Kategorie: REISE (Seite 1 von 58)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

L’Escala, Ruines und Sant Marti d’Empuries

Bei schönstem Wetter fahren wir in das Küstenstädtchen L’Escala. Wir parken in der Nähe der Plaça de la Catalunya und laufen hinunter zum Meer.

Von der Musiker-Skulptur La Cobla aus wandern wir immer am Meer entlang nach Sant Marti d’Empuries.

Der erste richtige Sonnentag! Wunderschöne Ausblicke aufs türkisblaue Meer, Felsen, Sandstrände – ganz toll.

Der Weg führt an den Ruinen von Empuries vorbei, einer bedeutenden archäologischen Ausgrabungsstätte einer antiken griechischen und römischen Siedlung aus dem 6. Jahrhundert v. Chr.

Wir belassen es heute bei ein paar Eindrücken vom Zaun aus.

Es ist Mittag. Wir essen an der Guingueta Les Muscleres Grans direkt am Strand eine Kleinigkeit und genießen den Blick aufs Meer.

Lecker ist’s

Ein kurzes Stück ist es nun noch bis Sant Marti d’Empuries, ein mittelalterliches Minidorf mit alten Stadtmauern und ganz viel Gastronomie für noch mehr Touristen. Kaffee und Bier gehen immer.

Auf dem Rückweg kürzen wir ab und laufen an der Església de Sant Pere vorbei zurück.

Ein sehr schöner Tag! Noch lange sitzen wir abends auf dem Balkon, trinken Wein, beobachten Fledermäuse auf der Jagd nach den kleinen Mücken, die uns immer wieder stechen.

Gola del Ter, Toroella de Montgri und Pals

Am Meer und Strand entlang und durch ein sumpfiges Naturschutzgebiet mit mehreren Stationen für Vogelbeobachtungen wandern wir zur Mündung des Ter.

Zurück kürzen wir hinter einem Campingplatz ab. Leider ist vom Regen noch vieles überschwemmt und es wird eine matschige Angelegenheit.

Am Nachmittag fahren wir in den netten Nachbarort Toroella de Montgri und bummeln ein wenig durch die verwinkelten Gassen der Altstadt mit Resten der alten Stadtmauer, dem Festungsturm Les Bruixes (15./16. Jh.) und dem Tor Santa Caterina (14. Jh.). Die Plaça la Vila ist der von Arkaden gesäumte Hauptplatz mit dem historischen Rathaus aus dem 15./16. Jahrhundert.

Nach Pals ist es nicht weit. Die auf einem Hügel erbaute mittelalterliche Altstadt, die Vila Vela, steht unter Denkmalschutz. Während des spanischen Bürgerkrieges wurde der mittelalterliche Stadtkern vollständig zerstört. Ab 1950 begann der Wiederaufbau des Städtchens, welches sich dann allmählich zu einer touristischen Attraktion ersten Ranges entwickelte.

L’Estartit

Es scheint zwar nicht die Sonne, aber es regnet auch noch nicht.

Wir parken auf dem riesigen Parkplatz am Strand und bummeln am Hafen entlang bis zur Aussichtsplattform El Molinet.

Zurück gehen wir über die Carrer Santa Anna zur Placa de L’Eglesia.

Im Supermarkt um die Ecke kaufen wir Brot und Kuchen. Da es anfängt zu regnen, fahren wir zurück und machen es uns auf dem Balkon bei Kaffee und Kuchen gemütlich.

Und dann kommt das erste Unwetter – es blitzt und donnert stundenlang und gießt wie aus Eimern.

Und irgendwann am Abend ist’s überstanden.

Charleroi – Girona

Die Fahrt zum Flughafen Brüssel-Süd, das Parken bei Fastpark und der Shuttle-Transfer verlaufen ohne Probleme. Der große Koffer wird bei Ryanair jetzt selbst gewogen und aufs Band gestellt. Dafür braucht man die App.

Der Sicherheitscheck zwar streng, aber ohne große Wartezeit, obwohl erstaunlich viele Passagiere heute fliegen wollen.

Abflug und Ankunft pünktlich. In Girona dauert es fast eine Stunde bis wir unseren Leihwagen haben. Nur eine Person am Schalter. Das ist der Schnell-Checkin?

Die Fahrt nach Estartit dauert ca. eine Stunde – mit 80/90 km/h gleitet man über die katalonischen Landstraßen. Sehr stressarm!

In unser Appartement finden wir dank der hervorragenden Beschreibung durch unsere Vermieterin Emma auch sofort. Ein großes Lob und Dankeschön an Emma, die sofort auf jede Anfrage antwortet und jede Menge Tipps parat hat.

Uns erwartet eine schöne Wohnung mit allem, was man so braucht inkl. Airfryer, Nespressomaschine, sehr guter Dusche und bequemen breiten Betten. Die Bank auf dem Balkon wird unser Lieblingsort.

Wir fahren nur noch einkaufen, machen uns eine Kleinigkeit zu essen und genehmigen uns den Begrüßungswein. Danach geht’s müde ins Bett.

Zurück

Um 4:30 sind alle schon auf. Letztes Packen, Müll wegbringen, Koffer ins Auto quetschen und dann kurz vor 6 Uhr Abfahrt. Die Bremsen schleifen extrem. Mit wenig Tempo geht’s über die im Dunklen gefühlt noch kurvigere Strecke nach San Sebastian. Um 6:30 können wir endlich den Wagen abstellen, den Schlüssel einwerfen und direkt auf die Fähre.

Kurz nach 7 geht die Sonne auf. Ein letzter Blick zurück auf La Gomera, bevor wir pünktlich um 7:50 in Los Cristianos/Teneriffa anlegen.

Mit dem Taxi (immer noch 30€) sind wir schnell am Flughafen. Zu früh, um das Gepäck aufgeben zu können. Also Frühstücken in Ruhe. Um 9:30 hat sich vorm Eurowings-Schalter allerdings schon eine lange Schlange angestellt. Wir brauchen ca. 40 Minuten bis zur Aufgabe des Gepäcks, dann noch durch die Sicherheitsschleuse. Überall ist es anders, hin und her: doch Schuhe aus, ja, Gürtel ab, Uhr ab und ein drittes Mal durch den Detektor.

Ein wenig Warten noch, pünktliches Boarding, pünktlicher Abflug und superschneller Rückflug: nur 3 Std 50 Min bis Düsseldorf, wo uns kühles Wetter erwartet und wir auf der Rückfahrt noch von einem Graupelschauer überrascht werden.

Playa de la Caleta – Muelle de San Lorenzo

Unser letzter Tag. Wegen der abgefahrenen Bremsen wollen wir nicht mehr weit weg. Wir fahren von Hermigua aus über eine schmale Bergstraße (unterwegs müssen wir rückwärtsfahrend einem Kipplaster ausweichen) hinauf und dann steil hinunter zum Parkplatz am Startpunkt der Wanderung am GR 132.

Eine der schönsten Wanderungen, die wir gemacht haben! Ein schattenloser Weg, mal steinig, mal schotterig, schlängelt sich die Küste entlang: Blicke aufs Meer und immer wieder faszinierend der Teide gegenüber auf Teneriffa.

Es wächst sehr wenig, ein paar Palmen und Agaven. Nach gut einer Stunde Gehzeit geht’s noch einmal etwas steiler hinab.

Die Muelle gibt’s nicht mehr, es steht nur noch ein Mauerrest von einem der Verladesockel und das Meerwasserbecken ist nach den Frühlingsstürmen nicht mehr zu erreichen – die Treppe ist weggespült.

Auf gleichem Weg zurück. Die Sonne knallt und ohne Kopfbedeckung und Wasser wäre es kaum auszuhalten.

Eine absolut lohnende Wanderung!

Zuhause mache ich einen Salat. Wir trinken Kaffee, essen die restlichen Plätzchen und sitzen unterm Sonnenschirm auf der Terrasse. Ein wenig Proviant für die Rückfahrt gibt’s im Spar und an der Tankstelle wird noch einmal vollgetankt.

Die Koffer sind größtenteils gepackt. Morgen früh müssen wir nur noch, wenn’s sein muss mit Motorbremse, nach San Sebastian…

Arure und Whalewatching

Um 15:00 Uhr soll unsere Whalewatching-Tour (bei Oceano gebucht) in Valle Gran Rey starten. Wir haben also viel Zeit auf der Hinfahrt. Über Vallehermosa fahren wir hinauf über die GM-1 und parken an der einer Ermita.

Wir suchen die alten, dunklen Steinhäuser von Arure. Davon gibt’s nicht mehr viele, alle scheinen ins neue Arure gezogen zu sein, das als bunte Häuserschachteln am Hang zu sehen ist.

Der Mirador de El Santo ist gesperrt, wir laufen deshalb unterhalb über den Camino El Santo bis zum Mirador Lamerica. Wunderschöne Tiefblicke aufs Meer und Taguluche!

Mittagessen gibt’s in der Casa Conchita: Huhn, Kotelett, Thunfische, Kichererbsen-Eintopf und Käse. Gut!

Danach hinunter zum Hafen mit Zwischenstopp am Mirador de El Palmerejo. Hier hat César Mandrique ein Restaurant in die Landschaft gezaubert, das heute allerdings vor sich hingammelt: nie hat es sein Publikum gefunden.

Im Hafen noch etwas Kühles und pünktlich um 15 Uhr können wir aufs Boot. Guide Nicole wirbelt herum, Captain Noel bleibt ruhig. Zunächst ein Stück die Küste entlang und tatsächlich eine große Schule großer Tümmler erwartet uns. Ein tolles Erlebnis, v.a. wenn sie direkt vor dem Boot auftauchen, sich auf die Seite drehen und einen anschauen.

Leider sichten wir danach keine weiteren Wale, auch keine Hammerhaie, nur Sturmtaucher fliegen immer wieder um uns herum. Dennoch, sehr schön und extrem entspannend!

Mit knirschenden Scheibenbremsen fahren wir zurück, trinken nach dem Abendessen noch eine Flasche Wein und liegen um 23:00 Uhr im Bett – das schaukelnde Boot und die unendlich vielen Kurven fühlt man immer noch.

Lorbeerwald bei Las Hayas und auf den Garajonay

Wir fahren ab Las Rosas die CV-18 hinauf. Wegen Bau- und Räumarbeiten ist sie plötzlich gesperrt, es gibt aber eine sehr enge Umleitungsstrecke. Die Anfahrt bis zur Casa Efigenia La Montagna (Parkplatz) dauert fast eine Stunde. Von hier aus starten wir zu einer sehr schönen Rundwanderung (09 – Michael Müller).

Sehr schnell sind wir im Lorbeerwald und stehen in einem Meer aus Storchenschnabel.

Wunderschön, der Weg durch den Wald. Lichtspiele, Grüntöne von dunkeloliv bis hellgrün und immer wieder eine unglaubliche Blütenfülle.

Ganz tief einatmen und man spürt die Sauerstoffsättigung und Reinheit der Luft!

Kurz vor Ende der Runde gibt’s noch einen schönen Blick auf die Fortaleza.

Natürlich wählen wir in der Casa Efigenia das vegetarische Menü, für das sie bekannt ist: Almogrote mit Brot vorneweg, Gemüseeintopf, Gofiomus mit scharfer Tomaten-Olivenöl-Soße, Spezialsalat mit Obst (der geht weg), Flan mit Palmenhonig als Dessert. Wir schaffen nicht alles und sind pappsatt – und das alles für 12€! Absolute Empfehlung.

Kalorien müssen wieder weg. Deshalb laufen wir vom Parkplatz El Contadero noch eben schnell auf den Garajonay. Leider erkennt man nur El Hierro. Die Wolken ziehen schon wieder auf.

Die Rückfahrt wird länger als geplant. CV-18 gesperrt, also Umweg über Vallehermosa.

Ich tanke voll, kaufe noch Brot und mache es mir auf der Terrasse gemütlich. Die Wellen rollen an den Strand und der Blick auf den Teide ist immer schön.

« Ältere Beiträge

© 2026 Pit unterwegs

Theme von Anders Norén — Hoch ↑