Autor: Pit Aretz (Seite 22 von 57)

Sorrento

Heiter, etwas dunstig, schwül, bis 25°

Lucia hat uns zum Frühstück einen luftigen Apfelkuchen auf den Tisch gestellt: Torta grandissima!

Auf dem Weg zum Hafen

Hafen mit Vesuv im Hintergrund

Mit dem 10 Uhr SITA-Bus fahren wir in ca. 90 Min. nach Sorrento. Wir laufen hinunter zum Hafen und essen am Anleger der Fähren nach Capri und Neapel die unterwegs gekauften Pizzabrote. Mit einem Aufzug (1 €) fahren wir wieder hinauf ins Zentrum und kommen an der Villa communale an.

Immer im Blick: Vesuv

In der Kirche San Francesco geht gerade eine Trauung zu Ende. Wir amüsieren uns über die grauenhafte Staffage der hauptsächlich Engländer, die sich zum Gratulieren einfinden, vielleicht ist es auch eine Theatergruppe in Kostümen aus den 70er Jahren. Überraschend entdecken wir dort dann aber den schönen Kreuzgang.

San Francesco: Kreuzgang

Etwas versteckt, aber sehr schön

Wir laufen durch viele bunte enge und geschäftige Gassen stadtauswärts und wollen eigentlich ein wenig wandern, verpassen aber irgendwie die richtige Straße und landen an der Marina Grande. Sehr bunt, schönes Flair, der Strand wirkt ein wenig schmuddelig. Schade, dass wir schon gegessen haben, in einem der vielen Fischrestaurants hätte man gut essen können.

Viele Türen, Tore und Durchfahrten

Buntes am Balkon

Bunte Gassen in der Altstadt: Nicht nur für Touristen

In einer Bar trinken wir  unser Bier, schauen dem Treiben im Hafen zu und wundern uns, was die beiden älteren Engländer neben uns verputzen: 1L Weißwein, 1 kg gegrillte Sardinen und 2 Mixed Salads – Wohl bekomm’s!

Fahrender Haushaltswaren-Laden

Marina Grande

Nette Restaurants, frischer Fisch

Note 1 für diese Terrasse

Über die Via Sopredemura laufen wir zurück zur Piazza Tasso, suchen in der Umgebung nach einer Bäckerei oder einem Cafe mit Süßem, finden aber nichts. Schließlich landen wir in einer Bar am Tasso, bestellen eine etwas überteuerte „Süßigkeit des Tages“ und Kaffee.

Piazza Torquato Tasso

Am Bankomaten vorbei gehen wir zurück zum Bahnhof und fahren mit dem SITA-Bus (kürzere Strecke) in 45 Min. nach Praiano zurück.

Ich kaufe noch ein wenig ein und mache zu den Restnudeln ein Kräuter-Tomaten-Sugo und Hähnchenbrust-Schnitzel. Natürlich schweben wieder die Mücken ein und machen sich über meine Knöchel her – man kann sich gar nicht schützen.

Bis nach 23 Uhr sitzen wir draußen, zum Abschluß gibt es noch ein Feuerwerk.

Sentiero degli Dei

Heiter, teilweise bedeckt, bis 25°

Wegen möglicher weiterer Ameisenangriffe muss ich heute das Frühstück machen – keine Ameise zu sehen. Der Himmel ist leicht bedeckt, die Sicht nicht so toll, wir wollen aber trotzdem die Götterwanderung machen.

Schöner Treppenweg hinauf nach Bomerano

Um 9.15 Uhr brechen wir auf. Zunächst über Treppen steil hinauf zur Via Constantinopolo oben in Praiano, dann weiter Richtung Colle La Serra und Bomerano. Der Weg ist durchgängig markiert und gut begehbar, teilweise geht es über Stufen, aber auch ein wenig durch Wald mit Schatten. Wir sind froh, dass es beim anstrengenden Aufstieg noch bedeckt ist, mächtig ins Schwitzen geraten wir trotzdem.

Blick auf Praia

Weingut

In den Weinbergen werden die Trauben gelesen – wir sehen unser erstes Muli!

Mulihilfe bei der Weinlese

Bis hinauf zur Via Pennino in Bomerano haben wir 600 HM hinter uns, es ist 11 Uhr. Ab jetzt geht es nur noch leicht auf und ab, vollkommen unanstrengend. Sehr schön sind die Ausblicke ins Tal und auf die Hänge, die schon herbstlich angehaucht sind.

Nicht zu übersehen

Schock am Abzweig Sentiero alto/basso! Eine Wandergruppe mit ca. 100 Teilnehmern und wir mittendrin. Überholen unmöglich. Immer wieder bleibt die Gruppe stehen, fotografiert sich oder das Meer – etwas nervig. Man muss mehr darauf achten dem Vordermann nicht in die Hacken zu laufen, als dass man den Ausblick genießen kann.

Ständig wird gestoppt

An einem Bauernhaus warten wir und lassen alle passieren. Schnell haben wir sie aber wieder eingeholt. Unter einer Felswand machen wir deshalb unsere Mittagspause, lassen uns Zeit und die Gruppe weit vorausgehen, setzen uns in die „Aussichtskanzel“ und genießen den Blick auf Positano und die Küste bis nach Capri, das leider im Dunst nur zu erahnen ist.

In der "Aussichtskanzel"

Herbstlich färben sich die Blätter

Blick bis Capri

Immer im Blick: Das Meer

Eine zweite Gruppe aus der Gegenrichtung lassen wir auch noch passieren, dann gehen wir weiter bis zur Abzweigung, wo der Sentiero alto auf den basso trifft und laufen etwas tiefer wieder zurück Richtung Pass. Auch von hier wunderschöne Blicke in die Tiefe und aufs Meer.

Convento von Praiano

Tief unten: San Gennaro in Vecchio Maggiore

Kurz vor dem Pass füllen wir an einer Wasserstelle unsere Flaschen auf und folgen einem steilen Treppenweg hinab nach Praiano.

Hier noch einmal alles auf einen Blick

San Luca

Oberhalb von Sant Luca kommen wir aus, nun nur noch ein „paar“ Treppen hinab. Kurz nach 15 Uhr sind wir wieder auf unserer Terrasse.

Duschen! Kalt! Joghurt und Trauben, Kaffee. Bis 17 Uhr bleibt es leicht bedeckt. Ich lese im Liegestuhl und merke nicht, wie die Mücken sich über meine Beine hermachen – kann mich nicht daran erinnern, jemals so viele Stiche gehabt zu haben.

Um 19 Uhr haben wir im Piraten eine Tisch bestellt. Wir haben Hunger und sind pünktlich. Bei Kerzenlicht sitzen wir direkt am Meer, es ist wärmer als gedacht und windstill, sehr schön; allerdings kann man bei Kerzenlicht nicht so genau erkennen, was auf dem Teller liegt.

Wir bestellen Risotto alla pescatore, Spaghetti cacio et pepe, Pesce al forno und Filetto pepe verde. Dazu Prosecco, Rosé, Bier und zum Schluß Eis (Zitrone!!!) und Caprese cioccolata. Preise italienisch.

Bis 23 Uhr sitzen wir draußen, alle um uns herum sind schon lange im Haus oder im Bett.

La Dolce Vita

Sonne, bis 26°, schwül und dunstig

Gaby ist als erste auf: Ein Schrei, Geschimpfe und Fluchen. 1 Mio. Ameisen versuchen gerade die Kartoffeln aus der Pfanne in ihren Bau zu transportieren. Kartoffeln samt Pfanne fliegen in den Müll. Dann stolpert sie und holt sich noch ein paar weitere blaue Flecken zu ihren neuen Mückenstichen – es reicht. Bis Mittag ist sie nicht mehr ansprechbar.

Auf dem Wasser´immer was los

Ich streue etwas später eine Giftsperre, schlagartig gibt es keine Ameisen mehr und wer versucht durchzukommen liegt tot vor dem Schrank. Das Ganze ist ein guter Grund ein wenig aufzuräumen und zu putzen. Wir wollen heute nichts unternehmen, es ist zu dunstig und zu schwül.

Mehr will Gaby heute nicht mehr

Während Gaby liest, kaufe ich etwas ein und mache zu Mittag Panini. Wir liegen auf der Terrasse, trinken Kaffee und versuchen uns die Mücken vom Hals zu halten.

Im Supermarkt finden wir am Nachmittag endlich Autan!! Die letzten Tage sind gerettet, zumal wir das Ameisenproblem offensichtlich beseitigt haben.

Täglich frischer Fisch direkt aus dem Meer

Auf einen Aperitif im Il Pirata

Wir gehen hinunter zur Marina. In der Trattoria will uns niemand bedienen oder hat anderes zu tun. Im „Il Pirata“ ist es auch sehr viel schöner, auf Bier und Aperol müssen wir nicht lange warten. Dazu gibt es geröstetes Brot und salziges Popcorn. Die Speisekarte sieht gut aus, für morgen abend reservieren wir einen Tisch.

Zuhause gibt es heute Maishühnchenbrust geschnetzelt al Arrabiata mit Nudeln und French Salad. Wir essen draußen.

Bis nach 23 Uhr sitzen wir draußen bei Tavernello Rosé. Der noch volle Mond erscheint täglich später, unsere feiernden Nachbarn beklatschen sein Erscheinen lautstark, länger draußen waren aber wir.

Capri

Sonne, kein Wind, bis 26°

Schlecht geschlafen, die letzten Acyclovir gehen auf Magen und Darm. Wir stehen um 7 Uhr auf, die Sonne ist gerade aufgegangen.

Sonnenaufgang

Kurz nach 8 Uhr laufen wir hinunter zur Marina und sind natürlich viel zu früh – man weiß ja nie. Dabei sollte man den Italienern einfach trauen: Sie sind pünktlich! 25 verschiedene Anbieter von Capri- und anderen Schiffstouren legen hier am „Kai“ an und bringen oder holen Gäste.

Wir sind nicht die einzigen, die warten

Um kurz vor 9 erscheint wie verabredet unser Wassertaxi. Mit ziemlich Speed fegt das Schlauchboot gen Positano, unterwegs nehmen wir in Vecchio noch zwei amerikanische Ehepaare an Bord.

Geht's uns gut

Auf einem wackeligen Steg in Positano bezahlen wir unser Ticket und steigen um auf unsere Yacht. Mit einem weiteren amerikanischen Paar sind wir nun 8 Personen plus Capitano Paolo.

Positano

Nerano

Unsere Yacht

Punta Campanello

Gemütlich fahren wir nah an der Steilküste entlang, halten an ein paar Grotten, hören uns Geschichten zu jeder Madonna unterwegs an, passieren die kleine Insel Scoglio Isca und das Fischerdorf Nerano und fahren an der Punta Campanello hinüber nach Capri.

Die Umrundung beginnt unterhalb der Grotta di Tiberio, es geht weiter zur Grotta Bianca, vorbei am Arco naturale (von unten weniger spektakulär), an der Villa Malaparte und der azurblauen Grotta Massuto.

Grotta Massuto

Da geht's durch und dann schwimmen

Nach Durchfahren der Faraglione-Felsen ankern wir und gehen schwimmen. Wunderbares Wasser. Paolo bereitet derweil den Aperitif vor: Wein, Wasser, Cola, Käse, Oliven, Cracker, Chips. Es gibt genügend Handtücher an Bord und sogar eine Süßwasserdusche !

Andrang vor der Grotte

Während wir uns über den Aperitif hermachen geht es in flotter Fahrt weiter um Capri herum, vorbei am Leuchtturm von Punta Carena und natürlich der Blauen Grotte (hier zeigt aber niemand Interesse an einem 13-€-Sonderbesuch). Gegen 11.30 Uhr laufen wir in die Marina Grande ein und einigen uns auf 16 Uhr Abfahrt.

Einlaufen in die Marina Grande

Den Fisch esse ich grundsätzlich frisch

Wir laufen über eine Treppenweg hinauf nach Capri-Stadt, wo uns dutzende Bedienstete in ihre Restaurants und Cafes locken wollen. Hier herrscht Betrieb wie auf der Kirmes. Unzählige Besuchergruppen mit irgendeinem Anführer mit buntem Fähnchen schieben sich an uns vorbei oder rotten sich zusammen. Wir fliehen und wandern durch schmale Gassen vorbei an schönen Häusern und gepflegten Gärten hinauf zur Villa Jovis, den Ruinen des Kaiserpalastes/Sommersitzes von Tiberius. Punkt 13 Uhr sind wir oben, ab 13 Uhr ist allerdings auch geschlossen – jeden Tag, was aber nirgendwo steht und stand.

Villa Jovis - Tiberios Ruinen

Man lässt uns aber netterweise noch hinein bei vollem Eintritt (2 €).

Den Prunk kann man sich nicht so recht vorstellen, imposant sind die Ruinen aber allemal und der Blick hinunter aufs Meer und zum Festland toll.

Blick bis zum Vesuv

Mittelmeer vor Capri

Über einen ungewohnt abenteuerlichen Wanderweg geht es hinüber zur Villa Fersen, die wir uns aber nicht anschauen, sehr ungepflegt und unspektakulär. Wir gehen zurück und schauen kurz in die schlichte Kirche San Michele la Croce (aussen 220V-Leitungen mit offenen unisolierten Lüsterklemmen, an denen ungesichert die komplette Kirchenaussenbeleuchtung und Lampionketten hängen).

An einer Bar machen wir Mittagspause: Peroni alla spina, Panini und Kaffee. Gestärkt laufen wir danach noch ein Stück weiter bis zum Panorama oberhalb der Villa Malaparte. Auf dem gleichen Weg geht es zurück zum Hafen, wo immer noch ständig neue Besucher anlanden oder abgeholt werden.

Touristen kommen und gehen

Kurz nach 16 Uhr legen wir ab und fahren in flotter Fahrt bis zur privaten Inselgruppe Li Galli, wo wir noch Paolos Limoncello probieren dürfen.

Li Galli

Li Galli 2

Die Sonne geht langsam unter als wir uns Positano nähern und vom Wasser aus wird besonders deutlich, was Steinbeck mit „senkrechter Stadt“ meinte.

Die senkrechte Stadt

Positano im Abendlicht - wunderschön

Am Pier steigen wir um auf unser Taxiboot, das uns nach Praia zurückbringt, wo wir gegen 18 Uhr ankommen. Wir sind ziemlich groggy, ich habe mir einen kleinen Sonnenbrand eingefangen. Das Schaukeln des Bootes macht sich noch eine ganze Weile im Kopf bemerkbar.

Es gibt heute Spaghetti cacio et pepe mit Salat und Aprikosenjoghurt und Tavernello auf der Terrasse. Um 22.30 Uhr gehen wir ins Bett und schlafen sofort ein.

Positano

Sonne, kein Wind, bis 26°

Zum Frühstück gibt es heute die Bratkartoffeln mit Spiegelei und Speck, die eigentlich für gestern abend bestimmt waren. Schon wieder ist es sehr warm bereits um 8 Uhr.

Mit dem Interno fahren wir nach Positano, der statt 25 heute 60 Min. braucht. Auf den Straßen ist es unglaublich voll, in den Orten muss der Verkehr geregelt werden. Die Busse dürfen nur blockweise passieren. Unser Bus nutzt die Wartezeit, um aufzutanken und nach dem Grund für das Nichtschließen der Tür zu suchen. Wir haben ja Zeit.

Positano vormittags

Mit 1000 anderen Touristen schieben wir uns durch die Gassen von Positano zur Kirche Santa Maria Assunta mit dem sehr schönen schlichten Vorplatz. Drinnen probt ein amerikanisches Paar seine Trauung.

Schweinchen Schlau:
Vielleicht gibt es hier so viele Amerikaner, weil in der Mitte des 19. Jh. die Hälfte der positanischen Bevölkerung nach Amerika auswanderte. Nach 1950 wurde Positano aber plötzlich touristisch interessant. John Steinbeck beschrieb es in Harpers Bazaar so:  „Positano bites deep. It is a dream place that isn’t quite real when you are there and becomes beckoningly real after you have gone.“ („Positano geht unter die Haut. Es wirkt nicht real, wenn du dort bist und es wird verlockend real, wenn du gegangen bist.“)

Eines der vielen Hotels

Wir schlendern weiter zum Strand und entschließen uns, morgen eine „private Bootsfahrt“ nach Capri zu buchen inkl. Taxiboot von Praia aus (60 € bei Lucibello).

Positano: Kai

Man könnte auch überwacht baden

Am Strand essen wir ein Eis, kaufen Kuchen für heute nachmittag und etwas zu essen, heben Geld ab und fahren kurz nach 13 Uhr wieder zurück. Positano ist der Touristenmagnet. John Steinbeck bezeichnete Positano als „den einzigen senkrechten Ort der Welt“., wie wahr. Quasi an den steilen Fels geklebt ist ein Haus mit anderen verschachtelt, auf-und ineinandergebaut, verbunden durch Treppen, Gassen, Bögen.

Positano: Chiesa Nuova

Zu Hause machen wir uns unsere eigenen Panini aus Speckbrötchen mit Salat, Sardellen, Käse und Tomaten. Bis zum Kaffee mit Apfel-Mandel- und Zitronenkuchen Terrasse, Sonnenliege, Sonne, Relaxen. Danach sonnen, liegen, lesen, Wanderrouten suchen.

Wir kochen natürlich heute auch noch: Kartoffeln, jungen Möhren, panierte Schnitzel, dazu Bier.

Der Mond geht orangerot auf und leuchtet wieder wunderschön über dem Meer.

Vollmond

Ravello, Atrani, Amalfi

Sonne, bis 27°

8 Uhr sind wir auf, der Rücken will auch nicht länger liegen. Lucia bringt uns zum Frühstück noch lauwarmen Zitronenkuchen, danke!

Der 9.45 Uhr Bus fährt einfach an uns vorbei – gerammelt voll. In der unglaublich warmen Sonne warten wir auf den nächsten, der uns nach Amalfi mitnimmt, natürlich müssen wir wieder stehen. Gedränge und Geschubse, jeder will mit dem kleineren Bus nach Ravello noch mitfahren. Wir steigen mit anderen einfach hinten ein, noch während Fahrgäste aussteigen. Der Fahrer ist etwas verwirrt und weiß nicht so recht, wie er die Eindringlinge wieder los wird – er resigniert und fährt los. Wir haben sogar einen Sitzplatz an der Sonnenseite und deshalb wird es auf der Fahrt hinauf nach Ravello auch immer besonders warm, wenn der Bus anhält oder vor der Ampel wartet :-(.

Piazza Vescovado - Ravello

Dom - Ravello

Wir steigen am Stadtpark aus, laufen durch den Tunnel zur Piazza Vescovado und besichtigen den wunderbar schlichten Dom mit seiner sehr schönen Kanzel.

Kanzel im Dom

Löwenkopf - Kanzeldetail

Villa Rufolo - Kreuzgang, Detail

Villa Rufolo - Kreuzgang

Gegenüber geht es in den Palazzo Rufolo (Eintritt 5 €) mit Park, Museum und Ausstellungen, u.a. des Künstlers Wang Guangyi.

Wang Guangyi

Leider blüht im Garten kaum noch etwas.

Herbst im Garten der Villa Rufolo

Villa Rufolo: Gartenkunst

Villa Rufolo: Den Ausblick kennt fast jeder...

Hinter San Francesco, wo wir den Kreuzgang mit einer anderen Ausstellung besuchen,  finden wir eine nette Pizzeria mit großem Garten, wo wir im Schatten zu Mittag essen.

Salute mit Peroni

Bis zur Villa Cimbrone ist es nicht mehr weit (7 € Eintritt). Es wirkt alles ein wenig heruntergekommen und vernachlässigt, leider blühen auch nur noch ein paar Rosen. Aber der Park und die Villa sind ja eh nur Fake.

Eingang zur Villa Cimbrone

Fake, aber gut gemacht

Sehr schön  ist allerdings der Blick in die Unendlichkeit!

Infinty!

Noch ein schöner Blick

Wir biegen kurz vor bzw. hinter der Villa Cimbrone ab in einen steilen Treppenweg und kämpfen uns Stufen über Stufen 300 Höhenmeter hinab nach Atrani. Alles ist bestens beschildert, verlaufen kann man sich nicht.

Treppen, Treppen, Treppen...

Plötzlich kommt Atrani ins Blickfeld

Und plötzlich Atrani...

Auf dem Dorfplatz im Schatten kleine Verschnaufpause mit Milkshake und Kaffee. Durch ein Labyrinth von Gängen und Treppen geht es weiter nach Amalfi und zum Dom.

Gassen; Gänge, Durchlässe

Und noch einmal Atrani von der anderen Seite

Wir besichtigen (3 €) den Kreuzgang, die alte Basilika mit Museum, die sehr barocke Krypta und den jetzt auch sehr barocken Dom, ein wenig zu überladen und übertrieben, aber Barock gefällt uns eh nicht.

Dom Amalfi: Kreuzgang

Details der alten Basilika mit Fresken

Deckendetail der Krypta: Was essen die da?

Noch einmal der Dom mit Treppe

Langsam wird es dunkel

Bevor wir nach Hause fahren kaufen wir noch etwas ein. Der SITA-Bus hält aber schon wieder nicht vorm Tunnel, sondern erst bei Guercio. Wir warten auf den Interno, der zu spät ist. Mit dem Praiano-Positano-Interno fahren wir zurück zum Rathaus – Komfort wie ein Baufahrzeug, keine Federung, komplett verschrammt.

Beim Kochen bzw. Duschen ist plötzlich das Gas weg – ok, dann kalt duschen und nur einen Tomaten-Mais-Thunfisch-Salat.

Wir sitzen bei Vollmond und ZARA-Wölkchen wieder bis Mitternacht auf der Terrasse, Lucia schaltet beim Heimkommen auf die 2. Gasflasche um und fertig.

Praia, Fiordo, Sant‘ Elia

Sonne, bis 26°

Blick Richtung Fiordo

Um 8 Uhr sind wir auf, mein Rücken macht sich bemerkbar bzw. die harten Federn, die sich in eben jenen bohren. Das zusätzliche „Kuschelkissen“ war eine gute Idee, meine Arme und Finger sind nicht mehr wie bisher nachts eingeschlafen. Wir frühstücken draußen.

Lucia bringt uns unsere Ausweise und zeigt sich schockiert angesichts der Mückenbeulen. Sie bringt uns alles was sie zur Bekämpfung hat: Räucherspiralen mit Zitronella, Vaporisator, Giftplättchen und ruft gleich ihre Tochter an, die Gaby nachmittags zum Arzt begleiten soll.

Hinab zur Uferstraße

Kleine Häuslebauer gibt es hier öfter...

Wir gehen gegen 10 Uhr gemütlich hinunter zur Uferstraße und folgen dieser von Marina di Praia bis zum Fiordo, den wir gestern auf der Rückfahrt entdeckt hatten. Immer wieder gibt es Neues und neue Perspektiven zu entdecken.

Marina di Praia mit Turm

Da würde man jetzt auch gerne liegen...

5 mm Platz reichen dem Busfahrer

Fiordo im Schatten

Der Fiordo liegt noch im Schatten. Wir steigen in praller Sonne über 1000 Stufen den Sentiero delle Volpe pescatrice hinauf nach Sant‘ Elia, wo wir gegen Mittag ankommen.

Blick von Sant' Elia auf Praiano

Weiter geht es über den Sentiero dell’Agave in fiore schmal und ungesichert quer durch einen Steilhang leicht hinab bis zu einem Abzweig nach Bomerano bzw. Praia oder Praiano.
Zunächst eben, dann über steile Treppen zur Kirche und noch einmal über steile Treppen zum Rathaus laufen wir zurück zur Wohnung. Der Weg ist nicht immer deutlich, aber deutlich mit Pfeilen markiert.

Wir sind total verschwitzt und staubig und müssen erst einmal duschen. Danach gibt es Salat, später Kaffee, Plätzchen und Relaxen auf der Liege.

Um 15 Uhr kommt Anna und fährt mit Gaby zum Arzt, der nicht glauben wollte, dass die Blasen von Mücken stammen sollen. Er verschreibt Kortison und eine antibiotische Salbe, nimmt für die Behandlung selbst aber kein Geld.

Die Apotheke ist in Vecchio. In der Bar trinken wir perfekt gekühltes Peroni alle spina (sehr lecker!) und schauen dabei auf das Meer und die Inseln im Gegenlicht.

Meer im Gegenlicht

Auf dem Rückweg erkunden wir, was es sonst noch an Geschäften in der Umgebung gibt – sehr überschaubar. Wir kochen mit dem, was es eben gerade dort gibt: Kartoffeln in Zwiebel-Zucchini-Rahmsoße und paniertes Was-auch-immer.

Vollmond über dem Meer

Abends wickeln wir uns ein und schauen im Rauch der Räucherspirale auf das Vollmond-beschienene Meer, natürlich gibt es auch wieder unseren Hauswein. Wie herrlich ruhig es hier ist merkt man pötzlich, als das Hotel unten seine Entlüftung abschaltet…

Amalfi: Valle dei Mulini

Sonne, ab und zu eine Wolke, bis 26°

Mit dem 10.15 Uhr SITA-Bus fahren wir nach Amalfi. Unerwartet viele Touristen, wir bekommen nur noch Stehplätze, was angesichts der akrobatischen Fahrweise der Fahrer in eine Kraftübung ausartet.

Dom

Auch Amalfi ist schon voller Touristen, alle Plätze vor dem Dom sind besetzt, die Schnickschnackläden voller Kunden.

"Laubengang" in Amalfi

Wir halten uns nicht lange auf, sondern laufen durch die schmalen Laubengänge Richtung Papiermühlen, biegen dort ab und steigen über Treppenwege hinauf ins Tal der alten Papiermühlen, von denen noch einige Ruinen stehen.

Treppenweg hinauf ins Valle

Ruinen einer Papiermühle

Unterwegs viele Eidechsen, einige Schmetterlinge, Wasserfälle und viele blühende Veilchen.

Viele Eidechsen

Viele "Alpen"veilchen

Mittlerweile ist es schon wieder so warm, dass man sich über Schatten freut. In einem Tal an einem Wasserfall machen wir eine kleine Pause, dann geht es weiter über einen gut gepflasterten Treppenweg nach Pontone (unterwegs schöne Ausblicke auf Amalfi), das wir durch die alte Porta Occidentale betreten.

Blick auf Amalfi

Porta Occidentale in Pontone

Im Cafe vor der Kirche San Lorenzo bestellen wir uns Panini und echte Limonade, die jeder nach Geschmack nachsüßen muss.

Alter Treppenweg hinab nach Amalfi

Amalfis Dom

Amalfi ist immer noch voller Touristen

Über Treppen geht es steil hinab nach Amalfi und zum Busparkplatz. Wieder stehend fahren wir zurück nach Praiano. Der Bus hält aber nicht an unserer Haltestelle, sondern fährt einfach bis zur nächsten durch, wir müssen von Vecchio über die Via Marconi und den Friedhof zurück laufen.

Ziemlich groggy relaxen wir auf unserer Terrasse. Die Mücken sind schon wieder aktiv und stechen zu. Gaby verzieht sich ins Haus und lässt sich draußen nicht mehr blicken. Ihre Stiche sind dick angeschwollen, das Fingergelenk lässt sich nicht mehr beugen. Vorsichtshalber suche ich nach einem Arzt, kann ihn an der angegebenen Adresse aber nicht finden. Unterwegs kaufe ich noch etwas ein.

Mückenfinger

Durchmesser ca. 8 mm

Ich lese draußen Reiseinfos und bin gegen Abend komplett am Fuß und Knöchel zerstochen. Zum Glück juckt es bei mir nur kurz.

Zu Essen gibt es heute (drinnen) Reste von gestern und Salat.

Ich wickle mich in mein Badelaken und liege bis 22 Uhr draußen auf der Liege. Im Hintergrund Wetterleuchten und Blitze über dem Berg, kurz danach fällt in Praiano komplett der Strom aus.

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