Autor: Pit Aretz (Seite 19 von 57)

Steinrast – Kofelraster Seen und zurück

Bis Mittag Sonne und relativ warm. Ab Mittag bewölkt, nachfolgend Gewitter, bis 30°

Alles bestens ausgeschildert

Alles bestens ausgeschildert

Um 9.45 Uhr laufen Gaby und ich ab dem Parkplatz kurz vor Steinrast auf Weg 4A zunächst mäßig, dann leicht ansteigend durch lichten Wald hinauf Richtung Kofelraster Seen.

Auf Weg 4B

Auf Weg 4A

Ab dem Abzweig zur Larchberger Mühle geht es etwas steiler über Almwiesen hinauf zur Kühbergalm und von da – landschaftlich am schönsten – weiter hinauf zur Kofelraster Alm.

Hinter der Kühbergalm der schönste Abschnitt

Hinter der Kühbergalm der schönste Abschnitt

Kofelraster Alm in 2200 m

Kofelraster Alm in 2200 m

Das letzte Stück hat es noch einmal in sich: In Serpentinen und etwas geröllig geht es auf kurzer Strecke noch weitere 300m hinauf.

Noch einmal 300 m hinauf...

Noch einmal 300 m hinauf…

... und dann der untere See

… und dann der untere See

Ich weiß nicht was man eigentlich erwartet: Die Seen gehen irgendwie unter zwischen den kahlen Bergen rundherum – sie kommen einem so klein vor, sind sie aber nicht.

Plötzlich türmen sich große Wolken auf und beim Picknick mit Blick auf den See fallen ersten Regentropfen. Wir haben uns hoch gequält, dann wollen wir auch noch den zweiten See sehen. Dazu muss man aber noch ein kleines Stück laufen und über ein paar Felsen klettern.

Der obere See

Der obere See

Ich klettere am Ufer des oberen Sees entlang zum Joch, das hinab nach Tarsch führt, im Hintergrund über dem Similaun schlagen erste Blitze ein.

Gewitter im Anmarsch. Erste Blitze im hinteren Schnalstal.

Gewitter im Anmarsch. Erste Blitze im hinteren Schnalstal.

Zeit zu gehen – wir haben keine Regensachen dabei – es sollte ja nicht regnen !
Der Himmel hat sich mittlerweile zugezogen, die ersten dickeren Tropfen fallen. Nein, in der Viehhütte wollen wir nicht warten, wie eine kleine Gruppe vor uns.

Gerade vor dem Gewitter erreichen wir die Kühbergalm, die glücklicherweise bewirtschaftet ist! Viele Wanderer haben sich hierhin geflüchtet. Drinnen ist es stickig – wir sind kurz vorm Einschlafen. Nach Radler, Kaffee und Kuchen hat der Regen aufgehört. Bei bewölktem Himmel, aber trocken, wandern wir hinab zum Parkplatz.
Recht anspruchsvoll heute: 765 HM rauf und wieder runter, Länge 12,5 km. Zeit 6 Std. inkl. Schauen, Warten und Pausen.

Heute gibt es zum Abendessen Salatbüffet, Gnocchi, Forelle mit Petersilienkartoffeln und ??
Danach natürlich wieder dasselbe: Balkon, Nachrichten, Wein und lesen und damit ist die erste Woche auch schon vorbei.

Rund um den Zoggler-Stausee

Morgens Sonne, ab Mittag ab und zu Wolken, heiß bis 30°

Zoggler-Stausee

Zoggler-Stausee

Wir parken an der Talstation der Gondelbahn in Kuppelwies und wandern den neu angelegten Seerunde-Weg ab. Nach einem kurzen Stück an der Straße entlang geht es hinauf in den Wald. Es ist angenehm schattig, ab und zu Blicke auf den grünen Zoggler-Stausee. Es geht ein Stück durch St. Walburga, dann hinab zur Straße und weiter Richtung Stausee.

Angler am See

Angler am See

Wir überqueren den Staudamm und wandern an der Schattenseite zurück.

Orchideen en masse

Orchideen en masse

An einem Kneippbecken kühlen wir unsere Waden, finden am sägespanweichen Barfußpfad unsere Mitte und kühlen noch einmal, bevor es nach Kuppelwies zurück geht.

Kneippen

Kneippen

Schöne unanstrengende Wanderung – 3 Std. sind wir unterwegs.

Themenstation

Themenstation

Noch eine Station

Noch eine Station

Zu Hause machen wir uns ein paar Brote mit Aufschnittresten, die wir noch im Kühlschrank haben. Matthes hatte heute morgen bereits Brot beim Bäcker gekauft.

Wir schauen den Bauern immer noch fasziniert beim Heumachen zu, die in der glühenden Mittagssonne ohne Pause am Hang stehen und Gras zusammen rechen – sogar die beiden alten Bauern mühen sich gebeugt den steilen Grashang hinauf, um zu helfen.

In praller Sonne und ohne Pause. Respekt!

In praller Sonne und ohne Pause. Respekt!

Ich lese Brunos „Reiner Wein“ zu Ende. Wir sitzen meistens drinnen im Schatten, weil es in der Sonne bei zunehmender Schwüle auf dem Balkon kaum auszuhalten ist. Kurzzeitig regnet es leicht, während ich drinnen die ersten Fotos bearbeite und meinen „Reisebericht“ schreibe.

Zum Abendessen gibt es heute nach dem Salatbüffet Kräuternockerln, Zicklein oder gegrilltes Kalbsschnitzel mit Spätzle und Mangold und als Nachtisch Zitronen-Panna cotta mit dunklen dicken Johannisbeeren.

Ein bißchen Balkon, 21.45 Uhr Nachrichten, Wein trinken und ab ins Bett. Ich beginne „Montecristo“ von Martin Suter.

Rundwanderung Weißbrunnsee, Höchster Hütte, Langsee, Fischersee

Sonne, warm, ab Mittag ein paar Wolken, – 28° im Tal

Auf dem Weg zur Höchster Hütte

Auf dem Weg zur Höchster Hütte

Um 10.20 Uhr starten Gaby und ich am Weißbrunnsee hinauf Richtung Höchster Hütte, während Barbara und Matthes zum Fischersee und weiter zur Fiechtalm gehen wollen. Zunächst geht es mäßig bergan, im oberen Teil zunehmend serpentinig und steiler.

Gut angelegter Bergsteig

Gut angelegter Bergsteig

Der Weg ist hervorragend angelegt, nirgendwo eine besondere Schwierigkeit. Die 650 HM sind aber nicht ohne, an die dünnere Luft haben wir uns auch noch nicht so recht gewöhnt. Gaby kämpft sich tapfer und ohne Murren nach oben, hat dann aber restlos genug.

Höchster Hütte mit Grünsee

Höchster Hütte mit Grünsee

Grünsee

Grünsee

An der Hütte sitzen wir in der Sonne auf der Terrasse und schauen auf die Berge mit den wenigen Schneeresten und den Grünsee und essen Gerst- bzw. Gemüsesuppe. Kein Schnee wie im letzten Jahr.

Der Weg ist nicht zu verfehlen

Der Weg ist nicht zu verfehlen

Gestärkt geht es zunächst mehr oder weniger auf einer Höhe bleibend über den Staudamm Richtung Langsee, zu dem man am Ende ein Stück absteigen muss. Unterwegs müssen wir zwei Restschneefelder überschreiten. Der Weg ist auch hier durch die Rote Muren hervorragend ausgebaut, Steinplatten sind kunstvoll aneinandergelegt worden, ausser Trittsicherheit braucht man nicht viel Bergerfahrung.

Kunstvoll naturgefliest...

Kunstvoll naturgefliest…

Steinmännchen kurz vorm Langsee

Steinmännchen kurz vorm Langsee

Langsee

Langsee

Ab dem Langsee geht es über die Wiesen der Hinteren Weißbrunnalm mit gelben, blauen und violetten Blumen.

Der Bach begleitet uns, mal plätschernd, mal rauschend

Der Bach begleitet uns, mal plätschernd, mal rauschend

Spiegelungen an der Weißbrunnalm

Spiegelungen an der Mittleren Weißbrunnalm

Rechts begleitet uns das Murmeln und Rauschen des Falschauer Baches, der sich an der Oberen Weißbrunnalm zur Mittleren Weißbrunnalm hinabstürzt. Am Wasserfall sehr viele verschiedene Blumenarten und Wollgras, Bergidyll mit Hütte und alten Lärchen.

Wollgras

Wollgras

Bergidylle

Bergidylle

In der Nähe des Fischersees essen wir auf einer Bank unseren Apfel.

Hütte in der Nähe des Fischersees

Hütte in der Nähe des Fischersees

15 Min. später sind wir unten am Parkplatz und müssen vor der Rückfahrt zunächst die Ziegen von unserem Auto verjagen. Im Schatten hatten sie es sich bequem gemacht und mit den Hörnern den Lack zerkratzt.
Die insgesamt 12,8 km lange Strecke mit 655 HM haben wir in knapp 4 Std. reiner Gehzeit abgelaufen, 2 Std. 45 haben wir gerastet, fotografiert, geschaut und geschnauft.

Zu Hause duschen, ein wenig ausruhen und bald geht es zum Abendessen: Salatbuffet, Karotten-Käse-Knödel in Butter mit Parmesan, Saltimbocca mit Broccoli und Rosmarinkartoffeln, Banane mit Eis, Sahne und Schokocreme.

Wir sitzen bis zu den Nachrichten auf dem Balkon, schauen uns an, was die Griechen sich wieder überlegt haben, trinken noch ein Glas Wein und gehen früh ins Bett. Ich lese noch ein wenig in Brunos 6. Fall, bevor mir die Augen zufallen.

Mit der Seilbahn nach Ausserschwemm, durch die Grube zur Kaserfeldalm und zurück zum Schwemmerhof

Sonne, ab und zu ein paar Wolken, bis 25°

Kurz nach 8 Uhr sitzen wir am Tisch und genießen das Frühstück. Kurz vor 10 sind wir an der Talstation der Kabinenbahn in Kuppelwies. 9 € kostet die einfach Fahrt hinauf.

An der Ausserschwemmalm

An der Ausserschwemmalm

Wir folgen zunächst Weg 29 vorbei an der Ausserschwemmalm zur Grube, wo wir am Bach eine kleine Pause machen.

Zwischen Ausserschwemm und Grube

Zwischen Ausserschwemm und Grube

Kurz vor der Grube

Kurz vor der Grube

In der Grube hört man das Wasser rauschen

In der Grube hört man das Wasser rauschen

Dann wandern wir Weg 12A hinauf, bleiben mehr oder weniger auf der Höhe und folgen dem Brunnwiesenbach hinab bis zur Kaserfeldalm, wo wir ein Käsebrett, Getränke und Buchweizenkuchen mit Kaffee bestellen.

Weg 12 führt uns aus der Grube hinauf

Weg 12 führt uns aus der Grube hinauf

Abstieg zur Kaserfeldalm

Abstieg zur Kaserfeldalm

Kaserfeldalm

Kaserfeldalm

Von dort geht es mäßig hinab weiter auf Weg 14B, an einer Verzweigung folgen wir dem Ultener Höhenweg 12, der direkt zum Schwemmerhof führt. Wir überqueren ein paar Bächlein, kommen am etwas kräftiger fließenden und stürzenden Mesnerbach vorbei und erreichen schließlich die Wiesen vor unserem Balkon, wo schon wieder fleißig Heu gemacht wird.

Blume des Tages

Blume des Tages

Die Frauen legen sich direkt ins Bett, ich lese auf dem Balkon und bekomme noch mächtig Sonne ab, während Matthes drinnen im Schatten bleibt.
Kurz nach 19 Uhr sind wir beim Essen: Unser Menü heute: Salatbüffet, Gemüsestrudel mit Tomatensoße, Cordon bleu mit Kartoffelsalat und geschmorten Paprikavierteln, Sauerrahmcreme mit Erdbeermus.

St. Moritz – Steinrast – Talstation Sessellift – St. Moritz

Morgens wolkig, an Mittag Sonne, bis 24°

Um 8 Uhr gibt es wieder ein üppiges und abwechlungsreiches Frühstücksbüffet. Mit uns sind nur noch vier weitere Gäste da. Das Ei ist perfekt weich, das Müsli mit frischem Obstsalat ab heute ein Muss und der Kaffee wie er sein soll: Stark! Die Milch dazu kann man sogar essen: Wunderbar schaumig.
Nach dem Frühstück ist unser Appartement schon geputzt und aufgeräumt – die Putzfrau war heute sehr zeitig da.

Gegen 10 Uhr laufen wir über die Zufahrtsstraße hinauf zum Kirchlein St. Moritz.   

Alles noch sehr urig hier oben

Alles noch sehr urig hier oben

Drinnen schauen wir uns noch einmal die gotischen Fresken an, bevor wie über Wanderweg 11 durch lichten Wald unangestrengt bis zum Bergrestaurant Steinrast laufen.

Mittelalterliche Fresken im Kirchlein St. Moritz

Mittelalterliche Fresken im Kirchlein St. Moritz

Wir diskutieren ein wenig, wie wir wieder zurücklaufen wollen, entscheiden uns dann letzlich für die anfängerfreundliche Variante: Richtung Talstation Sessellift und wieder hinauf nach St. Moritz über Weg 9.

Die Schmetterlinge sind hier sehr aktiv

Die Schmetterlinge sind hier sehr aktiv

Bergthymian

Bergthymian

Am Restaurant kehren wir ein – und genau jetzt kommt die Sonne raus. Wir trinken unser erstes Radler und essen Speck- und Leberködelsuppe. Sehr sättigend!

Typischer Ultentaler Hof

Typischer Ultentaler Hof

Blick zurück auf St. Moritz (mehr Häuser gibt es da wirklich nicht)

Blick zurück auf St. Moritz
(mehr Häuser gibt es da wirklich nicht)

Heute sitzen wir nur noch auf unserem Balkon, trinken Kaffee, lesen und schauen den Leuten beim Heumachen zu. Respekt! In der knalligen Sonne wird mit Rechen auch noch der letzte Rest Heu zusammen getragen, permanent im steilen Hang stehend und unermüdlich. Dazu Traktoren und Heuernter, die auch 45°-Steigungen spielend bewältigen.
Um 19 Uhr Abendessen – alle sind pünktlich und haben offensichtlich Hunger. Salatbüffet, Zucchinisuppe, Knödel mit gratiniertem Fenchel und Gulasch vom Milchkalb und Topfensoufflet mit Aprikosenmus. Knödel müssen wir jetzt erst einmal nicht mehr essen.
Noch kurz auf dem Balkon – zur Nachrichtenzeit gehen wir ins Haus: Was gibt es Neues zu Griechenland?

Wir trinken einen Rotwein aus der Gegend, gehen danach aber wieder zeitig ins Bett, wo ich noch bis 24 Uhr lese.

Anreise – mal am Sonntag

Abfahrt 6.20 Uhr, Fahrt problemlos. Tanken hinter Ulm, kurze Zeit später erste Pause.
Bei Füssen im Tunnel nach Reutte Stau, wir fahren wie letztes Jahr in Oy-Mittelberg ab. Es geht über Nesselwängle, die B198 entlang des Lech und dann über das Hahntennjoch nach Imst. Kurz bevor man zum Joch abbiegt geraten wir in ein Fahrradrennen. Bis Imst müssen wir immer wieder mehr oder weniger waghalsig und gefährlich Gruppen von Radfahrern bei Gegenverkehr überholen, werden auf der Talfahrt hinunter nach Imst aber auch von rasenden Radfahrern überholt.
Hinter Imst tanken wir voll (1,31 €) und fahren dann über die L17 ins Pitztal. Unterwegs legen wir noch eine schöne Pause in einer Blumenwiese mit Blick auf die Berge ein.

Blumen und Berge

Blumen und Berge

Pause im Pitztal

Pause im Pitztal

Ab Fliess fahren wir über die ausgebaute B180 und über den Reschenpass weiter ins Vinschgau. Viele Sonntagsausflügler unterwegs. Mehr als ein Schnitt von 50 km/h ist nicht zu schaffen. In Algund fahren wir ab und über Lana weiter ins Ultental. Kurz nach 17 Uhr sind wir am Schwemmerhof hoch über St. Nikolaus. 863 km – erstaunlich kurz.
Barbara und Matthes treffen unmittelbar mit uns ein. Frau Schwienbacher begrüßt uns und gibt uns die Schlüssel zum Appartement Olmsummer – alles wie letztes Jahr, nur ist es heute sehr viel wärmer draussen.
Zu Abend essen wir mitgebrachte Nudeln und Gulasch mit Tomaten-Gurkensalat. Auf dem Balkon leeren wir eine Flasche Sekt, es wird uns aber schnell kalt. Alle sind müde, ich habe ein wenig Kopfschmerzen.
Ohne Problem ein- und durchgeschlafen.

Rückflug

Kurz nach 6 Uhr sitzen wir im Auto und fahren über die bisher nicht gesehene volle Autobahn zum Flughafen. Es dauert länger als gedacht und – was sonst – keine Tankstelle hat auf. Wir können das Auto nicht vollgetankt zurückgeben und jetzt noch eine Tankstelle suchen würde zu lange dauern. Dann eben nachzahlen. Also rein ins Parkhaus, den Hinweisen HERTZ folgen, direkt daneben findet man Firefly. Hätten wir gewusst, dass man nur den Schlüssel abzugeben braucht und keinerlei Kontrolle stattfindet, hätten wir auch gestern bereits volltanken können.

Gaby ist mittlerweile auf der Suche nach einer Toilette, ich irre mit dem Koffer und meinen Taschen durchs Parkhaus, habe nicht mitbekommen, ob und wo wir uns treffen wollen – hier fehlen eindeutige Hinweisschilder: Wo ist das Abflugterminal??? Nach zweimaligem Rauf und Runter und wieder Rauf ziehe ich meine Sachen vielleicht einen Kilometer weit durch den dann doch richtigen Gang zum Terminal. Ich brauche eine Zeit lang, bevor ich Ryanair finde und stelle mich in die recht lange Reihe (ca. 50 Personen noch vor mir). Von Gaby immer noch keine Spur. Gestoppt wird alle 3 Min. ein Passagier abgefertigt, das schaffen wir nie. Um 8.30 Uhr wird endlich ein zweiter Schalter geöffnet und plötzlich geht’s zügig. Gaby ist mittlerweile auch da und um 8.45 Uhr haben wir unser Gepäck abgegeben und können uns auf die Suche nach der Sicherheitsschleuse machen. Eindeutige Wegweisung ist das nicht! Der Sicherheitscheck ist aber letztendlich auch zügig erledigt, wir haben noch genügend Zeit. Am Gate machen wir es uns auf den Bänken bequem, während sich die ersten Passagiere in die immer länger werdende Schlange einreihen. Blödsinnig – ohne uns fliegt der Flieger eh nicht ab, es reicht als letzter an Bord zu gehen.

Die Kinder der Familie, mit denen wir von ParkVia Charleroi zum Flughafen gefahren waren, erkennen uns sofort und erzählen ohne Pause von ihren Urlaubserlebnissen. 10 Uhr reguläre Abflugzeit, um 10.10 Uhr sind alle Passagiere im Flieger und abflugbereit.

Über 5 Stunden  eingesperrt...

Über 5 Stunden eingesperrt…

„Wegen Streiks der Fluglotsen in Frankreich haben wir in ca. 3 Stunden ein Zeitslot zum Überflug. Bitte bleiben sie im Flugzeug – wir starten sofort nach Flugfreigabe .“ Wie bitte? Ich bekomme einen leichten Anflug von Platzangst. Zum Glück habe ich mein Tablet im Handgepäck. Die drei Stunden bis zum Abflug und die weiteren 2,5 Std. Flug lassen sich lesend  so glücklicherweise panikfrei überstehen.

In Brüssel ist es warm, die Sonne scheint. Um 16.45 Uhr haben wir unser  Gepäck und rufen den Shuttlebus, der uns ca. 20 Min. später abholt.  Parkplatz bezahlen und ab nach Hause: Quasi ab Charleroi stehen wir dann bis Liege immer wieder im Stau. Egal – wir haben Zeit. Und irgendwann sind wir dann auch zu Hause und haben sogar noch Fritten und Wiener Schnitzel im Kühlfach 🙂

Malaga: Kathedrale, Picasso-Museum, Hafen

Bewölkt und kühl. Gegen 11 Uhr fahren wir direkt  am Meer entlang nach Malaga und parken im Parkhaus Cervantes (11.35 €). An der Universitätsverwaltung vorbei laufen wir zur Kathedrale. La Manquita (‚die Einarmige‘) wird die Kathedrale auch von den Einheimischen genannt, da der zweite Turm aus Geldmangel nie vollendet wurde. Für 5 € wird einem nach einer Bauzeit von 254 Jahren eine Mischung  verschiedener Stilrichtungen präsentiert. Vorherrschend ist der Stil der Renaissance, aber auch Elemente der Gotik, des Barocks und des Neoklassizismus sind zu entdecken. Wir haben schon schöneres gesehen: Es wirkt ein wenig überladen, unausgewogen – und überall Immculatae.

Renaissance

Renaissance

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Das Picasso-Museum steht nun auf dem Plan: Es ist zwar recht voll, wir kommen aber schnell hinein (8 €). Mit Audioguide ausgerüstet betrachten wir die Picassowerke, die sich auf 12 Hallen in einer alten Stadtvilla über zwei Etagen verteilen. Dabei erfährt man einiges über sein Werk, seine Ideen, Malerei als Politik…

Fotografieren verboten

Fotografieren verboten

Picasso in der Stadtvilla

Picasso in der Stadtvilla

Im Keller findet man antike Ausgrabungen aus der phönizischen Zeit Malakas und Grundmauern eines römischen Wachturmes.

Unterwegs in Malaga

Unterwegs in Malaga

Hier flanieren die Malagassen (??)

Hier flanieren die Malagassen (??)

Fast am Hafen...

Fast am Hafen…

Wir bummeln durch die Gassen der Altstadt und landen zur Mittagszeit im Restaurant Strachan – es beginnt zu nieseln.  Als Vorspeise bestellen wir uns verschiedene Tapas, danach Fisch in Pergament auf Gemüse bzw. mit Muscheln und Käsekuchen als Dessert. Mit einem Kaffee und großen Bier alles für 60 €. Gut, dass der Nieselregen sich mittlerweile verzogen hat. Wir bummeln hinunter zu Hafen, wo ein großes Kreuzfahrtschiff angedockt hat.

Kreuzfahrtschiff

Kreuzfahrtschiff

Nette kleine Museen, Läden - alles proper

Nette kleine Museen, Läden – alles proper

Malaga hat sich für die Bewerbung zur Kulturhauptstadt rausgeputzt (hat leider nicht geklappt); Alles ist neu hier unten am Hafen, viele Geschäfte, Cafes, Restaurants und Museen. Hinter dem Leuchtturm wird es sehr stürmisch, das Meer ist aufgewühlt, am Strand verständlicherweise nichts los.

Aufgepeitschtes Mittelmeer

Aufgepeitschtes Mittelmeer

Adios Malaga

Adios Malaga

Für das letzte Abendessen kaufen wir noch ein paar Oliven und Schinken und trinken in einer Lounge am Hafen Bier und Sangria, bevor wir nach Hause fahren und beginnen unsere Sachen zusammenzupacken.

Sangria und Bier am Hafen

Sangria und Bier am Hafen

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