Kategorie: REISE (Seite 54 von 55)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Strand und Radtour (Sorède, Laroque-des-Alberes, St. Genis-des-Fontaines)

Sonne, Wind, bis 18°

Der Hímmel ist blau, wir fahren an den Strand.

Leider ist es dort sehr windig und der Wind zudem kühl. Ein passendes windgeschütztes Eckchen  zu finden ist nicht einfach.

Sonnenbad im Windschatten - Pit Aretz c 2003

Zurück im Windschatten „unseres Hauses“ lesen wir noch ein wenig und genießen die Sonne, bevor wir zu einer kleinen Radtour aufbrechen.

Wein an der Straße nach Sorède - © 2003 Pit Aretz

Wir fahren zunächst an Weinfeldern vorbei durch Sorède nach Laroque. Das Fahren macht keine Probleme.

Laroque-des-Alberes - by DAUMY (Panoramio)

Laroque-des-Alberes - by DAUMY (Panoramio)

Nach einer kleinen Besichtigungstour durch die engen Gassen und rund um Kirche und Burg fahren wir Richtung St. Genis. Unterwegs schauen wir uns kurz die Chapelle Tanya an.  

Chapelle Tanya - Pit Aretz c 2004

In St. Genis würden wir gerne noch einmal das Kloster besichtigen, es ist heute aber geschlossen. Mehr zu St. Genis hier im Blog

St. Genis - Spitze der Benediktinerabtei - Pit Aretz c 2004

Was vorher kein Probleme war, ist es aber jetzt auf dem Rückweg: Gegenwind, sogar ziemlich starker.

Zu Hause stärken wir uns mit Hacksteaks und Rosmarin-Kartoffeln an Tomaten-Zwiebel-Gemüse. Danach Lesen, Wein trinken…

Rundwanderung Les Cluses, Col du Perthus, Vallee de la Rome

Sonnig, Windböen, bis 16°

Nach einem gemütlichen Frühstück fahren wir gegen Mittag Richtung Autobahn und Spanien. In Boulou steht wohl schon länger ein Stau auf der Autobahn, sicherlich bis Spanien; es geht nichts mehr. Da wir eh kein festes Ziel haben, parken wir das Auto in Boulou/Les Cluses, Ortsteil del Mig. Dann gehen wir eben zu Fuß nach Spanien!

Über den markierten Weg 2 wandern wir mehr oder weniger parallel zur Autobahn (da gehts immer noch nicht weiter) zur Grenze nach Le Perthus und weiter rauf zum Fort de Bellegarde.

Col du Perthus: Blick Richtung Spanien - Pit Aretz c 2004

Von hier aus schaut man weit nach Spanien hinein und sieht die auf der Autobahn stehende Schlange :-).
Weiter auf dem GR 10, vorbei an einem alten Soldatenfriedhof erreicht man die Ausgrabungsstätte am Col de Pannisars. Der Pass war in der Antike der Hauptübergang über die Pyrenäen. Er markiert auch die Wasserscheide , die französisch-spanische Grenze sowie den Punkt, an dem die Via Domitia und die in das spanische Cadiz führende Via Augusta zusammentrafen.

Col de Pannisars, hinten oben Fort Bellegarde - Pit Aretz c 2004

Wir wandern weiter auf unserem Rundweg zurück Richtung Les Cluses, der schönste Teil kommt jetzt. Der Weg schlängelt sich durch Weinberge, Busch und Korkeichenwald, vorbei an einem leider zerstörten Picknickplatz. Ab und zu weht uns ein kräftiger Wind entgegen, meistens ist es aber sonnig.

Vallee de la Rome (Boulou) - Pit Aretz c 2004

Bald erreichen wir das Tal der Rome. Wir folgen dem Bachlauf, kommen an einigen Ruinen vorbei (Chateau des Maures), queren einmal an einer Furt, folgen einem alten ufernahen Pfad, überqueren zum Schluss eine Brücke und sind schon zurück am Auto.

Alter Pfad an der Rome (kurz vor Boulou) - Pit Aretz c 2004

Ein sehr schöner, kaum anstrengender 3,5 Stunden-Spaziergang.

Eine genaue Wegbeschreibung gibt es in der Touristeninformation. Wegverlauf siehe unten.
Die Küche bietet heute Rindersteaks medium mit grünen Bohnen im Speckmantel und Kartoffeln.

Rundweg - www.le-perthus.com

Rundweg - www.le-perthus.com

Einkaufen, kleine Fahrradrunde und Hafen

Heiter, windig, 14-15°

Samstag. Das Wochenende steht bevor, also morgens erst einmal Großeinkauf.
Der Supermarkt in St. Andre ist gut sortiert und zum Glück selten richtig voll.

Olivenhain auf dem Weg nach Argeles - Pit Aretz c 2004

Gegen Mittag fahre ich mit dem Fahrrad nach Argeles und ein wenig durch den Ort.

Beim Bäcker an der Ecke hinterm Bahnhof kaufe ich Brot und Kuchen.

Argeles - Pit Aretz © 2003

Direkt zurück wäre zu kurz, als Umwegvariante wähle ich den Weg vorbei am Friedhof über N.D. de Vie – schön und ruhig, aber es zieht sich ein wenig bergauf.
Viel schlimmer ist aber der kalte Wind, der recht kräftig IMMER von vorne weht.

Nach dem Mittagessen (Chili con carne, Bulgursalat mit Ziegenkäse-Sardellen-Baguette) kann man im T-Shirt hinterm Haus in der Sonne sitzen und lesen.

Argeles Port - c djcoco (Panoramio)

Argeles Port - c djcoco (Panoramio)

Gegen Abend fahren wir noch einmal an den Hafen und bummeln an der Strandpromenade entlang bis zum Nordstrand von Argeles und zurück.

Argeles Hafen - Nicko78 (Panoramio)

Argeles Hafen - Nicko78 (Panoramio)

Von Boulou auf den Pic Estelle, Lavalltal

Sonne, windig, bis 16°

Nach dem Frühstück fahren wir nach Boulou und parken auf dem großen Parkplatz am Casino. Eine schöne und einfache Rundwanderung führt uns zunächst nach Osten um und auf den Pic Estelle. Unterwegs hat man immer wieder schöne Ausblicke ins Tal und auf die Monts Alberes. Nach einer kleinen Pause gehts es wieder hinab nach Boulou. Es gibt jetzt kaum noch Bäume oder Sträucher, entsprechend kräftig bläst uns der Wind entgegen, dafür ein wunderbarer Blick auf den Canigou.

Canigou - Pit Aretz c 2004

Nach dem nachmittäglichen Mittagessen (Ratatouille) sitzen wir in der Sonne und lesen. Im Windschatten ist es angenehm warm.

Massane im oberen Lavalltal - Pit Aretz c 2004

Gegen Abend schwinge ich mich aufs Fahrrad und fahre noch einmal ins Lavalltal rauf – das Licht der untergehenden Sonne reizt mich.

Auf dem Rückweg mache ich noch einen kleinen Umweg durch die Weinfelder und fahre über St. Andre zurück.

Weinberge bei St. Andre - Pit Aretz c 2004

Relaxen, Port Vendres und Cap Béar

Ganztags bewölkt, bis 16°

Ob es an der Wanderung gestern lag? Jedenfalls sind wir erst kurz nach 10 Uhr aufgewacht. Das Wetter lockt einen aber auch nicht unbedingt nach draußen.
Nach einem ausgiebigen Frühstück fahren wir gegen Mittag nach Port Vendres. OK – Mittags ist überall geschlossen und dann noch keine Sonne, da wirkt alles etwas trist.

Hafeneinfahrt Port Vendres - Pit Aretz c 2009

Hafeneinfahrt Port Vendres - Pit Aretz c 2009

Wir bummeln um den Hafen und ein wenig durch die menschenleeren Gassen; vielleicht kann der Ort nichts dafür, aber lohnenswert war’s (zumindest heute) nicht.

Kurz vor Cap Bear - c Pit Aretz 2004

 Wir parken am Leuchtturm von Cap Bear und wandern ein Stückchen den Sentier du littoral entlang. Das Meer liegt träge und grau vor uns.

Cap Bear - Pit Aretz c 2009

Cap Bear - Pit Aretz c 2009

Gabys Füße tun weh, sie hat aber auch heute keine große Lust zum Wandern.

Am Cap Bear - Pit Aretz c 2004

Gemütlich fahren wir über Banyuls und die Route des Crêtes am Tour de Madeloc vorbei zurück nach St. Andre, wo wir dem Supermarkt einen kleinen Besuch abstatten und uns noch kurz die Kirche, eine ehemalige Benediktinerabtei,  anschauen.

Romanische Kirche in St. Andre - Pit Aretz c 2004

Zum Kaffee sind wir wieder „zu Hause“, versuchen die extrem harten Plätzchen zum Kaffee zu essen, im Kaffee ist es möglich..

Nach dem Abendessen (Forelle, Salat, Petersilienkartoffeln) bleibt noch viel Zeit zum Lesen.

Von Lavall nach St. Laurent-du-Mont und Notre-Dame-de-Vie

Mittwoch – vormittags bewölkt, ab Mittag sonnig, bis 18°

Mit dem Auto fahren die schmale Straße rauf ins Lavalltal und parken auf dem Wanderparkplatz am Ende der Straße. Es ist 11 Uhr.
Wir folgen den Wegweisern zum Tour de la Massane. Der Weg führt zunächst durch einen Korkeichenwald in Serpentinen recht steil hinauf bis zu einem Pass. Dort trifft man auf einen Wegweiser. Von hier hat man einen schönen Blick aufs Meer und Collioure.

Blick auf Collioure - © 2004 Pit Aretz

 Wir biegen hier nach links ab. (In 2004 war der Weg noch mit „St. Lorenq“ ausgeschildert, in 2009 gab es den Hinweis nicht mehr). Wenn man ab hier den gelben Markierungen folgt, kann man sich eigentlich nicht verlaufen. Unterwegs immer wieder schöne Ausblicke.

Blick aufs Meer - © 2004 Pit Aretz

Unterwegs ganz viel blühender Ginster – ein schöner Kontrast zum blauen Meer.

Ginster auf dem Weg - © 2004 Pit Aretz

Auf einem kleinen Plateau unter den Hochspannungsmasten biegen wir rechts ab und erreichen schon bald die Kapelle St. Laurent-du-Mont, wo wir eine etwas längere Mittagspause machen.

St. Laurent-du-Mont - © 2004 Pit Aretz

Die kleine Kapelle stammt aus dem 12 Jahrhundert, ist schlicht und so gut wie schmucklos, aber wieder sehr schön restauriert worden, nachdem sie zuvor als Ziegenstall benutzt wurde.

Details - © 2004 Pit Aretz

Man geht ein kurzes Stück auf dem Weg zurück und biegt rechts ab in einen ebenfalls gelb markierten Weg Richtung N.D. de Vie. Der sehr schöne Weg schlängelt sich an der Hügelkuppe entlang hinab bis zu einem verfallenen Bauernhof. Dabei kann man sich gut an den Hochspannungsmasten orientieren. Der Hof liegt genau darunter. Wir nehmen nicht den Weg unterhalb der Masten hinab ins Tal, sondern lassen die Gebäude rechts liegen, überqueren die Wiese und folgen dem Weg nach links weiter hinab. Man überquert ein paar kleinere Bäche, kommt an einer weiteren Ruine vorbei und nach ca. 1 Std. erreicht man die Eremitage N.D. de Vie. 

N.D. de Vie - © nan-shan (Panoramio)

Von hier aus ist es zwar noch ein Stückchen zurück zum Bois fleuri, aber den Weg kennen wir schon. Gegen 15.30 Uhr waren wir wieder zu Hause.
Ich jogge zum krönenden Abschluss noch einmal die 5km hinauf ins Lavalltal, um das Auto abzuholen.

Ein wenig schlapp machen wir uns eine rote Linsensuppe mit Baguette und was unser Kühlschrank sonst noch so hergab.

Große Rundfahrt: Côte Vermeille, südliche Corbières, Castelnou

Dienstag – morgens bewölkt, tagsüber sonnig, spätnachmittags heiter, bis 18°. Sehr windig.

In Argeles ist es bedeckt, aber laut Wetterbericht soll es am Meer weiter nördlich heute sonnig sein. Wir fahren am Meer entlang zunächst durch St. Cyprien, weiter entlang des Etang de Canet – St. Nazaire. Parkplatzprobleme haben wir nicht – den ganzen See entlang gibt es einen durchgehenden Riesenparkplatz. Wenn hier in der Hauptsaison alles voll ist…

Wir halten in der Nähe einiger schilfgedeckter Fischerhütten und laufen ein Stück am aufgewühlten See entlang.

Etang de Canet - St. Nazaire | © 2004 Pit Aretz

Wir folgen weiter der Küstenstraße und biegen in der Nähe von Saint-Marie Plage ab zum Strand, weil die Sonne lacht. Leider ist es aber so windig, dass wir nach kurzer Zeit gesandstrahlt aufgeben – mangels Windschutz‘ laufen wir stattdessen ein wenig durch die Dünen und fahren weiter nach Le Barcarès.

Menschenleerer Strand in Le Barcares - © 2004 Pit Aretz

Auch hier menschenleer – mag aber auch am Wind liegen 🙂

Dafür gibt es nette Motive zum Fotografieren.

Le Barcares - © 2004 Pit Aretz

Strandgut-Kunst am Strand von Le Barcares - © 2004 Pit Aretz

Wir umfahren den Etang de Leucate im Norden,  fahren ein Stück parallel entlang der Autobahn nach Fitou. Von da gehts über schmale Nebenstraßen durch die südlichen Corbières Richtung Vingrau. Die Wildheit und Weite der Landschaft ist faszinierend. In Monokultur wird hier Wein angebaut, zusammenhängenden Wald sucht man vergebens, dafür findet man sporadisch Steineichen und Ginster und die alles überwuchernde Garrigue.

Ruinen einer Katharerfestung - © 2004 Pit Aretz

Die Corbieres sind auch das Land der Katharer. Ruinen der hoch auf die Felsen gebauten Burgen findet man überall hier im Süden.

Unendliche Weite in den Corbieres - © 2004 Pit Aretz

In Tautavel kaufen wir Wein in der Cooperative, fahren weiter über Estagel und Millas nach Castelnou.

Castelnou Stadttor - © Pit Aretz 2003

Das kleine Dorf mit seiner Ringmauer und den zinnenbewehrten Türmen der Festung liegt an den Ausläufern des Canigou. Das Dorf ist gut erhalten: Innerhalb der Befestigungsmauer enge gepflasterte Gassen und authentisch restaurierte Häuser.

Gasse in Castelnou - © 2004 Pit Aretz

Im Licht des frühen Abends wirkt das Dorf besonders nett.

Abendstimmung - © 2004 Pit Aretz

Über Thuir gehts dann zurück. Ein schöner, aber langer Ausflug.
Zum Abendessen gibts eine schnelle Chinapfanne mit Reis. Natürlich haben wir auch heute wieder lange draußen gesessen: Um 22.40 Uhr erst gingen wir ins Haus.

Über Le Racou nach Collioure und kleine Rundfahrt

Montag – bis nachmittag Sonne, danach bedeckt, bis 22°

Unsere erste Radtour: Von Bois fleuri nach Argeles ist es nicht weit. Schnell sind wir in der Stadt, nehmen die Ausfallstraße Richtung Hafen und fahren am Meer entlang nach Le Racou, einer reinen Touristensiedlung. Nette alte Häuschen werden hier vermietet, deren Garten oder Terrasse quasi der Strand ist. Ansonsten Pensionen, Hotels, Ferienappartements, Restaurants…

Hinter Le Racou geht es ein kurzes Stück bergan. Von oben hat man einen schönen Blick auf die Bucht.

Racou Richtung Collioure - c 2004 Pit Aretz

Unter uns das kristallklare Wasser.

Steilhang hinter Le Racou - c 2004 Pit Aretz

Weiter geht es ein Stück an der Küste entlang.

Pause an der Furt - Pit Aretz © 2003

Um nicht die D114 fahren zu müssen, überqueren wir eine Furt und folgen der schmalen Straße, die sich parallel zum Kreisel oberhalb von Collioure hinaufschlängelt, wo sie wieder auf die D114 trifft. Wir biegen nach links ab und machen eine Trink- und Müslipause am Fort Carré, eine kleine Besichtigung inbegriffen. Gaby kann heute nichts schocken – sie wagt sich sogar eine steile, freistehende und geländerlose Treppe hinauf!

Blick vom Fort Carré auf Collioure - c 2004 Pit Aretz

Wir fahren hinunter nach Collioure, ketten unsere Fahrräder am Chateau ans Geländer und schauen uns den Ort an: Einmal rund um das Chateau und den Hafen, zur Kirche, zum Leuchtturm und ein Bummel durch die bunten und engen Gassen.

Collioure Hafenbecken - © 2003 Pit Aretz

Auf der Bank am Leuchtturm genießen wir eine ganze Weile die Sonne, essen unser Baguette, schauen aufs Meer und beobachten die anderen noch wenigen Touristen, bevor wir uns wieder auf die Rückfahrt machen.

Unterwegs zieht sich der Himmel langsam zu. Wir haben Hunger. „Zu Hause“ variieren wir die Reste des Essens von gestern ein wenig: Wir haben noch 2 Hähnchenbrustfilets und Bulgursalat, dazu machen wir uns noch einen gemischten Salat und gedünstete Auberginen in Koblauchjoghurt.

Wir müssen tatsächlich wieder einkaufen. Den Einkauf verlängern wir um eine kleine Rundfahrt Richtung Sonne: Durch St. Cyprien nach Elne, wo wir für einen kleinen Bummel rund um Kathedrale und durch die umliegenden Gassen anhalten.

Bummel durch Elne - c 2004 Pit Aretz

Über Palau del Vidre fahren wir zurück.

Auch heute abend können wir wieder bis 22.15 Uhr draußen sitzen.

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