Autor: Pit Aretz (Seite 41 von 56)

Presqu’ile de Plougrescant

Morgens bedeckt, ab Mittag zunehmend heiter bis meist sonnig, ab und zu ein paar Wolken, trocken bis 24°, kaum windig.

Bei noch bedecktem Himmel fahren wir gegen 10 Uhr über Pleubian, Treguier und Plougrescant zum kleinen Hafen Pors-Hir, wo wir parken und Tour 15 aus dem Rother Wanderführer „Bretagne“ starten.

Pors Hir - c 2011 Pit Aretz

Bei Ebbe folgen wir im Uhrzeigersinn dem GR 34 bis hinunter zur Zone Marecole. Man sieht die Boote auf dem Schlick liegen, im Hintergrund die vielen kleinen Inselchen; ein paar Leute suchen Krebse oder pflücken Brombeeren.

Peche a pied - c 2011 Pit Aretz

Ab der Austern“fabrik“ geht es quer über die Halbinsel (etwas langweilig) über Teerstraßen durch Ackerlandschaft, vorbei an ein paar Häusern und Wiesen. Dank Navi finden wir den richtigen Weg zum Porz Scaff an der Westseite.

Ebbe in Porz Scaff - c 2011 Pit Aretz

Die Sonne scheint, wunderbar blaues Wasser und rote Felsen. Wir machen Mittagspause und verputzen unsere Brote.

Geht's uns gut..

Weiter geht es den schönsten Teil der Wanderung entlang des GR 34 hinauf zum Haus zwischen zwei Felsen und zum Gouffre. Nach einem kleinen Abstecher zum Pointe du Chateau sind wir wieder am Hafen und Parkplatz.

Atemraubende Felsformationen - c 2011 Pit Aretz

Haus zwischen zwei Felsen - c 2011 Pit Aretz

Einer der vielen schönen Buchten - c 2011 Pit Aretz

Im Schlepptau - c 2011 Pit Aretz

(12.5 km – 2h45 / 1h05 Pausen)

Auf dem Rückweg kaufen wir in Pleubian ein und essen zum Kaffee den ganzen bretonischen Pflaumenkuchen. (Matthes: “Und was ist mit der zweiten Hälfte? Hat jemand was dagegen, wenn das auch noch weggeht?“. )

Während die anderen im Garten auf der Liege pausieren, fahre ich mit dem Bike durch die Gegend – eigentlich wollte ich den VTT-Track entlang fahren, aber an jeder zweiten Abzweigung fehlt ein Hinweis – ich fahre nach Nase: Vorbei am Sillon Noir und Talbert zum Port La Chaine, über St. Antoine nach Pleubian (Geld am Bankomaten holen), weiter über Lanmodez zum Strand (leider wieder kein Wasser) und zurück (ca. 25 km in gut einer Stunde mit immerhin 190 HM).

Pleubian Kirche - c 2011 Pit Aretz

Zum Abendessen gibt’s jede Menge Fisch mit Kartoffelbrei und Salat. Nach den Nachrichten 2 Runden Romme und Palaver – es ist schon wieder 0.35 Uhr.

Île de Bréhat

Heiter bis meist sonnig, ab und zu ein paar Wolken, trocken bis 22° (gefühlt aber wärmer), windig.

Nach dem Frühstück über Lezardrieux und Paimpol zur Pointe de l’Arcouest, von wo aus die Boote zur Insel Brehat abfahren. Wir wollen unsere Hinfahrt mit einer Inselumrundung (Dauer ca. 45 Min.) kombinieren. Gegen 10.30 Uhr legen wir ab und bei kräftigem Wellengang und ziemlich starkem Wind fahren wir um die Insel herum, im Norden schaukelt das Boot ziemlich stark; man muss sich gut festhalten, wenn man nicht hinfallen will.

Umrundung der Ile de Brehat - c 2011 Pit Aretz

Die Fahrt lohnt sich unbedingt! Die Sonne scheint und lässt die Felsen in unterschiedlichen Farben leuchten. Eine knappe Stunde später legt das Boot in Port-Clos an.

Hafeneinfahrt Port Close - c 2011 Pit Aretz

Vom Hafen aus wandern wir zur auf einem Felsen gelegenen Chapelle Saint-Michel, machen einen Abstecher zum Strand von Pen ar Bout und picknicken am Fuß der Kapelle.

Blick von der Kapelle aus - c 2011 Pit Aretz

Weiter geht’s Richtung Nordinsel über die Pont Vauban. Wir biegen kurz vor dem Semaphore ab zum Phare du Paon, der ganz im Norden liegt.

Le Gouffre unterhalb des Leuchtturms - c 2011 Pit Aretz

Auf Brehat gibt es viele nette kleine, bunte, mit Blumen geschmückte Häuser, schmale Gassen mit Steinmauern oder Hecken – es hat was von Liliput. Palmen, Eukalytus, Blumen, vor allem Hortensien und Agapanthes, sogar Kühe, keine Autos (ausser Traktoren), den typischen Handkarren zum Transport und Fahrräder – davon aber jede Menge.

Am Leuchtturm leuchten die Felsen in wunderschönen Rottönen, der Wind treibt mir die Gischt ins Gesicht.

Jetzt ins "Paradis" Crepes essen...

Unterhalb des Leuchtturms gibt es das „Paradies“, wo wir im Blumengarten Kaffee trinken und Crepes mit selbst gemachtem Pflaumenmus essen.

Gegen 16.30 Uhr sind wir wieder im Hafen und eine Viertel Stunde später fahren wir wieder zurück zur Pointe de l’Arcouest.

Weitere Informationen:

In Ploubazlanec kaufen wir schnell etwas ein, stehen danach kurz in einem Stau durch Paimpol, finden aber die Abkürzung und sind um kurz nach 18 Uhr wieder in L’Armor.

Eine Stunde später ist das Essen fertig: Hacksteaks, Bohnen, Kartoffeln, Salat.

Jetzt sind alle ziemlich platt, das Gesicht brennt von der Sonne und dem Wind und das Bier macht uns etwas schläfrig.   

Nach den Nachrichten mit gutem Wetterbericht spielen wir 2 Runden Romme und nach ein bisschen Quatschen mit Erdnüssen und Rose ist es auch schon wieder 0.15 Uhr.

Sillon de Talbert

Heiter bis sonnig, ab und zu ein paar Wolken, trocken bis 21° (gefühlt aber wärmer)

Blick aus dem Schlafzimmerfenster

Nach dem Frühstück brechen wir gegen 10 Uhr auf zum „Strand“. Es ist Ebbe und nirgendwo ist Wasser zu sehen.

Wieder mal Ebbe...

Erst am Beginn des Sillon de Talbert, einem 3 km langen Sand-Kiesstreifen, der weit ins Meer hinein ragt, kann man das Meer sehen. Wir wandern bis ans Ende des Sillon, wo sich langsam die Flut bemerkbar macht, das Wasser steigt.

Phare "Le Heaux de Brehat" vom Endpunkt des Sillon - c 2011 Pit Aretz

Kiespiste des Sillon de Talbert - c 2011 Pit Aretz

Der Rückweg fühlt sich länger an als gedacht, das Gehen auf dem Kies strengt an und nervt nach einiger Zeit. Unterwegs nur hier brütende Vögel, die immer wieder kurz vor einem hochfliegen, ohne dass man sie gesehen hat: Le Grand Gravelot.

Gut getarnt zwischen den Kieseln, der Gravelot (Foto: J. Houron)

Es zeigen sich nun einige dunkle Wolken, wir gehen zurück und sparen uns den längeren Rückweg entlang des GR 34.

Nach 3 Stunden Wandern haben wir Hunger, Matthes lässt sich überreden und backt uns Apfel-Pfannkuchen. Mittlerweile scheint die Sonne wieder.

Ich fahre mit dem Fahrrad Richtung Pen Lan und dann hinter unserem Garten am Meer entlang und hinauf zum Aussichtspunkt Creac’h Maout.

Sillon Noir - c 2011 Pit Aretz

Zurück wieder hinunter zum Strand von Pors Rand und über den GR 34 am Meer entlang über Pen Vir und Pen Lan wieder zurück (ca. 12 km in 45 Min.). Es gibt kaum eine bessere Möglichkeit die Gegend zu erkunden als mit dem MTB!

Weitere Informationen zum Sillon von Reserves Naturelles

Der Rest der Bande liegt im Garten in der Sonne, die sich sehr viel wärmer anfühlt als gedacht.

Jeder pröddelt noch etwas vor sich hin, wir versuchen uns mit Kaffee wach zu halten.

Ab und zu nieselt es kurz, gegen 19 Uhr gibt’s was zu essen (Naturreis, Hähnchenbrustfilets, Salat, Erdbeerjoghurts).

Nach den 20 Uhr-Nachrichten machen wir noch eine kleine Runde hinunter zum „Hafen“ Pen Lan: Wo heute Mittag noch Meer war, ist jetzt nur Schlick, die Boote liegen auf dem Trockenen.

Gegen 22 Uhr sind wir wieder zu Hause und auch heute wird es wieder später als 0 Uhr.

Anfahrt L’Armor-Pleubian

Abfahrt 6:23 – Ankunft  ca. 18:00

Übles Wetter auf der Hinfahrt – grau, regnerisch, selten trocken – 18°.
In Pleubian heiter und klar.

Das Aufschnallen der Fahrräder auf den Heckträger gestaltet sich etwas schwieriger als gedacht. Gabys neues Fahrrad will nicht so recht passen. Ich muss es etwas nach oben zeigend einhängen und zusätzlich meinen Lenker verstellen.

Die Fahrt durch Belgien verläuft ohne Probleme. Irgendwo in Frankreich machen wir unsere einzige Pause bei grauem Himmel und 14°.

Himmel grau - c 2011 Pit Aretz

Danach wird es nicht nur regnerisch, ab Le Havre stehen wir in mindestens 5 Staus und verlieren eine Menge Zeit. An den Nationalstraßen in der Bretagne gibt es keine Tankstellen, man muss irgendwo abfahren und eine Station suchen, was uns zum Glück vor einem weiteren Stau gelingt.

Barbara und Matthes sind vor uns in L’Armor und finden auch das Haus des Vermieters. Frau C. bringt die beiden dann zum Ferienhaus. Wir hängen noch hinter einem Traktor fest, kommen aber mit dem Vermieter zusammen am Haus an

Unser Gite - Pit Aretz c 2011

Monsieur zeigt uns auch den hintersten Winkel des Gartens, des Hauses nebst Garage, erklärt uns jedes Programm am TV und legt sogar noch eine DVD ein. Nach ausführlicher Einweisung in einem Sprachgemisch aus vielen europäischen Sprachen (außer Deutsch) können wir gut eine Stunde später unseren Kaffee trinken.

Das Haus ist sehr sauber mit einem riesigen Garten und ausreichend Platz – das Kinderzimmer wäre noch frei.

Den letzten Sou haben wir hier nicht versoffen....

Da das Wetter sehr schön ist, gehen wir zu Fuß ins „Dorf“ noch etwas einkaufen. Das Angebot ist sehr überschaubar. In vielen Gärten blühende Hortensien, blaue Agapanthen (wenn sie denn so heißen – die blauen Lilien) und Stockrosen.

Zu Hause verspeisen wir Matthes Kartoffelsalat und die restlichen Brote in der Abendsonne auf unserer Terrasse.

Abendessen und dazu noch Sonne

Ein bisschen Quatschen, ein paar Gläschen Wein und eine Dose Cashewkerne und schon ist Zeit zum Schlafengehen – 0:15 Uhr. Es reicht für heute.

Rückfahrt

8.15 Uhr Kontrolle durch den Hausmeister,  Abfahrt 10 Min. später. Fahrt problemlos, stellenweise Nebel.

Vor dem Tunnel in Lyon ein kleiner Stau, ein zweiter kurz vor Luxemburg.

Lynn kurz vor Nancy

Lynn löst mich zwischendurch ab. In Matelange tanken wir noch einmal für 1.34 €/L voll und Punkt 18 Uhr sind wir wieder zu Hause (953 km).

Gaudre de Bovis bei St. Remy-de-Provence

Unterschiedlich bewölkt, bis 21°

In der Nacht hat es kräftig geregnet, jetzt ist die Schwüle weg.

Nach dem Frühstück fahren wir die D27 über Les Baux ins Vallon d’Estienne, wo wir an der Santonhütte parken.

Lynn's Schuhe machen Bekanntschaft mit dem Gaudre

Nach einem kurzen Stück GR6 biegen wir ab und laufen durch lichten Wald mehr oder weniger mit dem Gaudre de Valmouirane hinunter zum Canal des Alpilles Branche de St. Gabriel, an dem wir ein Stück entlanglaufen.

„gaudres = cours d’eau artificiels ou naturels, dans ce cas souvent temporaires“   

Die Gaudres (provencalisches Wort) leiten Regenwasser in die Bewässerungskanäle und sind Teile eines uralten Bewässerungssystems. Da es in den Alpilles keine natürlichen Flüsse und Bäche gibt, musste immer schon Wasser herangeführt, gespeichert und verteilt werden.

Olivenhaine und ein paar nette Häuschen sind zu sehen.

Hinter einem Anwesen biegen wir am Gaudre de Marchandon links ab in eine Forststraße und folgen ihr leicht bergan zu La Lèque und weiter hinauf Richtung Quatre Cantons. Sehr schön das Stück weiter oben zwischen den Felsen, (diesige) Sicht bis nach Avignon und zum Caume.

In der Ferne hören wir Gewittergrollen, bei uns hält sich das Wetter noch.
Für die 9km lange Strecke haben wir knapp 2 Std. gebraucht, 170 HM waren nicht sehr anstrengend.

GPS und Streckenbeschreibung hier
Wir sitzen zu Hause und lesen, trinken Kaffee und essen mit Nutella beschmierte süße Brötchen. Die Gewitter ziehen an uns vorbei. Jetzt scheint wieder die Sonne.

Draußen essen (Salat „Chevre chaud“, Prinzesskartoffeln, Minutensteak im Speckmantel, Zucchini-Sahne-Gemüse, Vanille-Rhabarber-Creme) und in den Sonnenuntergang schauen. Morgen geht es nach Hause 🙁

Sachen packen...

Während Gaby (nach katastrophalem Blitzende beim Romme) ihr Buch zu Ende liest (wir vermuten, dass sie deshalb bewusst verloren hat…), schauen Lynn und ich SIGNATURE, den 3. und 4. Teil einer franz. Krimiserie. Mit eingeblendeten Untertiteln verstehen wir sogar, worum es geht. Schön, wenn wir noch eine Woche länger bleiben könnten, nicht nur wegen der Serie…

La Baume Brignolle + St. Remy-de-Provence

Weinstöcke in den Alpilles

Sonnig, bis 24,5°

 

Niemand hat heute wieder Lust auf eine lange Autofahrt, deshalb bleiben wir in den Alpilles. In der Nähe von Eygalieres parken wir an der D24 und wandern bei idealem Wanderwetter (strahlend blauer Himmel, 21°, ganz leichter Wind) meist über Forst- und DFCI-Wege immer leicht bergauf und –ab ca. 10,5 km durch die Gegend um La Vallongue und La Baume Brignolle.

 

Im Vallongue viele schöne blaue und gelbe Blumenkissen.

 

La Baume Brignolle zu Beginn karger mit Zistrosen, später schöner Pinienwald.
218 HM insgesamt, 2.5 Std. mit Apfelpause und Aussicht genießen.

Da ich heute morgen schon Taboule gemacht habe, können wir uns jetzt darauf freuen.
Nach Siesta und Lesen fahren wir nach St. Remy, vorbei an der  verwaisten Cathedrale d’images. Es stimmt!
In St. Remy gibt es nichts Neues zu entdecken, das Dorf ist doch kleiner als man immer denkt. Wir fahren noch zum Supermarkt tanken und für morgen und die Rückfahrt einkaufen.

Ich hole mir noch einen 24 Std.-Internetzugang und vervollständige den Blog und schaue nach dem Wetter. Wir wollen eigentlich noch einmal wandern.
Ich suche mir eine neue Tour aus. Ganz viele Gegenden in den Alpilles haben wir noch nicht gesehen.

Lynn regt sich tierisch auf und hat beim Schlafengehen noch Wut: Beim Romme hat sie heute leider extrem viel Pech gehabt ;-:

Strand beim Leuchtturm Espiguette

Sonnig, bis 26,5°

In der Nacht unruhig geschlafen – ständig klapperte oder quietschte  irgendwas im Wind. Bei geschlossenem Fenster war es ruhiger, aber zu warm.
Ich hole Baguettes, Lynn macht Frühstück.

 

Da es heute ein sehr sonniger und warmer Tag werden soll fahren wir noch einmal ans Meer: Strand am Leuchtturm Espiguette bei Grau-du-Roi. Für Vorsaison ist der Strand stellenweise schon recht voll, aber wo er sich ausweitet, sind wir fast alleine.

 

Wir lesen und sonnen uns, gehen am Meer entlang spazieren – eine leichte Brise weht.
 

Der dunkle Sand wird immer heißer und ohne Schuhe holt man sich bald Blasen. Gegen 15 Uhr reicht es uns – Gaby bekommt die Mischung aus Sonnenmilch und Sand nicht mehr von der Haut gewischt.

 

In Grau-du-Roi besuchen wir den Fischerhafen, setzen uns gegenüber vom Leuchtturm in ein Café und schauen den Schiffen zu, die ein- und auslaufen. Nach einer kleinen Runde durch die Einkaufsstraßen fahren wir zurück. Gegen 17.30 Uhr sind wir in Maussane – heute kocht Lynn: Hacksteaks, grüne Bohnen und Kartoffelkugeln.
Ich lese endlich mein Buch aus: Rolf Lappert – Nach Hause schwimmen (nicht schlecht, aber für mich nicht „süchtigmachend“ zu lang. Wilbur erzähle endlich deine Geschichte zu Ende, denke ich immer wieder).
Gaby und ich gehen abends noch auf ein Bier ins Cafe de la Fontaine – der Internetzugang dort funktioniert aber nicht, zumindest nicht an meinem Laptop. Wir beenden den Abend mit Kartenspielen.

« Ältere Beiträge Neuere Beiträge »

© 2026 Pit unterwegs

Theme von Anders NorénHoch ↑