Autor: Pit Aretz (Seite 1 von 57)

Arure und Whalewatching

Um 15:00 Uhr soll unsere Whalewatching-Tour (bei Oceano gebucht) in Valle Gran Rey starten. Wir haben also viel Zeit auf der Hinfahrt. Über Vallehermosa fahren wir hinauf über die GM-1 und parken an der einer Ermita.

Wir suchen die alten, dunklen Steinhäuser von Arure. Davon gibt’s nicht mehr viele, alle scheinen ins neue Arure gezogen zu sein, das als bunte Häuserschachteln am Hang zu sehen ist.

Der Mirador de El Santo ist gesperrt, wir laufen deshalb unterhalb über den Camino El Santo bis zum Mirador Lamerica. Wunderschöne Tiefblicke aufs Meer und Taguluche!

Mittagessen gibt’s in der Casa Conchita: Huhn, Kotelett, Thunfische, Kichererbsen-Eintopf und Käse. Gut!

Danach hinunter zum Hafen mit Zwischenstopp am Mirador de El Palmerejo. Hier hat César Mandrique ein Restaurant in die Landschaft gezaubert, das heute allerdings vor sich hingammelt: nie hat es sein Publikum gefunden.

Im Hafen noch etwas Kühles und pünktlich um 15 Uhr können wir aufs Boot. Guide Nicole wirbelt herum, Captain Noel bleibt ruhig. Zunächst ein Stück die Küste entlang und tatsächlich eine große Schule großer Tümmler erwartet uns. Ein tolles Erlebnis, v.a. wenn sie direkt vor dem Boot auftauchen, sich auf die Seite drehen und einen anschauen.

Leider sichten wir danach keine weiteren Wale, auch keine Hammerhaie, nur Sturmtaucher fliegen immer wieder um uns herum. Dennoch, sehr schön und extrem entspannend!

Mit knirschenden Scheibenbremsen fahren wir zurück, trinken nach dem Abendessen noch eine Flasche Wein und liegen um 23:00 Uhr im Bett – das schaukelnde Boot und die unendlich vielen Kurven fühlt man immer noch.

Lorbeerwald bei Las Hayas und auf den Garajonay

Wir fahren ab Las Rosas die CV-18 hinauf. Wegen Bau- und Räumarbeiten ist sie plötzlich gesperrt, es gibt aber eine sehr enge Umleitungsstrecke. Die Anfahrt bis zur Casa Efigenia La Montagna (Parkplatz) dauert fast eine Stunde. Von hier aus starten wir zu einer sehr schönen Rundwanderung (09 – Michael Müller).

Sehr schnell sind wir im Lorbeerwald und stehen in einem Meer aus Storchenschnabel.

Wunderschön, der Weg durch den Wald. Lichtspiele, Grüntöne von dunkeloliv bis hellgrün und immer wieder eine unglaubliche Blütenfülle.

Ganz tief einatmen und man spürt die Sauerstoffsättigung und Reinheit der Luft!

Kurz vor Ende der Runde gibt’s noch einen schönen Blick auf die Fortaleza.

Natürlich wählen wir in der Casa Efigenia das vegetarische Menü, für das sie bekannt ist: Almogrote mit Brot vorneweg, Gemüseeintopf, Gofiomus mit scharfer Tomaten-Olivenöl-Soße, Spezialsalat mit Obst (der geht weg), Flan mit Palmenhonig als Dessert. Wir schaffen nicht alles und sind pappsatt – und das alles für 12€! Absolute Empfehlung.

Kalorien müssen wieder weg. Deshalb laufen wir vom Parkplatz El Contadero noch eben schnell auf den Garajonay. Leider erkennt man nur El Hierro. Die Wolken ziehen schon wieder auf.

Die Rückfahrt wird länger als geplant. CV-18 gesperrt, also Umweg über Vallehermosa.

Ich tanke voll, kaufe noch Brot und mache es mir auf der Terrasse gemütlich. Die Wellen rollen an den Strand und der Blick auf den Teide ist immer schön.

Montana El Cepo und Hermigua

Das Wetter will heute grau bleiben. Ich möchte mir trotzdem die Marslandschaft auf dem El Cepo anschauen. Da es unterwegs leicht zu nieseln beginnt, fahren wir bis zum kleinen Parkplatz in der Spitzkehre hinterm Restaurant Las Rosas an der GM-1.

Von hier ist der etwas abenteuerliche Aufstieg in 20 Minuten erledigt.

Obwohl die Sonne fehlt – spektakulär und einer meiner Geheimtipps!

Hier gibt’s Fotomotive ohne Ende, Erosionen in Ocker, rot, braun, gelb. Dazwischen zartes Grün, vertrocknete Sträucher und an Felsbilder erinnernde Strukturen im Boden, die auf uns wie beim Blubbern erstarrte Magnablasen wirken…

Danach fahren wir zum Museo PEG Los Telares, El Parque Etnográfico de La Gomera. Für 4,95€ Eintritt bekommt man einen Plan und einen Audioguide für die selbstgeführte Tour. Eine Gofiomühle, ein paar Sachen aus dem Alltag der Gomerer, ein bisschen zu allem… Nichts Spektakuläres oder überraschend Neues.

Stark vernachlässigt der ökologische Garten. Einzig der Blick auf den Doppelfelsen Peter und Paul ist sehr schön, aber den gibt’s auch gratis vom Parkplatz aus.

Ein großer Busparkplatz und der Verkauf von „typischen Produkten“ sagt eigentlich alles. Keine Empfehlung von mir, egal was die Reiseführer schreiben bzw. von wem abschreiben.

Das Convento bzw. die Pfarrkirche um die Ecke ist heute geschlossen, bleibt nur ein Blick von außen.

Nachmittags lesen, schreiben, kochen, essen… Ein fauler Tag, was aber auch mal gut tut!

Garajonay Nationalpark und Valle Gran Rey

In endlosen Kehren über enge Straßen fahren wir hinauf zum Parkplatz Cruce de Pajarito.

Zunächst kühl durch Lorbeerwald, dann öffnet sich die Landschaft und wir wandern pflanzenbestimmend über den Rundwanderweg 25 (Michael Müller).

Ein Blumenmeer, Bienen, Schmetterlinge und Blicke auf die Roques.

Auf dem höchsten Punkt eine Bank! Perfekt fürs Mini-Picknick.

Wir fahren über Las Hayas und Arure (unterwegs fahren wir durch Wolken) zum Puerto de Vueltas im Valle Gran Rey.

Bei Oceano buchen wir für Dienstag 15:00 eine Whale Watching Tour.

Danach laufen wir vom Rotondo de Vueltas am Meer entlang bis zur Playa de Calera. In der Heladeria Zumeria müssen es doch wieder Bocadillos, Bier und Kaffee sein.

In Calera noch ein kurzer Stopp, dann immer bei 3000 U im zweiten Gang Kurve und Kurve hinauf und wieder hinunter bis Vallehermosa, wo wir noch etwas einkaufen müssen.

Zuhause gibt’s (bereits gestern) gebratene Hähnchenbrust auf Salat mit Joghurt-Knoblauch-Mandel-Soße und Curry-Reis, Joghurt mit Vanillepudding und Palmhonig als Dessert – hmmh.

Vallehermosa

Wir parken auf dem zentralen Parkplatz, laufen die Hauptstraße hinunter, biegen rechts ab und folgen an den Treppen in der nächsten Kurve dem Naturweg Richtung Playa. An zwei Stellen muss man durchs Wasser, ein Rinnsal fließt, wo sehr selten etwas fließt. Es hatte ein paar Wochen vorher unwetterartig geregnet.

Der Weg ist teilweise zugewachsen, aber gut zu erkennen. Man wandert in Schleifen abwärts und trifft nach einiger Zeit auf die TF-712, der man bis zum Strand hinunter folgt. Der Zugang zum Castillo del Mar ist immer noch gesperrt und am Strand hat man begonnen, das Strandgut zu sammeln.

Die Wellen schlagen gegen die Steine, wir bleiben eine Zeit sitzen und schauen aufs Meer.

In der urigen Strandbar ‚Pirate‘ trinken wir was, bevor wir uns wieder auf den Rückweg machen. An der Einmündung biegen wir diesmal aber direkt in den Weg neben der Straße ein und folgen dem Wirtschaftsweg zwischen einigen Anbauflächen leicht bergauf bis zum verwilderten Botanischen Garten, der seit 2007 auf seine Inbetriebnahme wartet…

Vieles hat man angepflanzt und angelegt, dazwischen hat man aber inzwischen auch einfach mit einem Kartoffelacker und Gemüsebeete angelegt. Man kann sich alles in Ruhe anschauen, interessant.

Weiter geht’s den Wirtschaftsweg hinauf, wieder über den Bach (Barranco del Valle) und hinauf zum Dorfplatz. In der Bar Cafeteria Central essen und trinken wir eine Kleinigkeit. Hier trifft sich das Dorf in der Mittagspause.

Ein kleiner Abstecher zur Kirche San Juan Bautista, bevor wir zum Stausee Presa de la Encantadora hinauffahren.

Die Rundwanderung um den vollen See ist sehr schön und bietet viele tolle Blicke.

Wir haben noch nicht genug: schnell noch zum Centro de Visitantes Juego de Bolas (Parque Nacional de Garajonay). Viel Zeit für den Besuch der Ausstellung haben wir nicht mehr, um 16:30 wird geschlossen. Lohnt sich aber auch für länger.

Ein letzter Abstecher Richtung Mirador de Abrante. Wegen was auch immer, die Zufahrt ist leider gesperrt. Für ein letztes Foto reicht die Aussicht allemal.

Nach Abendessen und Plauderrunde testen wir noch den Blick zum Himmel: zu hell, man sieht zwar klar, aber wenige Sterne.

Rundfahrt und San Sebastian bei Nebel und Nieseln

Unseren Plan, vom Mirador Degollada de Paraza aus zu wandern, geben wir auf: es nieselt, die Wolken hängen bis auf der Straße. Wir starten eine Rundfahrt, um uns ein wenig orientieren zu können: zunächst die GM-3 hinunter nach Tecina und weiter am Flughafen vorbei über Alajero bis zum Cruce de Pajarito. Von dort über GM-2 zurück nach San Sebastian. Orientierung war kaum möglich – es war neblig und blieb nieselig. Schade.

In San Sebastian einen Parkplatz zu finden ist Glückssache. Wir müssen ein wenig laufen, um ins Zentrum zu gelangen.

Wir werfen einen Blick in die Ermita San Sebastian, statten der Casa de Colon und der Iglesia de Asuncion einen Besuch ab. Es beginnt jetzt auch hier zu nieseln.

In der Touristeninformation gibt’s eine kleine Ausstellung, die wir uns anschauen.

Auf der Plaza de la Constitution essen wir im Kiosco Las Carabelas leckere Käsebrote, bevor wir heute etwas größer einkaufen und uns auf die Rückfahrt machen.

Wir kochen und machen es uns zu Hause gemütlich. Abends bläst der Wind die Wolken weg…

Roque de los Muchachos und Besucherzentrum

Strahlend blauer Himmel! Nach Tanken für 1,49€/L schlängeln wir uns über unendlich viele Kurven hinauf zum höchsten Berg der Insel, den Roque de los Muchachos.

Unterwegs viele Natternköpfe und Tiefblicke aufs Meer mit Teneriffa im Hintergrund.

Bei den Observatorien biegen wir ab und ergattern ganz oben am Roque den letzten freien Parkplatz.

Von hier erahnt man die Größe des Ursprungkraters, sieht die verschiedenen Ablagerungsschichten, erkennt Magmagänge. Unten das Meer bei Tazacorte, im Süden die Cumbre Vieja und dahinter El Hierro und La Gomera. Um uns verteilt verschiedene Observatorien.

Das Besucherzentrum präsentiert in verschiedenen Sälen (sehr umfangreiche und detaillierte) Informationen z.B. zu den Observatorien, wobei die Bildergalerie dazu aber leider eher sehr mager ausfällt. Der Film zum Einstieg ist OK und macht neugierig. Saal 2 zu Besonderheiten La Palmas zeigt nichts Besonderes, zwei Schaukästen funktionieren gar nicht. Saal 3 ist der Experimentierraum. Alles klebt, egal was man anfasst. Extrem in die Tiefe gehende Informationen, die schnell überfordern und oberflächliche Basics. Experimente funktionieren nicht oder erschließen sich einem nicht. Didaktisch nicht gut! Das alles nur in Spanisch und Englisch anzubieten ist zu wenig für 15€ Eintritt.

Saal 4 – Wanderwege in der Nähe – schaut man sich schon nicht mehr an. Enttäuschend!

Zurück fahren wir zunächst weiter über die LP4 und biegen dann ab auf die LP1 im Norden. Noch einmal 1,5 Std. Kurvenfahrt.

P. A. El Tendal und Playa Nogales

Heute morgen fahren wir zum Parque Arqueologico El Tendal.

Wir erfahren viel Neues über die Besiedlung und das Leben der Urbevölkerung, den Benahoaritas, die vielleicht um 1000 v. Chr. aus Nordafrika (Berber) per Boot einwanderten und Tiere, Getreide und Fertigkeiten mitbrachten.

Sie lebten in Familienverbänden u.a. in den Höhlen (mit ergiebiger Quelle) unterhalb des Museums bis ca. 800 n. Chr. Danach verwischen sich die Spuren.

Unser Guide erklärt uns nebenbei interessante Details zu verschiedenen Pflanzen (giftig, nicht giftig, Heilpflanzen) und wir wissen jetzt, warum es auf La Palma nur kleine Eidechsen gibt (die großen werden/wurden gegessen).

Guide und Museum sind sehr zu empfehlen.

In Puntallana trinken wir Kaffee und Radler (zusammen 5€!), bevor wir hinunter zum Parkplatz der Playa Nogales fahren.

Ein schöner Weg mit über 300 Stufen führt um die Felsen herum hinunter zum Strand. Der Sand ist so heiß, dass ich mir die Fußsohlen verbrenne.

Ein schöner Tag geht mit einem weiteren Musik-Event zu Ende: auf der Plaza Santo Domingo gibt’s Latin-Musik mit Bands von allen Inseln. Laut, schnell und sehr gut besucht.

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