Heute statt wandern ein wenig Kultur.
Wir fahren zunächst nach Besalu, einer der am besten erhaltenen mittelalterlichen Orte Kataloniens eine gute Stunde Autofahrt entfernt.






Besalu
Die gesamte Altstadt steht unter Denkmalschutz. Das bekannteste Wahrzeichen ist sicherlich die beeindruckende romanische Steinbrücke Pont Vell über den Fluss Fluvià.
Wir parken auf dem schon recht vollen Parkplatz hinter der Touristeninformation und bummeln über die Brücke in das Städtchen mit Stadttoren und Stadtmauerresten, engen Gassen, Natursteinhäusern, kleinen Plätzen und Cafés.





Sant Pere
Gegen einen geringen Eintritt darf man die Klosterkirche Sant Pere betreten. Die ehemalige Benediktinerabtei wurde im 10. Jahrhundert gegründet und war ein wichtiges religiöses und politisches Zentrum der Grafschaft Besalú.
Die Kirche ist ein schönes Beispiel der klaren katalanischen Romanik. Besonders sehenswert sind das schlichte, harmonische Langhaus und der monumentale Glockenturm.
Sehr schön das kunstvoll gestaltete Presbyterium mit seinen Säulen und Kapitellen.

Vorbei am Zirkusmuseum und entlang der Stadtmauer laufen wir zur Kirche Sant Vicenç, die wir uns aber wegen einer Hochzeit nicht anschauen können.
Das jüdische Viertel finden wir nicht, es fehlen Hinweistafeln oder wir sehen sie nicht.

Über die neue Brücke, von der man noch einmal einen schönen Blick auf die alte hat, laufen wir zurück und fahren weiter nach Figueres.
Die Stadt ist vor allem als Geburtsort von Salvador Dalí bekannt und zählt zu den meistbesuchten Kulturzielen Kataloniens.
Wir finden einen freien Parkplatz in der Nähe des Dali-Theatermuseums.



Unterwegs in Figueres
Von dort laufen wir durch Gassen zunächst zur Rambla de Figueres, wo gerade ein Bürgerfest stattfindet.

Wir haben ein Timeslot ab 14:30 Uhr im Teatre-Museu Dali gebucht. Noch Zeit genug, essen zu gehen. Wir sitzen im Trockenen, als ein kleiner Regenschauer niedergeht.
Um 14:30 Uhr lässt man uns hinein. Das Dalí-Museum ist keine normale Gemäldegalerie, sondern ein Gesamtkunstwerk des Künstlers selbst. Das Museum wurde auf den Ruinen des ehemaligen Stadttheaters errichtet. Dalí gestaltete das Gebäude persönlich und betrachtete es als sein größtes Kunstwerk.

Die auffällige rote Fassade mit den goldenen Broten und riesigen Eiern auf dem Dach gehört zu den bekanntesten Motiven Kataloniens.
Im Museum finden sich Gemälde, Skulpturen, Installationen, optische Täuschungen und surreale Räume. Viele Werke sind so gestaltet, dass man sie aus einem bestimmten Blickwinkel betrachten muss.








Dali
Dali hat sich an alles gewagt, die schiere Fülle seiner Werke überwältigt einen.
Leider hindert einen die zunehmende Fülle der Besucher auch daran, alles in Ruhe zu betrachten.
Nach 90 Minuten haben wir genug von Dali und machen uns auf den Rückweg. Unterwegs kommt die erste Katastrophenalarm-Meldung …