Archiv der Kategorie: BRÜGGE

Brügge + Knokke

Morgens tropft der Regen noch ans Fenster, etwas später scheint die Sonne. Um 8.30 Uhr frühstücken im recht vollen Frühstücksraum. Wir lassen uns Zeit, wir müssen bis 11 Uhr nur noch auschecken.

Morgennebel - © 2012 Pit Aretz

Während die Frauen die Koffer packen und sich ums Bezahlen kümmern laufe ich zum Bahnhof das Auto holen. Am Minnewaterpark dampft das Wasser in der Morgensonne.

Da es gestern schon zu spät war wollen wir heute noch auf den Belfried, 366 Stufen erklimmen und über die Stadt schauen. Die Idee hatten aber schon viele andere vor uns auch – eine Schlange bis in den Hof.

Bei Licht sehr viel schöner - © 2012 Pit Aretz

Wir beenden unseren Brüggebesuch deshalb mit einer kleinen Runde hinunter zur Nepomukbrücke und an der Burg vorbei zurück.

Durchgang zur Burg - © 2012 Pit Aretz

Bei Sonnenlicht sieht doch alles viel schöner aus!  Die Schlange ist jetzt noch länger geworden – Abfahrt.

Das Meer wollen wir auch noch sehen, deshalb machen wir einen Schlenker und fahren nach Knokke.

Knokke Touristeninformation - © 2012 Pit Aretz

Eine sehr unattraktive Uferpromenade, Hochhaus neben Hochhaus – hier muss man zu keiner Saison hin. Die Seeluft tut trotzdem gut und unten am Strand ist es auch egal, wie die Promenade aussieht.

Meer! - © 2012 Pit Aretz

Über Antwerpen fahren wir zurück, die Autobahn ist recht voll, ein kleiner Stau hält uns ein wenig auf. Um 15.30 Uhr sind wir zurück – hier ist es grau und kalt.

Regen in Brügge

Regen tropft aufs Badezimmerfenster und weckt uns – er lässt aber nach und uns hoffen. Trocken kommen wir zum Frühstücksbuffet, aber dann beginnt es zu regnen und hört erst einmal nicht mehr auf. Wir nehmen die letzten beiden Hotelschirme mit, gehen zum Markt und durch die Steenstraat zur St. Salvator-Kathedrale. Die Schuhe sind mittlerweile durchweicht und wir sind froh darüber uns in der trockenen Kathedrale umschauen zu können.

Kirchenfenster St. Salvator - © 2012 Pit Aretz

Überall wird renoviert – es gibt wunderschöne Glasfenster zu bestaunen und einen dem im Aachener Dom befindlichen sehr ähnlichen Reliquienschrein, im Chor alte Wandteppiche.

Draußen regnet es immer noch in Strömen, da bietet sich ein Museum an. Wir entscheiden uns für „Picasso und Miro“ im St. Jan Kunstzentrum – eine gute Wahl. Mit Hilfe der sehr guten Informationstafeln beginnt man Picasso und seine Zeitgenossen zu verstehen.

Der Regen lässt nach – wir wandern entlang der Gracht zum Fischmarkt. Um uns ein wenig aufzuwärmen und die Klamotten zu trocknen setzen wir uns in eine kleine Bierkneipe – dank Gasheizung trocknen wir schnell ab.

Es regnet immer noch nicht – wagen wir die Grachtenfahrt!

Grachtenfahrt - © 2012 Pit Aretz

30 min. dauert die Fahrt durch die Grachten, bei Sonnenschein sicherlich schöner, aber auf alle Fälle lohnend. Man wünschte sich noch ein wenig weiter fahren zu können.

Hundewetter - © 2012 Pit Aretz

Kurze Zeit später beginnt es wieder zu regnen – wir sind auf dem Weg zur Liebfrauenkirche. Drinnen suchen wir Michelangelos Madonna, leider wären dafür wieder 4 Euro fällig – beim nächsten Mal. Wir gehen beschirmt weiter Richtung Beginenhof – der Regen will nicht nachlassen.
Wie wäre es mit etwas zu essen? Wir bestellen „das beste Bier der Welt (Maes)“ und Pfannkuchen mit Speck und Pilzen (sehr lecker) und da es immer noch nicht aufhört zu regnen (draussen laufen 1000ende bunter Schirme vorbei) bestellen wir uns Kirschfladen, wozu es endlich einen guten Kaffee gibt.

Und als das falsche (aber täuschend echte) Kaminfeuer ausgeht, hört es auch auf zu regnen. Wir gehen am Minnewaterpark und am Pulverturm vorbei und wieder hinauf zur Konzerthalle und t‘ Zand. Sonne!  Über die Steenstraat geht es zurück zum Markt und zum Hotel.

Während Gaby eine Pause braucht wollen Gabi und ich das „unbekannte Brügge“ kennenlernen.

Im Licht der untergehenden  Sonne erkunden wir im Uhrzeigersinn das nördliche Brügge: entlang der Grachten, durch Gassen, vorbei an Windmühlen und über verschiedene Brücken gelangen wir so zum Jan van Eyckplein und über den Markt zurück zum Hotel.

Gegen 19.30 Uhr sind wir im Toetanchamun und bestellen uns ägytptisches Vegetarisches. Gegen 22 Uhr verlassen wir als Letzte das Lokal und bummeln Richtung Markt, wo wir uns im Cranenburg noch ein Leffe bestellen.

Trotz Regens ein schöner Tag voller neuer Eindrücke.

Alle Fotos:  © 2012 Pit Aretz

Brügge – Anfahrt

Gegen 13 Uhr Abfahrt über Liege, Brüssel (kleiner Stau) und Gent nach Brügge. Kurz vor 16 Uhr erreichen wir nach viel Rumkurverei (Brügge besteht eigentlich nur aus Einbahnstraßen) unser Hotel und ergattern sogar einen Parkplatz direkt vor der Tür. Das Einchecken geht schnell, Gabi wohnt im „alten“ Teil des Hotels, wir im „neuen“ (d.h. noch im Umbau befindlichen) Haus um die Ecke. Die Treppen sind steil und der Koffer groß = zwei neue Striche an der Wand. Da die Sonne scheint wollen wir Brügge noch ein wenig erkunden.

Auf Rat der Chefin wollen wir im Parkhaus Biekorf das Auto unterstellen, aber leider ist es voll und zurück geht wegen Einbahnstraße nun nicht mehr. Blind (das Navi liegt im Hotelzimmer) fahren wir durch die engen Sträßchen, immer auf der Suche nach einem Parkhaus mit freien Plätzen. Es kostet uns mind. eine halbe Stunde, bis wir endlich eines gefunden haben – am Bahnhof, das am weitesten entfernte Parkhaus. OK  denn.

Minnewaterpark - © 2012 Pit Aretz

Mit einem kleinen schlecht kopierten Stadtplan suchen wir uns langsam den Weg zurück zum Hotel. Wir staunen – Brügge ist wunderschön und viel größer als wir gedacht haben. Als sei die Zeit stehen geblieben: Am Minnewaterpark entlang kommen wir zum Begijnhof.

Beginenhof - © 2012 Pit Aretz

Überall kleine Brücken, Grachten und uralte Häuser. Mal links, dann rechts weiter durch Gäßchen und Kopfsteinpflasterstraßen gelangen wir irgendwann zum St. Jans Hospital. An der Liebfrauenkirche vorbei geht es weiter an der Gracht entlang zur Nepomukbrücke und irgendwie hinauf zum Markt.

Wie fotografiert man einen Hektar Hanse? - © 2012 Pit Aretz

Überwältigend – man weiß gar nicht wo man hinschauen soll, soviel alte Hanse! Wir laufen ein wenig durch die Straßen rund um den Markt, landen auf einem anderen überraschenden Platz (Burg) und irgendwie wieder an der Gracht.

Irgendwann kommt man immer an eine Gracht - © 2012 Pit Aretz

Wir gehen die Wollestraat hinauf Richtung Markt, entdecken das griechische Restaurant „Olivetree“ und setzen uns als quasi erste Gäste hinein – wir haben Hunger und draußen ist es kühl geworden. Gemütliche 2,5 Stunden genießen wir unser Menü – der Laden ist mittlerweile voll.

Noch keine Zeit ins Bett zu gehen. Wir laufen die Steenstraat hinab zum Simon Stevin Platz und dann zurück durch die Oude Burg, wo wir einen Bierkeller mit über 100 verschiedenen Biersorten entdecken. Jeder testet drei andere Sorten (Alkoholgehalt zwischen 5 und 13%) – ich bevorzuge die Tripel-Versionen – und dann haben wir irgendwann  die nötige Bettschwere erreicht. Über den Markt und Eiermarkt geht es über die St. Jakobstraat zurück zum Hotel.

Im Fernsehen nur belgische und holländische Programme mit unattraktivem Programm. Ist ja schon spät – ab ins weich gepolsterte, aber bequeme große Bett. Noch sieht man ein paar Sterne am Himmel….