Grau, keine Sonne, aber auch kein Regen. Nach dem Frühstück fahren wir gemächlich die 62 km nach Perigueux (angeblich ein Muss, wenn man im Perigord ist) und parken unterhalb der Kathedrale Saint-Front am Quai.

Kathedrale - Vorderansicht

Wir wollen die Altstadt erkunden, eine der größten zusammenhängenden denkmalgeschützten Flächen. In den 1970er Jahren wurde die komplette Altstadt zum Nationalen Kulturdenkmal erhoben und komplett restauriert.
Alt ist wirklich alles, grau die Häuser, die ohne Sonne leider nicht glänzen können.

Die Kathedrale Saint-Front im romanisch-byzantinischen Stil mit vom Architekten Paul Abadie (der hat auch Sacré-Coeur in Paris entworfen) restaurierten Kuppeltürmen hat die Form eines griechischen Kreuzes und ist UNESCO Weltkulturerbe. Dunkel die Decken, dunkel der große Holzaltar.

Wir laufen etwas ziellos durch die Altstadt, der Reiseführer gibt nicht viel her. Man kommt an einigen Informationstafeln vorbei – meist an gut erhaltenen Renaissance-Häusern angebracht. Alles wirkt wie ausgestorben: kaum ein Mensch auf den Straßen, alle Geschäfte sind geschlossen, keine Außengastronomie, eingeklappte Sonnenschirme.
Das Highlight Nr. 1 entpuppt sich zumindest heute als Lowlight. Hier muss man sonntags und ohne Sonne nicht gewesen sein.

Auf der Place Sylvain bestellen wir unter Lindenbäumen sitzend im Gambrinus etwas absolut Untypisches: Fish and Chips, Tiramisu bzw. Pannacotta und Bier, das leider gar nicht unseren Geschmack trifft. Insgesamt aber sehr lecker und viel!

Hier ist’s bei Sonnenschein und belebt sicherlich sehr schön.

Nach einer Abschlussrunde fahren wir zurück und machen Halt in Eyzies, wo wir uns die Sammlungen im Prähistorischen Museum anschauen. Die schiere Menge an Faustkeilen und Knochenfunden aus unterschiedlichen Epochen, Informationen zu Jagdtechniken, zu Felsgravuren und Beerdigungsritualen überfordert mich irgendwann. Wir beenden den Rundgang schließlich oben im alten Schloss und unter dem Abri.

Zurück, der Rücken tut weh. Beine hochlegen und relaxen .