Kategorie: 2018: GARDASEE

Ostern oberhalb von Garda und ein Tag in Verona

Verona

Das Frühstück ist für italienische Verhältnisse sehr gut – alles dabei: Käseauswahl, Salami, Schinken, Brot, Brötchen, Müslis etc.
Wir dürfen unser Gepäck bis zur Abholung heute Nachmittag im Hotel lassen.

Bei sehr schönem Wetter laufen wir hinauf zu San Zeno Maggiore. Vor uns zwei Besuchergruppen, die aber nicht groß stören, die Anlage ist groß genug.

Wehrturm, Kirchenschiff San Zeno und Campanile

Die Basilika San Zeno Maggiore ist ein romanischer Bau aus dem 12./13. Jahrhundert. Der Wehrturm der Abtei und der freistehende Turm der Basilika bilden einen schönen Rahmen für die Fassade der Kirche.

Kapitell Haupteingang

Ein Flügel des wunderschönen Kupferkassetten-Tores

Zunächst schauen wir uns den Kreuzgang der alten Benediktiner-Abtei an.

Kreuzgang

Kreuzgang

Die Basilika selbst ist durch Säulen und Pilaster untergliedert und mit Freskenmalerei aus dem 13. und 14. Jahrhundert dekoriert.

San Zeno: Chor und KryptaDie tiefer gelegte Krypta ist schlicht gestaltet und bewahrt in einem Altar die sterblichen Überreste des Heiligen.
Der erhöhte Chor zeigt als Folge eines Umbaus zum Ende des 14. Jahrhunderts gotische Stilelemente. Er beherbergt ein berühmtes Altarbild, das als Triptychon von Mantegna bekannt geworden ist.

Tryptichon

Auffällig die eindrucksvolle Farbgebung, alles ist sehr harmonisch mit schlichten Verzierungen.

Fresken

Trennung Chor – Kirchenschiff

Fresken

Eingang zur Krypta

Wir laufen weiter zum Castelvecchio.

Castelvecchio im Morgendunst

Blick auf den Campanile von San Zeno

An der Ponte Scaligero überqueren die Etsch.

Ponte Scaligero

Ponte Scaligero

Ponte della Vittoria

Wir kommen zurück in die Altstadt über die Ponte della Vittoria und machen Mittagspause noch einmal im Bistro Caffè et Paroles am Dom.

Hier gibt’s täglich frisch zubereitete kleine Leckereien. Wir entscheiden uns für Omelett mit Spinat und Pinienkernen und mit u.a. Rucola gefüllte Teigtaschen.

Täglich frisch.
© caffe et paroles

Wir bummeln zurück durch die Via G. Mazzini am Amphitheater vorbei und über den Corto Porta Nuova zum Park an den Bastionsmauerresten gegenüber dem Busbahnhof. Leider gibt es hier überhaupt keine Bank.

Gegen 14 Uhr holen wir unser Gepäck im Hotel ab, kaufen Busfahrkarten und sind gegen 15 Uhr am Flughafen.
Leider verzögert sich der Abflug um ca. 1 Std, d.h. Warten…

© kinjolas.com

In Brüssel klappt alles wie gewünscht und gegen 21 Uhr sind wir wieder zu Hause – ohne Stau.

Verona

Wir stehen um 7:30 Uhr auf, frühstücken, packen die Koffer, laden alles ins Auto, bezahlen und sind um 9:30 Uhr bereit zur Abfahrt. Es nieselt und ist neblig.

Fünf Personen mit Koffern und Gepäck in einem kleinen Auto – ab nach Verona.
Nach einigem Hin- und Hergegurke finden wir das Novo Hotel Rossi am Bahnhof. Es hat aufgehört zu nieseln, die Sonne kommt raus und bleibt auch.

Wir können unser Gepäck im Hotel abgeben und fahren ins Parkhaus an der Arena.

Die zweitgrößte Arena nach dem Kolosseum

Via G. Mazzini

Ohne besonderen Plan laufen wir durch die engen Gassen, die Via G. Mazzini zur Piazza delle Herbe.

Piazza delle Erbe

Balkone an der Piazza delle Erbe

Einmal auf und ab, vorbei an Julias Balkon (vergiss es!), zurück zur Porta dei Borsari.

Typische Gasse in der Altstadt

Zur Mittagszeit landen wir in La Piazzetta, wo wir zu Mittag essen. Jonas, Ina und Helena verabschieden sich danach und fahren nach Hause.

Es war schön mit euch. Gute Heimreise.

Wir entdecken Veronas Altstadt, seit 2000 UNESCO-Weltkulturerbe.

Santa Anastasia

Wir kaufen ein 4-Kirchen-Ticket (6 €) und beginnen unsere Kulturrunde in der Basilica di Santa Anastasia, einer gotischen Kirche aus der Zeit von 1290 – 1481.

Decke in Anastasia

Taufbeckenträger in Anstasia

Durch Gassen laufen wir zur Ponte Pietra: ca. 100 v.Chr. von den Römern erbaut, mehrfach durch Hochwasser zerstört, von den Deutschen im 2. Weltkrieg gesprengt und in den 1950er Jahren aus Originalsteinen wieder aufgebaut. Sehr schön!

Ponte Pietra

Weiter geht unsere Tour im Complesso della Cattedrale. Die Kathedrale ist ein größerer Gebäudekomplex, zu dem die Kirchen Santa Elena, San Giovanni in Fonte und der Kreuzgang der Kanoniker gehören.

Achteckiges Taufbecken aus einem Stein gemeißelt

Die Taufkapelle San Giovanni wurde um 1123 in romanischer Form auf den Resten einer frühchristlichen Basilika wieder aufgebaut. Man kann ein achteckiges Taufbecken bestaunen.

Santa Elena

Kathedrale Altarraum

Dom Haupteingang

Figurenschmuck am Haupteingang

Bevor es weitergeht machen wir Pause (Top Capuccino, Wasser) im kleinen Caffè et Paroles – sehr nett. Es liegt direkt gegenüber dem Haupteingang der Kathedrale.

© caffe et paroles

Wir gehen hinüber zur anderen Etschseite, über die Ponte Pietra wieder zurück.

Complesso von der anderen Flussseite

Ponte Pietra und Santa Anastasia im Hintergrund

Unterwegs zu San Fermo

Weiter geht es über die Piazza delle Erbe und Via Capello und Leoni und kommen zu unserer letzten Kirche für heute, San Fermo.
San Fermo hat eine Ober- und eine Unterkirche und ist Beispiel der durch die Franziskaner verbreiteten Gotik.

Unterkirche San Fermo

Die Unterkirche (romanisch) gefällt uns besser. Man entdeckt Spuren einer frühchristlichen Vorgängerkirche und unzählige Fresken aus dem 13./14. Jahrhundert.

Oberkirche San Fermo

In der Oberkirche eine alte Holzdecke mit Spitzbögen und Fresken aus dem 14./15. Jh.

Es reicht für heute. An der Arena setzen wir uns in die untergehende Sonne und trinken Bier und Aperol.
Auf dem Weg zum Hotel kaufen wir noch ein wenig ein.
Unser Gepäck ist schon auf dem Zimmer, das Einchecken ist schnell erledigt.
Wir schauen Fernsehen, trinken Wein und essen Schokolade und kleine Pizzen, wir reißen das Fenster auf – es nutzt nichts, es bleibt unerklärlich heiß in dem Zimmer.

Die Nacht wird unruhig und wenig erholsam, ich decke mich nur mit einem Badetuch zu, es bleibt heiß trotz Fenster auf Kipp.

Malcesine und mit dem Boot nach Limone

Bei der Abfahrt regnerisch, auf der Fahrt Dauerregen.

Rathaus Malcesine: Nach dem Regen

Um die Mittagszeit kommen wir in Malcesine an und warten darauf, dass pünktlich um 12 Uhr der Regen aufhört. Hört er.

Sehr zu empfehlen

Helena schmeckts wieder

In der Trattoria Da Nonna Pina kehren wir ein. Sehr nett, sehr freundlich, sehr lecker! Weiterzuempfehlen. Wir bestellen Aperitif, Wein, Wasser, Käseplatte, Spaghetti ai frutti di mare, Tiramisu, Espresso.

Abfahrt

Helenas sehnlichster Wunsch geht in Erfüllung

Limone

Danach mit dem Boot nach Limone – Helena ist glücklich und zufrieden. Es gibt ein Eis, einen kleinen Bummel und dann geht’s wieder zurück nach Malcesine und am See entlang über Garda „nach Hause“. Es wird heller!

Limone

Malcesine kommt wieder in Sicht

Tschüss Malcesine

Lumini und Torri del Benaco

(Fast) gesund

Helenas ist zwar immer noch wieder ganz gesund, aber das Fieber ist weg. Wir fahren bei bedecktem Himmel über San Zeno nach Lumini.

Lumini: Bei Ankunft noch nieslig

Wir steigen auf den M. Nugoli und M. Belpo (884 m) – ein paar Tropfen Regen unterwegs. Die Sicht ist eher schlecht, aber gut, dass wir wieder zusammen etwas unternehmen können.

Aufstieg

Weiß und blau

Oben angekommen

Der Abstieg wird etwas problematisch. Es ist stellenweise sehr glatt und rutschig. Ein paar Mal rutsche ich aus und setze mich auf den Hintern.
Dann sind wir auf den Forstweg; keine weiteren Probleme mehr. Nach 2,5 Std. sind wir wieder am Auto (5,8 km / 355 HM).

Wunderschön und zart

Lumini schon freundlicher

Nach dem Mittagsschlaf fahren wir noch einmal hinunter nach Torri del Benaco und parken am Castello.

Torri del Benaco

Torri ist ein sehr schönes kleines Städtchen und so leer noch angenehmer. Wir bummeln durch die Altstadt, am Seeufer entlang und um den kleinen Hafen. Für Helena gibt es noch ein Eis und sie darf Steinchen ins Wasser werfen.

Hafen

Mole

Anleger

Tschüss Torri

Auf dem Rückweg einkaufen in Costermano für die letzten Tage.

San Vigilio – Garda und zurück

Kaum Besserung – Helenas Fieber steigt schnell wieder. Mama und Papa bleiben bei ihr.

Gaby und ich fahren mit Jonas‘ Auto nach Torri del Benaco. Es ist Ostermontag und natürlich überhaupt kein Parkplatz mehr zu finden, weder in der einen noch der anderen Richtung.

Wir fahren deshalb weiter Richtung Garda. An der Baia delle Sirene parken wir den Wagen und laufen hinunter zur sehr idyllischen Locanda San Vigilio.

Gut besucht: Restaurant auf der kleinen Mole

Immer am Seeufer entlang – ein kurzes Stück durchs Wasser, als Folge nasse Socken – laufen wir bei Sonne nach Garda.

Locanda San Vigilio

Am Hafen bestellen wir uns Bier und Panini. Beim Bäcker kaufen wir Kuchen und Brot und laufen denselben Weg zurück zum Parkplatz.

Garda vom Wasser aus

Stop and Go nach Garda, hinauf über die Via Volpara zurück zur Residence. Auf dem Balkon Kaffee und Kuchen, unten vom Golfplatz erklingt Livemusik. Helena schläft sich gesund.

Abends gibt’s Spaghetti bolo und Salat.

Wanderung M. Luppia, M. Are und M. Bre

Helenas Fieber hält an – Mama bleibt bei ihr.

Einstieg

Bei sehr schönem Wetter machen wir mit Jonas von Sorte aus eine schöne 2,5 Std.-Wanderung über den M. Luppia, M. Are und M. Bre zu einer schönen Panoramarunde oberhalb von Garda.

Bardolino

Panorama

Blick auf San Vigilio

Schön glitzert der See

Ein kleiner Abstecher zu mehrfach erwähnten Felszeichnungen lohnt nicht wirklich – da kann man nur erahnen.

Richtung Felszeichnungen

Frühlingshafte Blumenpracht, blaue und weiße Veilchen, Primeln und Anemonen, gelbe Forsythien – sehr schön. Im Hintergrund leuchtet der M. Baldo mit seiner Schneekuppe.

Es blüht in der engsten Ritze

Blau und weiß

M. Baldo mit Schneehaube

Auch auf der anderen Seeseite noch Schneereste

Zu Hause Kaffee und Plätzchen auf dem Balkon. Später Kochen (Nudeln mit Salsice-Tomaten-Sugo) und gemütlicher Abend.

Helenas Fieber ist mittlerweile so hoch, dass Jonas und Ina überlegen, ob sie zum Krankenhaus fahren sollen. Abwarten und Fiebersaft.

Vollmond

Von Garda nach Salo

Der Morgen empfängt uns grau und nieselig. Da Helena lange schläft fahren wir erst um 11.40 Uhr los, zunächst nach Garda.

Keine Lust zu laufen

Der Ort ist voller Touristen (inkl. uns), Helena ist unzufrieden und wird offensichtlich krank – nicht einmal das Eis kann sie aufheitern.

Ist halt Ostern

Am Hafen eher ruhig

Thema der Marktstände: Schokolade

Wir fahren immer am See entlang über Bardolino und Peschiera nach Sirmione – wie 10.000 andere auch. Es gibt keine Parkplätze mehr, außer Kilometer außerhalb. Helena tragen macht wenig Sinn.

Weiter geht’s nach Salo. Beim Aussteigen beginnt es zu regnen und es hört auch nicht mehr auf. An Bummeln ist nicht zu denken. Wir landen in der ersten Pizzeria TipTap und bestellen Pizza. Ein typischer Touristenschuppen – wir werden aber satt.

Warten auf besseres Wetter

Helena hat mittlerweile hohes Fieber. Wir fahren über die Autobahn zurück. Heute passiert nichts mehr.

Jonas und ich kaufen noch in Costermano ein, bevor die Supermärkte schließen. Abends Salat, Brot, Chips, Wein…

Flug nach Verona und Residence San Michele

Anreise mit Auto zu Ostern – nein. Wir fliegen von Brüssel.

Das Flugzeug landet pünktlich um 16:45 Uhr in Verona.  Jonas, Ina und Helena holen uns ab. Das Wetter ist heiter und angenehm warm.

Nach einem Großeinkauf in Affi fahren wir nach Marciaga oberhalb von Garda in die Residence San Michele. Schöner Blick auf den Gardasee.

Blick vom Balkon auf den See

Die Wohnung ist groß genug für vier Erwachsene mit Kleinkind. Oma und Opa müssen auf der Galerie schlafen. Leider gibt es in der Wohnung keinen weiteren Stauraum als den Schrank im Elternschlafzimmer. Dann leben wir eben aus dem Koffer.

Wir bzw. meistens Jonas kochen unter erschwerten Bedingungen (gewölbte Topfböden auf zu kleinen Platten), trinken dabei und später noch mehr Wein und erzählen bis nach Mitternacht. Ina und Helena schlafen längst.

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