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Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Anfahrt L’Armor-Pleubian

Abfahrt 6:23 – Ankunft  ca. 18:00

Übles Wetter auf der Hinfahrt – grau, regnerisch, selten trocken – 18°.
In Pleubian heiter und klar.

Das Aufschnallen der Fahrräder auf den Heckträger gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht. Gabys neues Fahrrad will nicht so recht passen. Ich muss es etwas nach oben zeigend einhängen und zusätzlich meinen Lenker verstellen.

Die Fahrt durch Belgien verläuft ohne Probleme. Irgendwo in Frankreich machen wir unsere einzige Pause bei grauem Himmel und 14°.

Himmel grau - c 2011 Pit Aretz

Danach wird es nicht nur regnerisch, ab Le Havre stehen wir in mindestens 5 Staus und verlieren eine Menge Zeit. An den Nationalstraßen in der Bretagne gibt es keine Tankstellen, man muss irgendwo abfahren und eine Station suchen, was uns zum Glück vor einem weiteren Stau gelingt.

Barbara und Matthes sind vor uns in L’Armor und finden auch das Haus des Vermieters. Frau C. bringt die beiden dann zum Ferienhaus. Wir hängen noch hinter einem Traktor fest, kommen aber mit dem Vermieter zusammen am Haus an

Unser Gite - Pit Aretz c 2011

Monsieur zeigt uns auch den hintersten Winkel des Gartens, des Hauses nebst Garage, erklärt uns jedes Programm am TV und legt sogar noch eine DVD ein. Nach ausführlicher Einweisung in einem Sprachgemisch aus vielen europäischen Sprachen (außer Deutsch) können wir gut eine Stunde später unseren Kaffee trinken.

Das Haus ist sehr sauber mit einem riesigen Garten und ausreichend Platz – das Kinderzimmer wäre noch frei.

Den letzten Sou haben wir hier nicht versoffen....

Da das Wetter sehr schön ist, gehen wir zu Fuß ins „Dorf“ noch etwas einkaufen. Das Angebot ist sehr überschaubar. In vielen Gärten blühende Hortensien, blaue Agapanthen (wenn sie denn so heißen – die blauen Lilien) und Stockrosen.

Zu Hause verspeisen wir Matthes Kartoffelsalat und die restlichen Brote in der Abendsonne auf unserer Terrasse.

Abendessen und dazu noch Sonne

Ein bisschen Quatschen, ein paar Gläschen Wein und eine Dose Cashewkerne und schon ist Zeit zum Schlafengehen – 0:15 Uhr. Es reicht für heute.

Rückfahrt

8.15 Uhr Kontrolle durch den Hausmeister,  Abfahrt 10 Min. später. Fahrt problemlos, stellenweise Nebel.

Vor dem Tunnel in Lyon ein kleiner Stau, ein zweiter kurz vor Luxemburg.

Lynn kurz vor Nancy

Lynn löst mich zwischendurch ab. In Matelange tanken wir noch einmal für 1.34 €/L voll und Punkt 18 Uhr sind wir wieder zu Hause (953 km).

Gaudre de Bovis bei St. Remy-de-Provence

Unterschiedlich bewölkt, bis 21°

In der Nacht hat es kräftig geregnet, jetzt ist die Schwüle weg.

Nach dem Frühstück fahren wir die D27 über Les Baux ins Vallon d’Estienne, wo wir an der Santonhütte parken.

Lynn's Schuhe machen Bekanntschaft mit dem Gaudre

Nach einem kurzen Stück GR6 biegen wir ab und laufen durch lichten Wald mehr oder weniger mit dem Gaudre de Valmouirane hinunter zum Canal des Alpilles Branche de St. Gabriel, an dem wir ein Stück entlanglaufen.

„gaudres = cours d’eau artificiels ou naturels, dans ce cas souvent temporaires“   

Die Gaudres (provencalisches Wort) leiten Regenwasser in die Bewässerungskanäle und sind Teile eines uralten Bewässerungssystems. Da es in den Alpilles keine natürlichen Flüsse und Bäche gibt, musste immer schon Wasser herangeführt, gespeichert und verteilt werden.

Olivenhaine und ein paar nette Häuschen sind zu sehen.

Hinter einem Anwesen biegen wir am Gaudre de Marchandon links ab in eine Forststraße und folgen ihr leicht bergan zu La Lèque und weiter hinauf Richtung Quatre Cantons. Sehr schön das Stück weiter oben zwischen den Felsen, (diesige) Sicht bis nach Avignon und zum Caume.

In der Ferne hören wir Gewittergrollen, bei uns hält sich das Wetter noch.
Für die 9km lange Strecke haben wir knapp 2 Std. gebraucht, 170 HM waren nicht sehr anstrengend.

GPS und Streckenbeschreibung hier
Wir sitzen zu Hause und lesen, trinken Kaffee und essen mit Nutella beschmierte süße Brötchen. Die Gewitter ziehen an uns vorbei. Jetzt scheint wieder die Sonne.

Draußen essen (Salat „Chevre chaud“, Prinzesskartoffeln, Minutensteak im Speckmantel, Zucchini-Sahne-Gemüse, Vanille-Rhabarber-Creme) und in den Sonnenuntergang schauen. Morgen geht es nach Hause 🙁

Sachen packen...

Während Gaby (nach katastrophalem Blitzende beim Romme) ihr Buch zu Ende liest (wir vermuten, dass sie deshalb bewusst verloren hat…), schauen Lynn und ich SIGNATURE, den 3. und 4. Teil einer franz. Krimiserie. Mit eingeblendeten Untertiteln verstehen wir sogar, worum es geht. Schön, wenn wir noch eine Woche länger bleiben könnten, nicht nur wegen der Serie…

La Baume Brignolle + St. Remy-de-Provence

Weinstöcke in den Alpilles

Sonnig, bis 24,5°

 

Niemand hat heute wieder Lust auf eine lange Autofahrt, deshalb bleiben wir in den Alpilles. In der Nähe von Eygalieres parken wir an der D24 und wandern bei idealem Wanderwetter (strahlend blauer Himmel, 21°, ganz leichter Wind) meist über Forst- und DFCI-Wege immer leicht bergauf und –ab ca. 10,5 km durch die Gegend um La Vallongue und La Baume Brignolle.

 

Im Vallongue viele schöne blaue und gelbe Blumenkissen.

 

La Baume Brignolle zu Beginn karger mit Zistrosen, später schöner Pinienwald.
218 HM insgesamt, 2.5 Std. mit Apfelpause und Aussicht genießen.

Da ich heute morgen schon Taboule gemacht habe, können wir uns jetzt darauf freuen.
Nach Siesta und Lesen fahren wir nach St. Remy, vorbei an der  verwaisten Cathedrale d’images. Es stimmt!
In St. Remy gibt es nichts Neues zu entdecken, das Dorf ist doch kleiner als man immer denkt. Wir fahren noch zum Supermarkt tanken und für morgen und die Rückfahrt einkaufen.

Ich hole mir noch einen 24 Std.-Internetzugang und vervollständige den Blog und schaue nach dem Wetter. Wir wollen eigentlich noch einmal wandern.
Ich suche mir eine neue Tour aus. Ganz viele Gegenden in den Alpilles haben wir noch nicht gesehen.

Lynn regt sich tierisch auf und hat beim Schlafengehen noch Wut: Beim Romme hat sie heute leider extrem viel Pech gehabt ;-:

Strand beim Leuchtturm Espiguette

Sonnig, bis 26,5°

In der Nacht unruhig geschlafen – ständig klapperte oder quietschte  irgendwas im Wind. Bei geschlossenem Fenster war es ruhiger, aber zu warm.
Ich hole Baguettes, Lynn macht Frühstück.

 

Da es heute ein sehr sonniger und warmer Tag werden soll fahren wir noch einmal ans Meer: Strand am Leuchtturm Espiguette bei Grau-du-Roi. Für Vorsaison ist der Strand stellenweise schon recht voll, aber wo er sich ausweitet, sind wir fast alleine.

 

Wir lesen und sonnen uns, gehen am Meer entlang spazieren – eine leichte Brise weht.
 

Der dunkle Sand wird immer heißer und ohne Schuhe holt man sich bald Blasen. Gegen 15 Uhr reicht es uns – Gaby bekommt die Mischung aus Sonnenmilch und Sand nicht mehr von der Haut gewischt.

 

In Grau-du-Roi besuchen wir den Fischerhafen, setzen uns gegenüber vom Leuchtturm in ein Café und schauen den Schiffen zu, die ein- und auslaufen. Nach einer kleinen Runde durch die Einkaufsstraßen fahren wir zurück. Gegen 17.30 Uhr sind wir in Maussane – heute kocht Lynn: Hacksteaks, grüne Bohnen und Kartoffelkugeln.
Ich lese endlich mein Buch aus: Rolf Lappert – Nach Hause schwimmen (nicht schlecht, aber für mich nicht „süchtigmachend“ zu lang. Wilbur erzähle endlich deine Geschichte zu Ende, denke ich immer wieder).
Gaby und ich gehen abends noch auf ein Bier ins Cafe de la Fontaine – der Internetzugang dort funktioniert aber nicht, zumindest nicht an meinem Laptop. Wir beenden den Abend mit Kartenspielen.

Rundfahrt: L’Isle-sur-la-Sorgue, Fontaine-de-Vaucluse, Gordes, Roussillon

Sonnig, bis 26,5°

Wir stehen heute etwas früher auf. Während Lynn das Frühstück vorbereitet, hole ich frische Baguettes. Es ist wolkenlos und bleibt es den ganzen Tag.

 

Wir fahren zunächst nach L’Isle-sur-la-Sorgue, ein kleiner Ort, der komplett von der Sorgue umflossen wird.

 

Es gibt eine Menge Brücken und Übergänge, Wasserräder und Parks. Die Innenstadt ist nicht sonderlich attraktiv, viel Baufälliges, wenig Schönes. Die Umrundung immer entlang der Sorgue ist aber sehr schön.

 

Wir fahren weiter nach Fontaine-de-Vaucluse und ziehen unsere Wandersachen an. Zunächst geht’s zum Quelltopf, aus dem aber kein Wasser quillt. Die Sorgue führt aber trotzdem immer genügend Wasser, gespeist aus verschiedenen Nebenarmen.

 

Wunderschön leuchtet ihr sattes Grün im Sonnenlicht. Da es schon 13 Uhr und zudem ziemlich warm ist, verzichten wir auf die 4,5 Std. Wanderung, bei der wir uns nur auf die GPS-Führung ohne Wanderkarte verlassen müssten. Wir setzen uns stattdessen in den Petrarca-Park und picknicken.

 

Über die touristische Strecke geht es weiter nach Gordes, das wir diesmal im Uhrzeigersinn umrunden und bestaunen.

Alles noch wie im letzten Herbst

12 km sind es bis Roussillon, das wir uns auch noch einmal anschauen. Es ist deutlich voller als im Herbst.

Eine Gasse ohne Menschenmassen...

Nach einem Kaffee schauen wir uns die Ockerbrüche an, diesmal mit etwas mehr Sonnenlicht als beim letzten Mal.

 

Die 2,50 €/Person lohnen sich aber nicht wirklich – da fährt man vielleicht besser in den Colorado von Rustrel.
Wir haben Hunger und sind dank Sonne und Wärme ziemlich groggy – das Navi führt uns in 45 Min. zurück nach St. Remy, wo wir noch etwas einkaufen.
Heute muss es schnell gehen: Salat „Quer durch das Gemüsefach“, Reis mit Putengeschnetzeltem in Sahnesoße, Vanillecreme. Wir essen wieder auf dem Balkon, aber die Sonne brennt noch so stark, dass wir uns in den Schatten setzen (es ist 19.30 Uhr!).
Mein Internetzugang ist gesperrt, die 7 Tage sind rum. Muss ich mir was anderes einfallen lassen.
Romme verliere ich heute nach einem letzten Romme-Hand von Lynn.

Luberon: Rochers de Baude

Bis Mittag heiter bis bewölkt, ab Mittag sonnig, bis 26°

 

Wir fahren durch die Alpilles über Eygalieres (Besuch der Chapelle St. Sixte), Orgon und Cavaillon nach Les Taillades, wo wir am Parkplatz an der Mairie parken.

 

Der Rundweg geht zunächst Richtung Robion vorbei an Weinfeldernund Olivenhainen, in denen der Mohn blüht. Man hält sich an die gelbe Markierung und kommt bald zu einem riesigen Picknickgelände, auf dem sich die Franzosen an Ostermontag treffen, essen, grillen. Unmengen Autos überholen uns. Kurz hinterm Picknickplatz biegt der Weg ab und es geht eine lange Zeit bergauf (ca. 250 HM).

 

Man folgt immer dem Felsband der Rochers de Baude, streckenweise führt der Weg unter Auswaschungen entlang. Sehr schön und üppig blühen die Blumen in weiß, gelb, rosa, blau. Der Himmel wird immer blauer und kurz nach Mittag haben wir die Bresche von Castellas erreicht.

 

Inmitten gelb blühender Blumen essen wir unsere Brote und Äpfel und schauen den Bienen und Riesenameisen zu.

 
Nun geht steil bergab – teilweise geröllig und über Steinstufen. Wanderschuhe und –stöcke wären jetzt gut.
Die Badarelschlucht ist ziemlich steil und am Ende wartet ein Drahtseil und Felsklammern.

 

Nun hat man das Schwierigste hinter sich. Noch durch ein wenig Geröll hinunter und relativ eben durch schattigen Wald weiter bis Les Taillades. 

Bevor wir fahren, schauen wir uns die alte Kirche an – und entdecken dabei ein sehr pittoreskes Ensemble: Ein paar Häuser und die Kirche ruhen quasi auf und an den stehen gelassenen Wänden des Steinbruchs.

 

Zurück fahren wir über Mallemort, Lamanon und Mouries – Lynn schläft ein.
Auf dem Balkon haben die beiden Frauen es sich jetzt in der Sonne bequem gemacht, trinken Kaffee und lesen.
Während ich das Abendessen vorbereite (Bunter Salat, violetter Spargel mit Schinken, Kartoffeln und Buttersoße, Vanillecreme), zieht sich der Himmel zu und es gibt ein kräftiges Gewitter.  Vielleicht haben wir dann morgen eine bessere Sicht…

Meer: Domaine de la Palissade + Plage de Piemanson

Bewölkt, ab Mittag heiter bis wolkenlos am Meer, bis 23° 

Wir können uns nicht so recht entscheiden – Vaucluse oder Meer. Wir fahren zum Meer, dort sieht der Himmel blauer aus.
Über Arles, Sambuc und Salin de Giraud fahren wir zunächst zum Rhonedelta-Naturschutzgebiet Domaine de Palissade.
Unterwegs teilweise geflutete Reisfelder, die Meersalzberge in Salin sind komplett abgetragen. Kaum bis gar keine Vögel sieht man auf den Etangs.
  

Im Naturpark bleibt das auch so. Im Frühjahr ist Brutzeit – man hört zwar viele Vögel singen, aber sieht kaum einen fliegen. Unterwegs gelb blühende Iris, sattes Grün, ein paar Flamingos lassen sich blicken. 

 

 

 

Ca. 2,5 Std. dauert der Rundweg, dann picknicken wir am Empfang auf der Wiese.    

  

Am Strand von Piemanson herrscht großer Andrang. Man kann noch immer nicht den Strand befahren, er ist aber wieder da. Alle Dünen und Dünenbefestigungen wurden überflutet und sind größtenteils vom Meer eingeebnet worden. Die Bretterstadt und die Fischkopfsammlung sind verschwunden. 

  

Wir liegen auf unseren Matten und lassen uns von der Sonne bestrahlen – alle holen sich irgendwo einen kleinen Sonnenbrand. Am Strand kann man alle Wassersportarten beobachten: Seekajak, Schwimmer (erstaunlich viele), Angler, Kiter und ein Surfer, der nach 30 Min. seine peinliche Show abbrechen musste – keinen Meter hat er auf seinem Brett gestanden, aber mind. 20x das Brett unfreiwillig verlassen und zurück am Strand bekam er den Reißverschluss seines Surfanzugs nicht auf. 

Lynn an David

Gegen 16 Uhr fahren wir zurück, um 17 Uhr sind wir in Maussane.
Nach einer Tasse Kaffee wird gleich gekocht: Salat, Rotbarbenfilets auf Kirschtomaten-Spargelgemüse mit Kartoffeln, Erdbeeren.
Wir essen auf dem Balkon und spielen danach bis 20.30 Uhr draußen Romme – die Sonne geht dabei sehr schön unter. Wir duschen und pflegen unseren Sonnenbrand.

Danach Blog veröffentlichen, Romme zu Ende spielen (Lynn verliert heute) und um 23 Uhr wirft Lynn uns raus, weil sie schlafen will.

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