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Potsdam

Wir sind relativ früh wach. Gaby macht Kaffee, ich hole Brötchen. Nach dem Frühstück laufen wir ein wenig durch die Wilmersdorfer Str. – Gaby will sich was zum Anziehen kaufen, findet aber nichts.

Die Kinder sind kurz vor Mittag fertig, wir hasten zum Bahnhof – der Zug fährt uns aber leider vor der Nase weg. Eine halbe Stunde später kommt der nächste, was soll’s.

Decke der neu restaurierten Nikolaikirche - c 2013 Pit Aretz

In Potsdam laufen wir an der Nikolaikirche vorbei zum Holländischen Viertel, weiter zum Brandenburger Tor und über den Luisenplatz zum Schloss Sanssouci und durch den Park.

(Das kleine) Brandenburger Tor
Sanssouci - c 2013 Pit Aretz

Das vergoldete Teehaus und die römischen Bäder, an denen wir auf dem Weg zum Neuen Palais vorbeikommen, kannten wir noch nicht.

Teehaus - c 2013 Pit Aretz
Neues Palais - c 2013 Pit Aretz

Mit dem Bus fahren wir zurück zum Luisenplatz, machen bei Kaffee und Kuchen Pause im Wiener Kaffeehaus und fahren dann zurück. Die Kinder stöbern noch ein wenig in einem Billigkaufhaus herum, unser Fall ist es nicht.

Jetzt erst einmal einen Kaffee...

Gegen 19.30 Uhr kommen die Kinder vorbei, wir gehen zu Selig – einem der vielen authentischen Chinesen an der Kantstr. Spezialität: Selbstgemachte Nudeln. Jeder nimmt etwas anders, damit wir untereinander tauschen können. Lecker, mild bis scharf – der Service teilweise etwas überfordert.

Gleich gibt's Essen

Danach gemütlicher Abend mit Eis, Wein, Bier…

 

Potsdam: Alexandrowka, Belvedere, Holländisches Viertel, Biosphäre

Kurz vor 7.00 Uhr wachen wir auf und vertreiben uns die Zeit bis zum Frühstück mit  TV-Morgenmagazin und Duschen. Im Frühstücksraum muss man sich zunächst einen freien Tisch erkämpfen, es dauert bis der vollkommen verpeilte Kellner das alte Geschirr abgeräumt, neues gebracht und dann irgendwann den Kaffee bringt. Währenddessen haben wir noch ein paar Brötchen und ein wenig Aufschnitt ergattert – das Nachlegen beherrscht der Typ überhaupt nicht. Warum mögen wir nur keine Hotels??

Draußen ist es ungemütlich kühl und regnerisch.

Brandenburger Tor und Luisenplatz - c 2009 Pit Aretz

Mit dem Auto fahren wir nach Potsdam und parken im Luisenplatz-Parkhaus (7 €). Durchs Brandenburger Tor schlendern wir mit Schirm bewaffnet (bei Karstadt kaufen wir einen zweiten) durch Einkaufstraßen Richtung Platz der Einheit und vorbei an der Nikolai-Kirche und diversen Baustellen zum Bahnhof, um uns die 5-Tage-WelcomeCard zu kaufen (69 €).

Typisches Holzhaus in Alexandrowka - c 2009 Pit Aretz

Wir haben keinen Plan und machen deshalb die große Potsdam-Rundwanderung: Russische Kolonie Alexandrowka und Hlg. Alexander N.-Kirche, wo wir uns Ikonen anschauen und in den Spendentopf zahlen. Auf dem Weg zum Belvedere klart es auf und es wird sogar schön. Drei städtische Angestellte warten an der Kasse auf uns (7 €) – wir bleiben die einzigen Besucher.

Belvedere - c 2009 Pit Aretz

Das Belvedere und die schöne Aussicht über den Jungfernsee gefällt uns sehr gut , wir genießen ein wenig die Sonne und lassen uns Zeit.

Blick über den Jungfernsee - c 2009 Pit Aretz

Zurück geht es kreuz und quer durch Alexandrowka zurück, vorbei an der Stadtverwaltung, durchs Holländische Viertel, und irgenwann nach 3-4 kurzen Schauern sitzen wir in einem Cafe.

Zwischen zwei Schauern - c 2009 Pit Aretz

Nach einem großen Kaffee und Kuchen fahren wir zur Biosphäre (19 €) und lassen uns viel Zeit beim Bummeln durch das große Gebäude.

Biosphäre Tropenhaus - c 2009 Pit Aretz

Sehr schön, lohnenswert und vor allem warm (wir sind total durchgefroren): Abenteuer, Reptilien, Schmetterlinge, Vögel, Lerninseln, Regenwald, Unterseeboot mit Aquarien und zum Schluss ein schöner Sonnenuntergang.

Schmetterlingshaus - c 2009 Pit Aretz

Wir fahren zurück nach Golm, trödeln ein wenig rum und bekommen mächtig Hunger. Eigentlich waren wir auf „Selbstkochen“ im Aparthotel eingerichtet, jetzt gehen wir unten im Restaurant a la Carte essen. Auweh, der Verpeilte ist ja immer noch da!

Nach dem Essen noch ein kleiner Verdauungsspaziergang zur Bushaltestelle und zum Bahnhof Golm (ab morgen wollen wir unsere neue WelcomeCard nutzen) sitzen wir wieder im Zimmer. So ein Abend im Hotel ist schon recht langweilig, wenn man im Bett liegend Fernseh gucken muss, kein Buch dabei hat, kein Internet…nur noch ein paar Schokoriegel und Wein im Auto.

Aachen – Bielefeld – Potsdam

Gegen 9.30 Uhr fahren wir los und sind schon um 12 Uhr in Bielefeld. Dank Navi finden wir problemlos Jonas‘ und Pias neue Wohnung. Wir lassen uns zu einem Ikea-Besuch überreden – im Parkhaus schon kaum noch freie Plätze…

Irgendwann haben wir nichts Wichtiges gekauft. Da das Ikea-Restaurant bis auf den letzten Platz besetzt war essen wir noch etwas beim Chinesen um die Ecke, bevor wir Richtung Berlin aufbrechen.
Ich erinnere mich noch gut an das mulmige Gefühl damals beim Grenzübertritt in die DDr, heute erinnert das Zonengrenzmuseum bei Helmstedt daran , dass es hier einmal eine scharf bewachte Grenze gab.

Es wird schnell dunkel und es beginnt zu regnen. Irgendwo bei Havelland müssen wir die Autobahn verlassen und dann führt uns das Navi in vollkommener Dunkelheit durch eine nicht ausgeschilderte und finstere Gegend, über Straßen mit scharfen Kurven ohne Ankündigung und Straßen voller Schlaglöcher und dann stehen wir gegen 19.30 Uhr vor dem gebuchten Aparthotel in Potsdam Golm. Gottseidank. Im  Regen raus Richtung Rezeption – aber es gibt keine Rezeption, es gibt keinen Gast, aber eine offene Tür – und da klebt ein Briefumschlag an der Tür des Verwalters. Wegen Wasserschaden … haben wir sie umgebucht ins Landhotel Potsdam. Und wo ist das????

Gaby erinnert sich auf der Irrfahrt durch Golm ein Schild gesehen zu haben – stimmt. Um 20 Uhr haben wir unser Zimmer (nix mit WLAN, das gibts nur im Zimmer direkt über dem Chef, war ja klar). Zu Essen gibt es nichts mehr, zum Glück haben wir noch ein paar Brote und Käse. Die Gratisflasche Wasser steht auf dem Tisch.

Unsere Sitzecke im Landhotel

An der Rezeption holen wir uns diverse Berlin- und Potsdam-Infomaterialien und überlegen, was wir morgen machen wollen. Bei laufendem Fernseher schlafen wir in unserem großen und geräumigen Zimmer ein…