Autor: unterwegs_admin (Seite 1 von 3)

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Um 4:30 sind alle schon auf. Letztes Packen, Müll wegbringen, Koffer ins Auto quetschen und dann kurz vor 6 Uhr Abfahrt. Die Bremsen schleifen extrem. Mit wenig Tempo geht’s über die im Dunklen gefühlt noch kurvigere Strecke nach San Sebastian. Um 6:30 können wir endlich den Wagen abstellen, den Schlüssel einwerfen und direkt auf die Fähre.

Kurz nach 7 geht die Sonne auf. Ein letzter Blick zurück auf La Gomera, bevor wir pünktlich um 7:50 in Los Cristianos/Teneriffa anlegen.

Mit dem Taxi (immer noch 30€) sind wir schnell am Flughafen. Zu früh, um das Gepäck aufgeben zu können. Also Frühstücken in Ruhe. Um 9:30 hat sich vorm Eurowings-Schalter allerdings schon eine lange Schlange angestellt. Wir brauchen ca. 40 Minuten bis zur Aufgabe des Gepäcks, dann noch durch die Sicherheitsschleuse. Überall ist es anders, hin und her: doch Schuhe aus, ja, Gürtel ab, Uhr ab und ein drittes Mal durch den Detektor.

Ein wenig Warten noch, pünktliches Boarding, pünktlicher Abflug und superschneller Rückflug: nur 3 Std 50 Min bis Düsseldorf, wo uns kühles Wetter erwartet und wir auf der Rückfahrt noch von einem Graupelschauer überrascht werden.

Playa de la Caleta – Muelle de San Lorenzo

Unser letzter Tag. Wegen der abgefahrenen Bremsen wollen wir nicht mehr weit weg. Wir fahren von Hermigua aus über eine schmale Bergstraße (unterwegs müssen wir rückwärtsfahrend einem Kipplaster ausweichen) hinauf und dann steil hinunter zum Parkplatz am Startpunkt der Wanderung am GR 132.

Eine der schönsten Wanderungen, die wir gemacht haben! Ein schattenloser Weg, mal steinig, mal schotterig, schlängelt sich die Küste entlang: Blicke aufs Meer und immer wieder faszinierend der Teide gegenüber auf Teneriffa.

Es wächst sehr wenig, ein paar Palmen und Agaven. Nach gut einer Stunde Gehzeit geht’s noch einmal etwas steiler hinab.

Die Muelle gibt’s nicht mehr, es steht nur noch ein Mauerrest von einem der Verladesockel und das Meerwasserbecken ist nach den Frühlingsstürmen nicht mehr zu erreichen – die Treppe ist weggespült.

Auf gleichem Weg zurück. Die Sonne knallt und ohne Kopfbedeckung und Wasser wäre es kaum auszuhalten.

Eine absolut lohnende Wanderung!

Zuhause mache ich einen Salat. Wir trinken Kaffee, essen die restlichen Plätzchen und sitzen unterm Sonnenschirm auf der Terrasse. Ein wenig Proviant für die Rückfahrt gibt’s im Spar und an der Tankstelle wird noch einmal vollgetankt.

Die Koffer sind größtenteils gepackt. Morgen früh müssen wir nur noch, wenn’s sein muss mit Motorbremse, nach San Sebastian…

La Palma – La Gomera

4:30 Uhr aufstehen! Um 5:15 Uhr schieben wir mit unseren Rollkoffern los Richtung Fährhafen. Nach gut einer halben Stunde ohne Hetze sind wir da. Ein wenig Irritationen verursacht eine Reisegruppe mit alten EngländerInnen.

Ohne Probleme geht’s an Bord der Fähre, pünktlich 6:30 legt sie ab. Irgendwann wird es heller und die Sonne geht ganz schnell auf.

Zwischenstopp Teneriffa – Los Cristianos.

Pünktlich um 10:20 kommen wir in San Sebastian an. Eine Menge Menschen sind auf Teneriffa zugestiegen und es dauert, bis wir mit unseren schweren Koffern über die steilen Treppen hinuntersteigen können. Bei Avis wartet unser Auto – ein Citroen C3.

Natürlich versucht man uns wieder ein Versicherungspaket zusätzlich zum ADAC Vollschutz anzudrehen – nervig.

In das Auto bekommen wir gerade so unser Gepäck hineingequetscht, am Berg schaltet man ständig zwischen Gang 2+3 …

Das Haus ist leider noch nicht einzugsbereit, wir dürfen aber unser Gepäck schon abstellen. Wir fahren in der Wartezeit nach Agulo, bummeln durch die Gassen und landen wieder im Vieja Escuela. Das Essen ist vollkommen überteuert und auch nicht gut. Nicht noch einmal!

Bevor wir um 15 Uhr ins Haus können, kaufen wir im Spar noch etwas ein.

Das Haus ist riesig groß und geht über drei Etagen. Kaffee draußen auf der Terrasse mit Blick aufs Meer, nach dem Abendessen eine Flasche Wein im Wohnzimmer und dann geht’s heute früher ins Bett – alle sind müde.

Puntallana und Casa Lujan

Am letzten Tag auf La Palma fahren wir noch einmal nach Puntallana und schauen uns den Lieblingsplatz von Günter Grass und die Casa Lujan an, ein ehemaliger typischer Gutshof, danach Schule, Rathaus und heute ethnologisches Museum, Klein-Kommern sozusagen.

Carlito begrüßt uns sehr freundlich in vier Sprachen gleichzeitig und lässt uns in Ruhe alles besichtigen: das alte Klassenzimmer, die Räumlichkeiten im Obergeschoss mit Küche, Ess-, Schlaf- und Wohnzimmer. So lebten aber wohl eher die Reichen.

In Santa Lucia fahren wir rauf zur Ermita, schöner Blick aufs Meer.

Nach dem Volltanken laufen wir in die „Stadt“, um ein paar Mitbringsel zu kaufen. Mittagessen (fast alles ist aufgebraucht und gegessen) fahre ich mit Matthes zum Flughafen, wo wir den Leihwagen abgeben. Morgen früh müssen wir um 6:00 an der Fähre sein, da bleibt keine Zeit, den Wagen vorher noch zurückzubringen. Bus Linie 500 steht direkt vor der Ankunftshalle und 25 Minuten später sind wir wieder in S/C.

Wir packen unsere Sachen zusammen und bereiten die Abfahrt für morgen vor. Für einen Barraquito ist aber noch Zeit!

Kulturlandschaft und Bummeln

Heute doch kein Vulkan, lieber etwas weniger Anstrengendes. Wir fahren zum Besucherzentrum des Caldera-Nationalparks, schauen uns die Ausstellung an und wandern danach los über alte Bauernwege zur Ermita Virgen el Pino: Mit Steinmauern aus Lava gesäumte Wege, haushohe Steinhaufen – alle Brocken mühsam per Hand im Laufe der Zeit gesammelt und zusammengetragen, um ein wenig Land urbar zu machen.

Üppig blühende Blumen, Pferde, Rinder und das alles vor einer tollen Kulisse. Eine sehr willkommene Abwechslung.

An der Eremitage steht die „älteste Pinie der Welt“, lesen wir. Aufwändig versucht man, den absterbenden Baum zu retten. In seinem Schatten picknicken wir.

Zurück eine noch größere Blumenfülle. Wir versuchen sie zu bestimmen, wobei ich mich verheddere und hinfalle. Außer Prellungen und einem defekten Kameradisplay nichts Schlimmeres passiert.

Eine sehr schöne, nicht anstrengende Wanderung!

Danach ein kleiner Abstecher hinunter ans Meer: Im Hafen von Tazacorte laufen wir an der Promenade entlang und landen im Kiosco, wo wir das empfehlenswerte Tagesmenü mit Fisch essen.

Los Llanos liegt auf dem Weg. Auch hier noch ein kleiner Stadtbummel und etwas trinken im Schatten der riesigen Ficusbäume auf der Plaza Espana, bevor wir zurück fahren.

Ruta de los Volcanes

Von Los Canarios zum Leuchtturm von Fuencaliente

Wir fahren zunächst zum Informationszentrum San Antonio, um zu schauen, welche Wege überhaupt begehbar sind – nur der GR 131 ist frei.

Unten am Leuchtturm stellen wir unser Auto ab, machen noch die schnelle Inforunde um die Salinen, bevor wir um kurz vor 12 Uhr mit Bus 23 zum Einstieg in die Route wieder hinauffahren.

Durch Schlacke und Staub immer dem GR 131 folgend wandern wir gemütlich und mal mehr oder weniger steil hinunter zum Leuchtturm. Die über 600 HM merkt man zum Schluss aber doch sehr.

Ein kleiner Abstecher führt zu einer archäologischen Stätte an einem markanten Felsen. Man erkennt schwach die eingeritzten Petroglyphen der Ureinwohner.

Absolut faszinierend ist der Kontrast zwischen der grau-braun-roten Lava und den Grüntönen der Pflanzen, die sich hier behaupten können inkl. Wein.

Mit Kaffee und Kuchen in der Salinen-Cafeteria beenden wir unsere Wanderung.

Kurzer Einkauf, danach zwei große Schüsseln Salat. Wir haben echt Hunger!

Fußballabend: CL Bayern München – PSG. Grandioses Spiel, das mit 5:4 für PSG endet. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.

Düsseldorf – La Palma

Unruhig geschlafen, früher wach als die geplanten 6 Uhr. Um 7:30 werden wir abgeholt. Die Fahrt nach Düsseldorf im Nebel, das Suchen und Finden eines Parkplatzes im Parkhaus, der Transport mit dem Skytrain zum Terminal – diesmal geht alles fix und problemlos.
Gepäckaufgabe erfolgt automatisch, Gaby muss ihr Gepäck am Schalter abgeben, weil die Code-Banderole nicht lesbar ist.
Sicherheitsüberprüfung ist auch schnell erledigt – und wir haben noch fast zwei Stunden bis Check-In.

Viel Zeit für Kaffeetrinken.

Das Boarding geht bei Eurowings flott, wir haben unseren Platz mit sehr viel Beinfreiheit am Notausgang und um 11:50 fliegen wir los.

Um 16:30/15:30 Landung. Gepäckausgabe dauert etwas, Avis lässt sich auch Zeit am Quick Support. Nach einer Stunde haben wir unseren nagelneuen Leihwagen, einen VW Taico.

Den Weg zum Appartement kennen wir, alles noch wie im letzten Jahr! Die Verkehrssituation hat sich etwas geändert. Hinter der Brücke findet man jetzt eigentlich immer einen freien Parkplatz.

Wir fahren direkt zum Hiper Dino einkaufen, machen uns abends noch Tortillas mit Tomaten und Hüttenkäse und gehen gegen 23:30 Uhr ziemlich platt nach einem Glas Wein ins Bett.

Carrières des Lumières – Mouries

Nach dem Frühstück liest Oma aus dem ausgeliehenen Buch vor. 

Gegen 10 Uhr brechen wir auf und fahren zum Carrières des Lumières, wo wir für 10:30 Uhr Karten online gekauft haben – zum Glück, so können wir direkt durchgehen.

Diese Saison wird „Venice, la sérénissima“ und eine Hommage an Yves Klein gezeigt.

https://youtu.be/HyW6IVF8E64

https://vimeo.com/684186181?iframe=true&width=900&height=500

Die Technik ist noch ausgefeilter und perfekter, va heller geworden. 

Immer wieder begeistern die Inszenierungen. Ein Muss und die 14.50€ allemal wert.

Riesenschlange vor der Kasse, als wir wieder rauskommen. Die Vermarktung klappt und das bewölkte Wetter lädt auch zum Besuch ein.

https://www.carrieres-lumieres.com/

Wir essen unsere letzten Vorräte zu Mittag. Danach führen Mio und Ava eine Pferde-Show auf, die sie kommentieren und die wir gebührend beklatschen.

Lynn und David fahren einkaufen. Wir gehen mit den Kindern derweil zur Ölmühle, wo ich verschiedene Olivenöle probiere und zwei Dosen kaufe. Dazu noch Tapenade in schwarz und grün. 

https://www.moulincoop.com/

Weiter am Bäcker vorbei, durch den Ort über die Rue des Maisons Neufes zurück zum Haus. Ira ist mittlerweile eingeschlafen und ich gehe mit ihr ein wenig den Chemin Mas de Barrelet entlang bis zum Gaudre (Bewässerskanal). Auch hier gibt’s einiges zu entdecken.

Es gibt heute noch ein dickes Eis, sogar Ira schmeckts.

Obligatorisch ist noch Spielen am Pool. 

Die Kinder sind wie aufgedreht, deshalb gehen wir noch einmal bis zur Kirche und bringen die Bücher zurück.

Am protestantischen Friedhof entdecke ich auch noch was.

Nach dem Abendessen wird mit Papa gekämpft, Ruhe ist immer noch nicht.

Zu aufregend, dass es morgen wieder nach Hause geht.

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