Konversen&#8220;) als Eingang diente, und \u00f6stlich in der Verl\u00e4ngerung ein weiterer Eingang f\u00fcr Pilger und Besucher. Diese Anordnung findet man sonst recht selten.<\/p>\n<p><strong>Der Kreuzgang<\/strong><\/p>\n<div id=\"attachment_821\" style=\"width: 385px\" class=\"wp-caption alignnone\"><a rel=\"attachment wp-att-821\" href=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/?attachment_id=821\"><img loading=\"lazy\" decoding=\"async\" aria-describedby=\"caption-attachment-821\" class=\"size-full wp-image-821\" title=\"senanque_srd\" src=\"http:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque_srd.jpg\" alt=\"\" width=\"375\" height=\"500\" srcset=\"https:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque_srd.jpg 375w, https:\/\/www.pit-unterwegs.de\/wp-content\/uploads\/2010\/05\/senanque_srd-225x300.jpg 225w\" sizes=\"auto, (max-width: 375px) 100vw, 375px\" \/><\/a><p id=\"caption-attachment-821\" class=\"wp-caption-text\">Kreuzgang - Foto by SRD (Panoramio)<\/p><\/div>\n<p>Der Kreuzgang ist der zentrale Ort eines jeden Klosters. Wie auch in der Kirche, dem Refektorium und dem Kapitelsaal, war hier das Schweigen (Silentium) Pflicht. Es war ein Ort des Betens, Meditierens, der Lekt\u00fcre, aber auch der Arbeit. Noch heute wird dieser Teil von den M\u00f6nchen wie damals genutzt. Der Kreuzgang ist, vergleichbar mit dem r\u00f6mischen Atrium, der zentrale Teil eines Geb\u00e4udekoplexes, der die verschiedenen R\u00e4ume miteinander verbindet. Unter offenem Himmel mitten in der Natur, besitzt er aber auch eine religi\u00f6se Symbolik. Er ist das \u201ewiedergefundene Paradies\u201c, \u201eder verschlossene Garten der Braut\u201c (aus dem Hohelied der Liebe) und das \u201eHimmlische Jerusalem\u201c (aus der Offenbarung des Johannes).<\/p>\n<p>Der Kreuzgang besitzt in jedem Fl\u00fcgel vier gro\u00dfe B\u00f6gen, die wiederum aus je drei kleineren, durch Doppels\u00e4ulen voneinander getrennten Arkaden bestehen. Die so erzielte Gesamtzahl von zw\u00f6lf B\u00f6gen hat die symbolische Bedeutung der F\u00fclle (vgl. Zw\u00f6lf St\u00e4mme Israels, die zw\u00f6lf Apostel). Da laut der Offenbarung des Johannes das &#8222;Himmlische Jerusalem&#8220; zw\u00f6lf Tore hat, so soll der M\u00f6nch schon zu Lebzeiten Bewohner dieses neuen Jerusalem sein. Die Symbolik der Zahl wird erg\u00e4nzt durch Licht- und Schattenspiele, hervorgerufen durch architektonische Bestandteile des Kreuzganges: die gekuppelten S\u00e4ulenb\u00f6gen, die Kapitelle mit Pflanzenornamenten und die steinernen Bodenplatten.<\/p>\n<p>In einer Nische in der Wand neben dem Portal der Kirche befindet sich das Armarium. Darin wurden B\u00fccher aufbewahrt.<\/p>\n<p>Bei dem \u00dcberfall der Waldenser aus dem Lub\u00e9ron (1544) wurden das Brunnenhaus in der s\u00fcdwestlichen Ecke des Kreuzganges sowie der S\u00fcdfl\u00fcgel zerst\u00f6rt. Er wurde im 17. Jahrhundert neu errichtet. Vom Brunnenhaus sind jedoch nur noch Ans\u00e4tze des Gew\u00f6lbes zu erkennen. Von der S\u00fcdweststrecke des Kreuzganges aus kann man auf den Glockenturm und das Dach blicken, das mit flachen Steinplatten (&#8222;Lauzes&#8220;) bedeckt ist, die ohne Dachstuhl auf dem Gew\u00f6lbe liegen.<\/p>\n<p><strong>Das Calefactorium \u2013 der Br\u00fcdersaal<\/strong><\/p>\n<p>Dieser auch &#8222;W\u00e4rmestube&#8220; genannte Raum war neben der K\u00fcche der einzige Ort, der an kalten Tagen mit zwei Kaminen beheizt wurde, von denen noch einer erhalten ist. Der halbrunde Rauchfang wurde in der Nordmauer am seitlich dar\u00fcberliegenden Dormitorium vorbeigef\u00fchrt, das dadurch leicht erw\u00e4rmt wurde.<\/p>\n<p>Die M\u00f6nche f\u00fchrten hier Handarbeiten aus oder kopierten Manuskripte. Deshalb diente dieser Raum auch als Skriptorium. Er wurde sp\u00e4ter durch eine Mauer getrennt. Eine S\u00e4ule in der Mitte tr\u00e4gt zentral die vier Kreuzgratgew\u00f6lbe. Das Kapitell wurde im 19. Jahrhundert restauriert.<\/p>\n<p><strong>Das Refektorium \u2013 der Speisesaal<\/strong><\/p>\n<p>Neben dem Br\u00fcdersaal befand sich der Speisesaal und die K\u00fcche. Das Refektorium st\u00fcrzte im 18. Jahrhundert ein und wurde im 19. Jahrhundert wieder aufgebaut. Heute ist dieser Raum die Kapelle, in der die M\u00f6nche ihr Stundengebet beten. Sie ist allein f\u00fcr die M\u00f6nche und nicht f\u00fcr Besichtigungen ge\u00f6ffnet.<\/p>\n<p><strong>Der Kapitelsaal<\/strong><\/p>\n<p>Dies war und ist der t\u00e4gliche Treffpunkt der M\u00f6nche. Jeden Morgen wurde hier unter dem Vorsitz des Abtes ein Kapitel aus den Benediktregeln vorgelesen. Danach folgte das Martyrologium (= Aufz\u00e4hlung der Tagesheiligen) und der Nekrolog (von gr. nekros = Tod), eine Liste derjenigen Zisterzienserm\u00f6nche, die an ihrem Todestag besonders geehrt wurden, da sie ein Leben wie Heilige gef\u00fchrt hatten.<\/p>\n<p>Im Kapitelsaal baten die M\u00f6nche ihre Mitbr\u00fcder um Vergebung oder klagten diejenigen an, die gegen die Ordensregeln versto\u00dfen hatten. Hier erfolgte die Wahl des Abtes, die Verwaltung des Klosterbesitzes und die Aufnahme von Novizen. Weiterhin wurden hier verstorbene M\u00f6nche aufgebahrt, die ohne Sarg von Mitbr\u00fcdern in der so genannten Totenwache bewacht wurden, bis sie auf dem Friedhof beigesetzt wurden.<\/p>\n<p>W\u00e4hrend der Vermeldungen sa\u00dfen die M\u00f6nche je nach Dauer ihrer Zugeh\u00f6rigkeit im Kloster auf den entsprechenden Stufen. Aufgrund des Kreuzrippengew\u00f6lbes mit zwei m\u00e4chtigen Pfeilern ist die Akustik im Kapitelsaal sehr gut.<\/p>\n<p>LINKS:<\/p>\n<ul>\n<li><a href=\"http:\/\/www.senanque.fr\/\" target=\"_blank\">Website der Abtei<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/www.sacred-destinations.com\/france\/senanque-abbey\" target=\"_blank\">Sacred Destinations<\/a><\/li>\n<li><a href=\"http:\/\/de.structurae.de\/structures\/data\/index.cfm?ID=s0012074\" target=\"_blank\">structurae<\/a><\/li>\n<\/ul>\n<hr \/>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Zisterzienserabtei liegt in der N\u00e4he der Gemeinde Gordes im D\u00e9partement Vaucluse, Frankreich. Die Abtei wurde 1148 von Zisterzienserm\u00f6nchen aus der Abtei Mazan im Vivarais gegr\u00fcndet. Bemerkenswert ist die f\u00fcr Zisterzienser typische asketische Strenge. 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