Kategorie: 2011: EN PRINTEMPS (Seite 2 von 2)

Maussane / Domaine de Bourgeac – April 2011

Spaziergang nach Paradou und Nimes

Sonnig bis 24°,  gegen Abend zieht der Himmel zu.

Der Himmel strahlt immer noch blau; wir machen einen kleinen Rundgang durch die Felder nach Paradou und zurück.


Marion und Danilo sind noch einkaufen, wir brechen auf nach Nimes, um Lynn abzuholen.

Über Schleichwege nach Arles und dann weiter nach Nimes, wo wir im Bahnhof parken. Da wir noch Zeit genug haben, machen wir eine kleine Stadtbesichtigung:

Amphitheater, Maison Carree, Jardin de la Fontaine, Temple de Diane.

Zurück bummeln wir durch die Fußgängerstraßen und –gassen und verbringen einige Zeit im Schatten der Patisserie am Krokodilbrunnen mit zwar hervorragendem Eis und Tarten, aber einer extrem unaufmerksamen und verpeilten Bedienung.
Der Himmel zieht sich leider langsam  zu.
Auf dem Weg zum Bahnhof treffen wir am Amphitheater auf ein Manipel Legionäre.

Lynns TGV kommt pünktlich an, gegen 17.30 Uhr sind wir wieder in der Domaine.

Abends Abschiedsessen im L’Eden Court. Ab 21 Uhr fängt es leicht an zu regnen, so dass wir auf dem Nachhauseweg ein wenig nass werden. Jetzt liegt mir die Rouille zur Fischsuppe ein wenig im Magen….
…und in der Nacht habe ich in der Tat unruhig geschlafen.

Pont du Gard, Gorges du Gardon und bedenkliche Geräusche

Sonnig bis 24°

Direkt nach der Abfahrt fällt Danilo ein Klappergeräusch vorne links auf. Die Parkplatzinspektion zeigt aber keineAuffälligkeiten, deshalb fahren wir weiter. Das Geräusch steigert sich allerdings mehr und mehr. Vermutung: Radlager – nicht so schlimm.

 

Wir fahren zum Pont du Gard und bewundern wieder einmal das Meisterwerk der römischen Ingenieure. Zum ersten Mal gehen wir in das neu erbaute Museum, wo wir einiges neues lernen – auf alle Fälle anschauen, zumal sich dann der Preis fürs Parken (15 €) relativiert.

 

Wir fahren weiter nach Collias, parken am Dorfeingang und wandern von der Brücke aus den Gardon aufwärts bis zu den Felsplatten, wo wir Mittagspause und Picknick machen.

 

Um uns herum Gequake der Frösche. Danilo versucht vergeblich einen zu fangen.

 

Lana hält sich mehr im Wasser, als an Land auf und überrascht uns mit ihren Schwimmkünsten und genauen Berechnungen der Strömungsgeschwindigkeit: Sie läuft genau soweit flussaufwärts, dass der Fluss sie unter Einbeziehung der Strömung an der Einstiegstelle wieder anlanden lässt.

 

Bevor wir zurück fahren statten wir dem L’Enclos einen Besuch ab. Nach dem Kaffee fahren wir zurück. Die Geräusche werden zunehmend bedenklicher, es kommt Ruckeln und Knurksen dazu, kurz vor Fontvieille ist es kaum noch zu ertragen und wir halten gegenüber der Chapelle St. Gabriel an: Gabriel sei Dank! Was Danilo eigentlich ausgeschlossen hatte ist die Ursache: Von den 5 Radmuttern fallen uns 3 entgegen, eine ist kurz vorm Rausfallen, nur eine noch hält die Felge an der Radaufhängung. Aufbocken, Radmuttern anziehen und alles ist wieder wie es sein soll.

(Anm.: Es handelt sich hier nicht um unser Auto.)
Ich fahre noch schnell nach Fontvieille einkaufen und mache mich danach ans Kochen: Salat, Gemüsecouscous und Ile Flottante.
Danach gehen wir ins Dorf noch einen trinken (Pastis für die Damen) und bestellen einen Tisch für morgen abend.
„Phase 10“ erreicht heute nur Marion – es ist weit nach 22 Uhr.

Arles und Les Baux de Provence

Sonnig bis 22°

 Heute ist Markttag in Arles – und Jahrmarkt und Beginn der Osterferias und Stierfestivitäten – jedenfalls 25 Jahre was auch immer.

Freie Parkplätze gibt es im Zentrum keine, aber hinterm Alyscamp finden wir direkt einen. Wir laufen ein wenig an den Marktständen vorbei (2 Rolex-Imitate für 5 €), biegen aber schon an der nächsten Möglichkeit ab Richtung Arena. Das Gedränge und den Plunder muss man sich nicht unbedingt antun.

Dank Danilo haben wir zum ersten Mal auch die Arena besucht, natürlich gratis. Zielsicher folgt er einem Bauarbeiter durch einen eigentlich gesperrten Notausgang und schwupps sind wir drin.

Kinder spielen Stierkampf und eine Kapelle dazu passende Musik.

Es folgt ein kleiner Arles-Rundgang: Cafe „La Nuit“, Hotel de Ville, Besuch der Kathedrale, Hotel Dieu, Theater und über den Gemüsemarkt zurück zum Auto. Wir kaufen uns als kleine Zwischenmahlzeit noch Erdbeeren aus der Gegend – perfekt, süß, rot und makellos.  

Im Moment ist Siestazeit mit lesen und dösen, ich sitze vor der Tür der Rezeption und schleiche mich ins Internet.

Während Gaby ihr Buch zu Ende liest, fahren wir nach Les Baux. Am Aufgang zur Porte Eygalieres finden wir einen Parkplatz. Es ist ziemlich voll im Ort, in der Gasse vorm Schloss drängeln sich die Leute.

 

8 €/Person kostet der Eintritt mittlerweile. Ich sehe zum ersten Mal eine Demonstration der Belagerungs- und Wurfmaschinen, die mit großem Trara vorgestellt werden. Das Animationsprogramm wurde auch ein wenig weiter ausgebaut: Es gibt jetzt Ritterspiele für Kinder, Armbrust- und Bogenschießstände.

 

Die Besichtigung dauert ca. 2 Stunden.

Erosionen

Auf dem Rückweg trinken wir noch einen Kaffee in Maussane.
Kurz vor 7 gibt es Abendessen: Chiccoresalat mit Mandarinen, Hähnchenbrustfilets und Reis.
Danach wird  „6 nimmt“ gespielt, Gaby sammelt heute die meisten Hornochsen ein.

St. Rémy-de-Provence und La Caume

Sonnig bis 22°

Gegen 8.30 Uhr bringt Danilo uns das Brot. Um 10 Uhr fahren wir nach St. Rémy, parken am Office du Tourisme und bummeln durch den Ort.

Marion und Danilo finden im Brautgeschenkeladen die riesige Pasta-Schüssel, die sie immer schon gesucht haben.

In einem Cafe an der Ringstraße (erstaunlich viel Verkehr in einem so kleinen Ort) trinken wir unseren zweiten Kaffee und fahren danach zum Kloster St. Paul, von wo aus wir zu den Deux-Trous wandern wollen. Wir wollen eigentlich über den GR6 hinauf auf den Caume, finden aber den richtigen Weg wegen fehlender Markierung nicht. Also wandern wir auf altbekanntem Weg hinauf. Unterwegs knallgelbe Blumenkissen, blassgelbe Orchideen, blaue Glockenblumen und lila Zistrosen.

An den Löchern machen wir Mittagspause. Marion: “Das Baguette ist so lecker, da könnte man ununterbrochen weiter essen.“  Stimmt!

An der nächsten Kreuzung finden wir genau den Abzweig des GR6, an dem wir eigentlich hinauf kommen wollten. Gehen wir eben anders herum wieder hinunter – eine gute Alternative. Für’s nächste Mal: Vom Kloster die gelbe Markierung Richtung Eygalieres, dann der rot-weißen GR6 folgen. Der Weg ist etwas ausgewaschener.

Danach tun wir Lana einen Gefallen. Am Stausee Peirou kann sie trinken und zwei Runden schwimmen.

Im Supermarkt kaufen wir für zwei Tage ein, zu Hause packt Marion zum Kaffee endlich ihre Plätzchen aus.

Ich besorge mir den Lagrange-Internetzugang und kann nach Email-Sichtung und Lesen der neuesten Nachrichten mit dem Blog beginnen, auf den die Kinder schon warten.

Im noch warmen Sonnenuntergangslicht essen wir auf unserem Balkon (Salat, Rotbarbenfilet auf Grünem Spargel-Cocktailtomaten-Gemüse mit Kartoffeln und Tiramisu) und zocken danach noch: Phase 10 (OK – ich bin nur bis Phase 8 gekommen und habe mich mit blöden Fragen zum Spiel blamiert).

Aigues-Mortes, Strand beim Leuchtturm von Espiguette, Stes. Maries-de-la-Mer

Sonnig bis 22°

Ich hole Baguette und Croissants beim Bäcker in Maussane. Gegen 10 Uhr brechen wir auf nach Aigues-Mortes. Leider können wir die Stadtmauer nicht umrunden, weil Hunde nicht erlaubt sind.

Wir bummeln stattdessen  durch die Stadt, schauen uns einen riesigen Bonbon- und Süßigkeitenladen an, suchen in einem Tischdeckenladen etwas Passendes für Venturis Tisch, und besichtigen die Kirche, die dank der etwas anderen Kirchenfenster in einem schönen Licht erscheint.

Wir verlassen den Ort durch eines der vielen Tore, laufen ein wenig an der Mauer entlang und betreten den Ort wieder an der Porte Marine.
Über eine der vielen schönen Fußgängerstraßen gelangen wir schließlich wieder zum Ausgangspunkt.
Wir fahren Richtung Grau-du-Roi und biegen ab zum Port Camargue. Eine hässliche und z.Zt. verlassene Retortenstadt, die uns absolut nicht reizen kann. Wir fahren direkt weiter zum Leuchtturm von Espiguette, wo man für 5.50 € parken kann.


Dafür überrascht uns der Strand aber wirklich: Ob es wirklich 18 km Sandstrand sind wissen wir nicht, es ist aber ein riesiges, sehr weitläufiges Schutzgebiet mit befestigten Dünen, dem Leuchtturm und keinem sichtbaren Ende.
Wir suchen uns einen Platz im Windschatten einer Düne. Diesmal sind wir eingecremt. Das Picknickbaguette schmeckt nach mehr.


Wir fahren nicht direkt zurück, sondern biegen kurz hinter Sylvéréal ab auf die D 85 Richtung Stes. Maries.

 Auf die kleine Fähre bei Le Petit Sauvage müssen wir nicht lange warten, zur Kaffeezeit sind wir in Stes. Maries. Gaby kann sich noch an das nette Lokal vom letzen Besuch erinnern, wo wir halb im Schatten mit Blick auf die Kirche unseren Kaffee genießen.
Der Besuch der dunklen Kirche voller Votivbilder und –tafeln lohnt sich nicht sonderlich.


An der Strandpromenade gibt es noch ein Eis. Zurück geht es über die D82A vorbei am Mas Cacharell durch ein wenig ursprüngliche Camargue. Marion muss unbedingt noch ein paar ganz wilde Pferde fotografieren.


In Fontvieille kaufen wir noch ein wenig ein und bereiten dann unser Resteabendessen vor: Tomatensalat, überbackene Hackfleischnudeln und Himbeer-Panna Cotta.
Heute spielen wir bis 22 Uhr nur „6 nimmt“, Marion erreicht als erste 200 Minuspunkte.

Maussane, Haushügel, Fontvieille

Gaby steht heute vor mir auf und macht Frühstück. Gegen 9 Uhr frühstücken wir, während Danilo Lana Gassi führt und bis 9.15 Uhr auf seine bestellten Baguettes warten muss. Gegen 10 Uhr brechen wir auf zum Flohmarkt in Maussane, wo recht viel Andrang herrscht. Wir schlendern durch die Verkaufsreihen, eine Menge Unnützes für viel Geld.

Nach einer Runde durchs Dorf schauen wir uns den Friedhof an und gehen an der Stadthalle und Ölmühle vorbei zurück.

Gegen Mittag geht’s zum Hausberg. Wolfsmilch beginnt zu blühen, Thymian, Rosmarin, Nelken, Ginster und lila Zistrosen blühen.

Einmal hin und zurück zum Gipfelkreuz und dann nach Fontvieille.
Der Ort ist zugeparkt – überall Menschen in Trachten; das ganze Dorf scheint auf den Beinen zu sein. Nach einer kleinen Runde vorbei an Waschhaus, Kirche und La Planet landen wir auf den Stühlen vom „Le Cafe“. Neben uns eine größere Männerrunde, die sich ununterbrochen Pastis servieren lässt; nach und nach wird die Runde kleiner, die Bestellungen gehen aber weiter. Wir trinken Kaffee und Panache bzw. Bitter Lemon und schauen dem Treiben zu. In der Sonne sitzend holen wir uns so alle einen leichten Sonnenbrand.

Nebenan in der Arena führen verschiedene Gruppen traditionelle Tänze auf zu traditioneller Flöten-Trommel-Musik von traditionell verkleideten Musikern gespielt. Im Schatten wird es uns aber bald zu kühl, die Instrumentierung ist auch leicht einseitig.


Wir besichtigen auf dem Rückweg die Reste des römischen Aqueduc, ruhen uns zu Hause noch ein wenig aus, bevor ich anfange zu kochen: Putengeschnetzeltes in Kräutersahne, Reis und Ratatouille, dazu Salat.
Am Abend spielen wir mit Marion und Danilo Karten: Phase 10 und 6 nimmt. Die letzte Runde endet kurz nach 22 Uhr.
Draußen ist Vollmond, es ist kühler und feuchter als gestern abend.

Anfahrt

Abfahrt 5:55 – Ankunft  ca. 18:00
Sonnig bis 24° bei Orange

Standardstrecke über Verviers, Theux, Luxemburg (Tanken), Metz bis Dijon. Weil der Verkehrsfunk Staus von 6 km Länge an der Bezahlstelle Villefranche und im Tunnel Lyon meldet fahren wir heute über Dole und Bourg-en-Bresse, wo wir Mittagspause machen und tanken. Dann machen wir den Fehler und biegen kurz vor Lyon wie empfohlen von der 42 auf die 432 ab – geschlagene 1,5 Std. für 500m bis zu den 4 Bezahlstellen brauchen wir. Totales Chaos, Idioten sich quer fahren, zurück fahren, sich in Lücken drängeln, wieder wechseln. Nach reichlich Adreanalin-Ausschüttung haben wir endlich wieder „freie“ Fahrt. Bis Orange ist es sehr voll mit Geschwindigkeitsbegrenzungen. An Abfahrt 24 ab und über Noves auf Schleichweg nach St. Remy. Im Supermarkt kaufen wir ein und sind gegen 18 Uhr in der Domaine. Diesmal haben wir Appartment C13 – eine Treppe weiter als letztes Mal. Während wir ausladen begrüßen uns Marion und Danilo, die schon seit 16 Uhr da sind.

Nicht viel verändert

Wir essen zusammen (Nudeln, Hackfleich-Tomaten-Soße, Salat, Vanille-Pudding)
und gehen danach noch kleine Runde durchs Dorf – es ist fast Vollmond. In der Domaine haben sie die Bodenleuchten jetzt komplett abgeschaltet – jetzt wird man wenigstens nicht mehr geblendet.

Noch ein Glas Wein auf dem Balkon und dann ist Bettgehzeit.

Gesamtstrecke 1016 km, 10h05 reine Fahrtzeit, Pausen inkl. Supermarkt 2h15.

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