Kategorie: REISE (Seite 30 von 57)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Arles

Ganztags sonnig bis 23°, wenig Wind

Nach dem Frühstück fahren wir zum Markt nach Arles. Wegen (Dauer?)Kirmes im oberen Bereich des Bd. Emile Combe hat sich der Markt etwas verlagert. Lebensmittel gibt es jetzt am Bd. des Lices. Wir finden Parkplätze in der Nähe der Alyscamps und gehen zunächst zum Lebensmittelmarkt, wo wir uns aufteilen. Jonas und Ina wollen nach Leckereien schauen, ich kaufe Gewürze und suche dann mit Lynn nach einer Tajine. Wir finden nichts, ziemlich viel Plunder.

Arena

Erinnerung an Van Gogh

Portal Kathedrale St. Trophime

Detail

Punkt 12 Uhr an der Mairie

Nach einer Runde durch Arles vorbei am Amphitheater treffen wir uns alle wieder am Rathaus. Lynn kauft sich ein neues Kleid, während wir das Espace Van Gogh (ehemaliges Hotel Dieu) besuchen.

Espace Van Gogh

Kleine Runde vor dem Essen

Am Theatre

Am Theater essen wir Galettes – wieder einmal sehr lecker und eine Empfehlung! Auch der Cidre rosé ist zu empfehlen.
Auf dem Rückweg Einkauf im Intermarche und dann zu Hause nach Erdbeeren mit Schlagsahne nur noch dösen, lesen, relaxen – alle sind ziemlich groggy. Wir unternehmen nichts mehr außer kochen:
Hähnchen-Pilze-Zuckerschoten-Paprika-Curry in Kokosmilch, Eis mit Erdbeeren als Dessert.
An den Terrassentüren beobachten wir Solitärbienen, die ihre Brut in Bohrlöchern versenken und mit Lehm verschließen.

Solitärbiene kurz vor der Vollendung

Abends lernen wir die ostdeutsche Version vom Romme: Auslegen erst mit 50 Punkten ohne Joker, dafür darf man klopfen, wenn man eine abgeworfene Karte gebrauchen kann (dazu muss man allerdings eine weitere Karte als Strafe ziehen).

Luberon: Rochers de Baude (Les Taillades) und Lourmarin

Ganztags sonnig bis 23° , zeitweise sehr windig

Bei „unserem“ Bäcker gibt es jetzt Minis – das sind kleine (Schoko-)Croissants, Brioches oder Rosinenbrötchen; kann man bedenkenlos kaufen ohne gleich an Kalorien denken zu müssen.
Nach dem Frühstück fahren wir auf Nebenstraßen quer durch die Alpilles zur Regalon-Schlucht. Wegen was auch immer ist sie aber wieder einmal gesperrt. Als Alternative machen wir die knapp 20 km entfernte recht anspruchsvolle Runde bei Les Taillades.

Richtung Source de Boulon

Wir parken an der Mairie, wandern bis zur Source de Boulon und steigen dann mehr oder weniger steil durch die Flanke der Rochers de Baude hinauf zur Bresche von Castelas (man vermutet auch hier ein Oppidum).

In den Rochers de Baude

Es gibt steile Anstiege mit Schotterstrecken, wunderschöne Ausblicke und viele blühende Blumen. An der Bresche machen wir im Windschatten Mittagspause.

Sommet

Beim Abstieg über steile Schotterstrecken hinunter ins Val de Bardarel bläst uns der Mistral entgegen, in der Schlucht mit Leiter als Ausstieg fühlt man sich wie im Windkanal.

Im Windkanal

Weiter schotterig, dann durch Wald – der Wind legt sich.
In Les Taillades muss man unbedingt hinauf ins alte Dorf bis zur Kirche: Ein paar Häuser und eine abenteuerliche Straße mit Bogenbrücke. Drumherum ist der ganze Berg als Steinbruch abgebaut worden.

Les Taillades

Ende der Tour

Unglaubliches Mohnfeld

Zurück über Cheval blanc und Merindol zunächst nach Lourmarin, wo wir bei „Gaby“ Kaffee trinken und durchs Dorf bummeln.

Lourmarin Glockenturm

Lourmarin: In irgendeiner der vielen Gassen

Gegen 18 Uhr sind wir wieder in Maussane.
Essen muss heute schnell gehen: Hunger! Das zweite Kilo grüner Spargel wird zu einem Salat mit Erdbeeren verarbeitet, vorher gibt es wieder einen Tapenades-Oliven-Vorspeisenteller. Dazu Hähnchenbrustfilet auf Salat mit Joghurt-Knoblauch-Mandelsoße. Als Dessert heute frische Erdbeeren auf Joghurtmousse und (wer will) Sahne.

Hmmh

Le Grau-du-Roi (Plage d’Espiguette) und Aigues-Mortes

Ganztags sonnig bis 23°

Morgens gibt es Baguettes aus Le Paradou, danach fahren wir zum Strand am Phare d’Espiguette bei Grau-du-Roi (Parkgebühren/Tag/Auto 6,50 €).

Phare d'Espiguette

Menschenleerer Strand, feiner Sand, in dem man sich die Füße verbrennt – die Sonne knallt heute gut. Wir laufen am Meer entlang, erkunden ein wenig die Gegend, dösen oder lesen oder schauen den Mistkäfern zu, die ein Stück Pferdemist elendig weit bis zur nächsten Düne rollen und drehen, um es dort irgendwo zu verbuddeln.

Ganz schnell verbrannt

Nach 2,5 Std. reicht es uns – die Haut rötet sich schon auffällig trotz Sonnenschutz.
Wir fahren nach Aigues-Mortes und parken an der Stadtmauer (3,20 €).

Kaffee mit Blick auf Tour de Constance

Von oben weiter Rundumblick

Immer an der Wand lang

Bei La Bourse trinken wir Kaffee und essen Eis, danach umrunden wir den Ort über die Stadtmauer (7,50 €) und laufen noch einmal zur Kirche; David bestaunt die Süßigkeitenläden.

Deshalb sind die Flamingos rosa: Salzlagune

Auf dem Rückweg kaufen wir in der Cave „Les Sablons“ Dune Gris de gris und Blanc Opale und ein paar Gläschen Brotaufstrich für die Vorspeisen, etwas weiter 2 kg grünen Spargel und in Fontvieille den Rest.
Heute gibt es einen Vorspeisenteller mit Tomaten, Mozarella und Tapenades aus der Cave, Filet mignon in Weißweinsoße, grüner Spargel in Olivenöl gedünstet mit Cocktailtomaten und Kartoffeln und als Dessert unser Joghurtmousse mit Vanillecreme und Rhabarber.

Tours de Castillon, Aqueducs de Barbegal, St. Remy de Provence

Ganztags sonnig bis 23°

Tours de Castillon

Nach dem Frühstück (Jonas und Ina bringen vom Joggen Baguettes und Croissants mit) beginnen wir unsere Standardrunde: Über die Rochers de la Pène bei den Tours de Castillon**, Besichtigung der Aqueducs de Barbegal, Fahrt über Fontvieille und Les Baux zurück nach Maussane.

Unterwegs...

Ein schönes Lüftchen weht hier

Zurück zum Auto

Längst kein Geheimtip mehr: Aqueducs de Barbegal

Während die einen Siesta halten, weihen die anderen den Bouleplatz, eine abschüssige Buckelpiste, ein.

Nach dem Kaffee fahren wir nach St. Remy (verkaufsoffener Sonntag und irgendein Fest, voll und kaum Parkplätze zu finden) und parken Kloster St.Paul.

Das Cabrio

Wir wandern über den Van-Gogh-Weg (bisher noch nicht entdeckt!) in den Ort, bummeln durch die Gassen und über den Boulevard und trinken ein Bier, bevor wir auf gleichem Weg zurück zu den Autos gehen.

Mohn und Oliven - schöner Kontrast

Kaum noch ein freier Platz

Remmidemmi in St. Remy...

Orangina!

Das Bier ist auch OK

Zu Hause wird gekocht: Couscous, Merguez und Salat. Als Dessert Joghurt-Vanille-Mousse mit Rhabarber. Wir sitzen lange draußen und schauen in den Sternenhimmel.

** Info:
Die Tours de Castillon sind Reste des alten Castrum (befestigtes Dorf) von Le Paradou [Casteloun (provenc.) = kleines Schloß]. Seit dem 2. Jh. v. Chr. bewohntes Oppidum, im MA im Besitz der Abtei Montmajour, im 11. – 12. Jh. sind die Herren von Les Baux neue Besitzer. Das am Rand der Ebene gelegene Castrum bot gute Überwachungsmöglichkeit nach Süden. Bis zum 15. Jh. bewohnt, danach zogen die Bewohner ins heutige Le Paradou.

Anreise Maussane-les-Alpilles

Wetter sonnig, kühl bis Mittag, ab Lyon zunehmend wärmer bis 24°.

Der Wecker klingelt um 5 Uhr. Frühstücken, Sachen ins Auto packen, einen zweiten Kaffee – um 6 Uhr fahren wir los. Keine Probleme, Verkehr mäßig bis stark.
Volltanken in Martelange. Bei den Soldaten Rast wie immer, David löst mich ab. Wir tanken in Macon nach, ich fahre weiter. Vorm Tunnel in Lyon der erste und einzige Stau.
Mit Jonas und Ina treffen wir uns am Rastplatz Montelimar, wo sie uns ihren Golf-Cabrio Turbo präsentieren. Kostenloses Upgrade vom Vermieter.
In St. Remy kaufen wir fürs Wochenende ein und sind kurz vor 17 Uhr in der Domaine de Bourgeac, die jetzt eine deutsche Leitung hat (Michaela).
Die Abfertigung geht schnell, wir bekommen auch wie gewünscht ein Appartement mit Terrasse. Drinnen riecht es etwas fischig…

Domaine de Bourgeac

Nach Aufteilung der Zimmer machen wir bei strahlend blauem Himmel eine kleine Abendrunde über den Grand Méjan hinterm Haus nach Maussane und zurück.

Hausberg: Grand Méjean

Überblick verschaffen

Wolfsmilch im Abendlicht

Essen kochen geht heute schnell: Spaghetti bolognaise und Salat.

Danach sitzen wir lange auf der Terrasse bei einem leckeren Roten..

Jonas erzählt, wen er schon alles gesehen hat 🙂

Berlin Mitte und Medizinhistorisches Museum

Nach Brötchen vom Eis Michel fahren wir mit der U-Bahn bis Potsdamer Platz.

Abfahrt Deutsche Oper

Da heute in den meisten Bundesländern Feiertag ist (ausser in Berlin) ist es sehr viel voller als die letzten Tage.

Potsdamer Platz

Holocaust Gedenkstätte

Vom Potsdamer Platz laufen wir am Holocaust-Denkmal und Brandenburger Tor entlang Richtung Reichstag und an der Spree entlang weiter zur Museumsinsel.

Reichstag

Museumsinsel

Wir haben keine  Zeitkarten fürs Museum und die Schlange am Ticketcontainer ist recht lang – OK, nächstes Mal Neues Museum, aber mit bereits ausgedrucktem Zeitticket.

Figurengruppe Altes Museum

Stattdessen laufen wir an der anderen Spreeseite entlang Richtung Charite und besuchen das Medizinhistorische Museum.

Charite: Viele Gebäude - das alte Klinikum Aachen lässt grüßen..

Am Interessantesten sind die diversen Präparate im 2. Stock – teilweise extrem grotesk und gruselig.

Sowjetisches Ehrenmal

Auf dem Rückweg geht es an Hbf und Reichtstag vorbei zum Sowjetischen Ehrenmal und durch Tiergarten Richtung Buslinie 200, mit der wir bis zum Breutscheidplatz fahren. Das KaDeWe wollen wir uns zumindest noch einmal anschauen. Die Feinkost-Etage ist schon unglaublich…

Mit der U-Bahn dann ein letztes Mal zurück. Vor dem Essen noch kurz einkaufen und dann wird gekocht: Scharfes Couscous mit Gurken-Joghurt-Creme und andalusischen Lammspießen.

Gegen 23 Uhr verabschieden wir uns und trinken im Appartement noch unseren Wein aus – und dann ist die Woche rum.

Tempelhofer Feld, Busfahrt, Lietzensee und Charlottenburger Schloss

Die Sonne scheint heute den ganzen Tag, ein letzter goldener Oktobertag.

Kurz vor 11 Uhr fahren wir mit der U-Bahn bis Stadtmitte, dann weiter bis zum Tempelhofer Feld. Der ehemalige Flughafen ist jetzt zur allgemeinen Nutzung freigegeben. Man kann Radfahren, Wandern, Kiten – schier unendliche Weiten.

Blick auf Radarturm

Landebahn

Wir wandern ein wenig über die Landebahn, laufen einen großen Bogen vorbei am „alten Hafen“, beobachten, wie zwei Krähen einen Falken verjagen und amüsieren uns über einen aus Technikmüll gebaute Kunst-Minigolf-Anlage.

Krähe verjagd Falken

Am Luftbrückendenkmal steigen wir in den Bus 104 und lassen uns im Oberdeck sitzend bis zum ICC fahren. Von dort laufen wir zum Lietzensee, genießen bei Kaffee und Kuchen die immer noch angenehme Fast-Novembersonne.

Herbststimmung am Lietzensee

Kaffee und Kuchen an der Strandbar

Weiter zum Charlottenburger Schloss, dass wir einmal umrunden. Ein Stück an der Spree entlang und vorbei an der Staatsoper geht es dann nach Hause.

Charlottenburger Schloss von vorne...

...und von hinten

Zurück an der Spree entlang

Interessante Fassadenbemalung

Heute Gnocchi Teil 2 und Tiramisu.

Prenzlauer Berg und Friedrichshain

Früh wach, schon um 7 Uhr ein ständiges Kommen und Gehen – es ist Markttag. Gegen 8.30 Uhr stehe ich auf, die Sonne scheint. Heute kaufe ich Brötchen beim Eismichel, Jonas‘ Geheimtipp.

Wir laufen zum Savignyplatz und fahren mit S- und U-Bahn zum Nordbahnhof, in dem eine Ausstellung zu den zu DDR-Zeiten verschlossenen Bahnhöfen gezeigt wird.

Mauerreste an der Bernauer Str.

Maueropfer

Zusammen mit erstaunlich vielen anderen Touristen und Besuchern schauen wir uns die Mauergedenkstätte an der Bernauer Str. an. Wenn man das Berlin zu Zeiten der DDR nicht erlebt hat, kann man sich den Mauerwahnsinn trotz aller multimedialen Hilfen nicht wirklich vorstellen: nicht nachvollziehbar sind die gedrückte Stimmung, das Misstrauen oder die Beklommenheit damals.

Evangelische Zions-Kirche

Wir laufen am Friedhof und Zions-Kirche (leider geschlossen) vorbei zum Senefelderplatz, die Schönhausener Allee hinauf bis zur Kulturbrauerei, durch die Husemann-, Kollwitz- und Knaackstr. geht es weiter zur Prenzlauer Allee.

Kulturbrauerei

Prenzlauer Berg bedient in der Tat einige Klischees: Alternatives, Esoterisches, Mutter-Erde-Buchläden, Gaya und Ayurveda, Heilpraktiker mit und ohne Diplom, dafür aber fernöstlich, Thaimassage, Kangalfisch-Fußbottiche, in denen man sich die Hornhaut oder den Fußpilz wegknabbern lassen kann oder Edelsteinläden, in dem man sicherlich den persönlichen Heils- und Kraftbringer findet.

Alexanderplatz: Ostplatte

Mit der Straßenbahn fahren wir zum Alexanderplatz, stehen etwas verloren auf der riesigen hässlichen Ostseite und finden nichts, wo man sich mal reinsetzen kann. Wir laufen ein Stück die ehemalige Vorzeige-Karl-Marx-Allee entlang (ich glaube, der kommunistische Zuckerbäckerstil steht mittlerweile komplett unter Denkmalschutz) – grotesk.

Karl.Marx-Allee

Essen gehen im Curcuma

Ehemaliges Vorzeige-Cafe Moskau

Neben dem Internationalen Kino und gegenüber dem Moskau-Cafe (die DDR-Topadressen) entdecken wir den Vietnamesen Curcuma. Für 6.90 € gibt es ein Tagesmenü, drinnen ist es warm, nette Bedienung.

Am Platz der Vereinten Nationen

Wir laufen weiter bis zum Strausberger Platz, biegen ab und betreten am Platz der Vereinten Nationen den Volkspark Friedrichshain. Wenn sich die Sonne versteckt ist es kühl, ein frischer Wind weht und der Hain zeigt sich von seiner sehr herbstlichen Seite. Fast alle Blätter sind mittlerweile gefallen, es ist glitschig und feucht.

Spiegelung am Alex

An der Greifswalder Str. steigen wir wieder in die Tram und nehmen am Alexanderplatz die Buslinie 100, die uns quer durch Mitte bis zum Zoologischen Garten bringt. Mit der U-Bahn zurück, Kaffee und Kuchen und ein wenig die müden Beine hochlegen.

Nachdem ich für morgen eingekauft habe, gehen wir gegen 19 Uhr zu Jonas. Während Ina an ihrem Tiramisu arbeitet, hat Jonas bereits die Soße zu den noch zu knetenden Gnocchi fertig. In Gemeinschaftsarbeit pressen, kneten und formen wir aus ganz vielen Kartoffeln, Mehl und Gries Gnocchi, die anschließend noch mit Salbei-Butterflöckchen im Backofen warm stehen, während wir ein paar türkische Vorspeisen essen. Es allerdings so viele Gnocchi, dass wir beschließen, morgen daran weiter zu essen und die andalusischen Lammspieße übermorgen zu machen.

Gegen 22.30 Uhr sind wir wieder zu Hause, ein wenig groggy.

Der Spätkauf hat noch auf...

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