Autor: Pit Aretz (Seite 40 von 56)

Presqu’ile de Crozon: Cap de la Chevre

Morgens heiter, ab Mittag sonnig. Kaum windig, bis 27°

Heute ohne Morgengymnastik über Concarneau und Quimper quer durch’s Land nach Crozon, wo wir Bärbel und Otto treffen. Die Kirche kann wg. Messe nicht besichtigt werden, auf dem Markt Fischstände mit sehr viel Auswahl.

Zwischen Himmel und Erde - c 2011 Pit Aretz

Wir fahren zur Pentille der beiden, weit abgelegen im kleinen Weiler Bregoulou und dann weiter zum Cap de la Chevre, von wo aus wir einen Spaziergang mit einigem Rauf und Runter entlang der Küste machen: Herrliche Kontraste zwischen blühender Heide und Stechginster und dem Meer in verschiedenen Grün- und Türkistönen.

GR 34 am Cap de la Chevre - c 2011 Pit Aretz

Dazu Felsen in unterschiedlichen Farben und ein strahlend blauer Himmel. Es ist fast windstill und (für hier) sehr warm, deshalb leider auch etwas dunstig.

Matthes und Otto

Wir wandern bis zur Pointe de Kerroux und dann landeinwärts zu den urtümlichen und blumenbunten Weilern um Kerroux.

Schön restaurierte Bauernhäuser - c 2011 Pit Aretz

An der Anse St. Nicolas treffen wir wieder auf die Straße, von dort durch Rostudel zurück zum Parkplatz. (6,5 km, 1h30 und 0h40 Staunen, 102 HM).

In St. Hernot bei Hermine (Chez Hermine) füllen wir unseren Wasserhaushalt mit Panache wieder auf, machen danach noch einen Abstecher zum Strand von La Palue und uns anschließend bei Bärbel und Otto frisch fürs Abendessen in Morgat.

Strand von La Palud - c 2011 Pit Aretz

Alle haben Hunger und deshalb sitzen wir schon kurz vor 19 Uhr bei Dede auf der Außenterrasse. Wir wählen Fischsuppe bzw. Jakobsmuschelsalat, Lotte in Porree- oder Pfeffercreme und verschiedene Desserts (Cafe Gourmand!). Nach einem Bummel durch Morgat und hinunter zur Mole trinken wir bei Pierrot noch ein bretonisches Bier und fahren gegen 22.30 Uhr zurück.

Ein wunderschöner Tag, besonders auch dank Otto, der hier jeden und alles zu kennen scheint und ein prima Fremdenführer war. Danke.

Um Mitternacht sind wir zurück, außer mir gehen alle direkt ins Bett – ich lese noch eine Stunde.

Concarneau, Pointe du Cabellou und kleine Radtour

Morgens heiter bis wolkig, ab Mittag sonnig. Kaum windig, bis 24°

Nach dem Frühstück Besuch von Concarneau. Wir parken in der Nähe des Bahnhofs und schlendern hinunter zur Ville Close, der befestigten Altstadt.

Concarneau Ville Close - c 2011 Pit Aretz

Es ist natürlich voll, Verkaufsstände, kleine Läden und vor allem Restaurants, Creperien, Cafes…
Wir umrunden die Ville Close auf der Stadtmauer, durchstreifen jede Straße und hören den bretonischen Musikern zu, die im Eingangsbereich ein Konzert geben.
Wir gehen hinunter zum Marinarium, setzen uns ans Meer und Gaby findet die Jugendherberge, in der sie vor über 20 Jahren mal war. In den Markthallen kaufen wir uns Lachs-Lauch-Tarten, die wir im Schatten der Kirche verspeisen.

Rue du Guesclin - c 2011 Pit Aretz

Wir umrunden die Halbinsel und fahren zur Pointe du Cabellou, wo wir uns für 2 Stunden an den Strand legen.

Fort Cabellou - c 2011 Pit Aretz

Ich arbeite mich durchs Felsgewirr vor zum Fort, von wo man einen Blick auf die Ville Close hat, die aber bei Ebbe und ohne Sonnenlicht nicht sehr fotogen wirkt.

Durchblick - c 2011 Pit Aretz

Zu Hause gibt’s Kaffee und Kuchen, Gaby und ich fahren mit den Fahrrädern noch eine kleine Runde: Entlang des Meeres und durch das sehr hübsche Kercanic (mehrere Granitbauernhäuser mit Reetdächern) über Nevez und St. Philibert zurück (11 km).

Alte Bauernhäuser in Kercanic - c 2011 Pit Aretz

Wir essen Reste von gestern, lesen und schauen Meteo und spielen heute wieder einmal Romme.

Anse de Pouldohan und Pointe de la Jument

Perfekter Tag, den ganzen Tag (fast) wolkenlos. Kaum windig, bis 23°

Nach dem Frühstück fahren wir über Tregunc nach Pouldohan, wo wir am Hafen parken. Wir gehen Wanderung 37 aus dem Rother Wanderführer Bretagne.

Unterhalb von Pouldohan - c 2011 Pit Aretz

Wieder einmal Niedrigwasser bzw. Ebbe, was aber nicht so schlimm ist. Vom Küstenwanderweg aus hat man sehr schöne Blicke aufs Meer, hinter jeder Kurve gibt es Neues zu sehen.

Modernder Schiffrumpf - c 2011 Pit Aretz

Der Weg über die Straße nach Pendruc und Kernerzic ist ziemlich öde, weiter über Kervren und Grignallou auch nicht schön, aber abwechslungsreicher.

Ginster und Heidekraut...

Wir treffen wieder auf den Küstenweg, durch ein Wäldchen mit Heidekraut geht es am (Niedrigst-)wasser entlang zur Pointe de Grignallou, wo wir Mittagspause machen.

Warten auf die Flut? - c 2011 Pit Aretz

Fast jeder buddelt hier im Schlick und sucht etwas (nennt sich Peche a pied – Zu Fuß Angeln). Weiter geht es immer am nicht vorhandenen Meer entlang der Anse de Pouldohan zurück zum Parkplatz.

Traumstrand bei Pouldohan - c 2011 Pit Aretz

Auf dem Rückweg einkaufen, zu Hause Kaffee trinken, Kuchen essen, lesen, sonnen, Kartoffel-Auberginen-Salat fürs Grillen heute abend vorbereiten, Gemüsepäckchen wickeln. Matthes fährt noch einmal in den Supermarkt, weil das Grillfleisch ungenießbar riecht und nicht einmal mehr umetikettiert werden könnte – weg damit!

Wir schaffen es, den Lavagrill (auch den gibt es hier) anzuwerfen. Einige Würstchen fangen Feuer: macht nichts, alles wird gar und schmeckt prima. Lange halten wir es aber draußen nicht aus: Kaum sitzen wir im Schatten, lässt uns ein kühler Wind frieren.

Alle sind heute merkwürdig schlapp: Matthes nickt immer wieder ein und auch mir fallen kurz die Augen zu. Noch ein bisschen lesen, kein Romme – früher schlafen gehen als sonst.

Rundgang und Erkundung Trevignon

Morgens ab und zu nieselig, ab Mittag aufgeheitert bis sonnig. Kaum windig, bis 23° 

Spät aufgestanden, wenig Schlaf in der Nacht. Alle etwas genervt von der Mückenplage.

Trevignon - c 2011 Pit Aretz

Nach dem Frühstück und doppelter Morgengymnastikeinlage gehen wir gegen 11 Uhr Richtung Meer, umrunden die Pointe de Trevignon, schauen uns den kleinen Markt und den Hafen an und gehen am Lec’h Roz (der riecht auch so) entlang zurück.

Ab Mittag können wir draußen sitzen und essen.

Snack im Garten...

Es gibt den Fischeintopf von gestern  – etwas verlängert als Suppe und weitere Kleinigkeiten als Mittagsimbiss.

Nach Kaffee und Kuchen gehe ich mit Barbara und Matthes am Meer und den Etangs entlang bis zum Plage de Kerouiny und auf gleichem Weg zurück: Auf der einen Seite das Meer, auf der anderen die Schilfseen. Auf den Dünen blüht erstaunlich viel, sogar eine Schlange flieht vor uns. Für die 7 km brauchen wir ca. 1.5 Std.

Die Flut kommt - c 2011 Pit Aretz

Wir machen heute Bratkartoffeln, Minutensteaks im Speckmantel und gedünstete Möhren, vorher gibt’s einen Rohkostteller.

Ein klarer, windstiller Abendhimmel. Ich fahre mit dem Fahrrad an den Strand – Sonnenuntergang muss heute sein.

Ein letzter Schimmer Abendlicht - c 2011 Pit Aretz

Das Wasser glänzt im Abendlicht, träge wälzen die Wellen an den Strand.

Sonnenuntergang bei Trevignon - c 2011 Pit Aretz

Wir lesen, spielen Romme, trinken wenig Wein, töten ein paar Mücken und gehen nach 0.30 Uhr ins Bett. Die Nacht ist weitestgehend mückenfrei – wir schlafen bis 9 Uhr.

Umzug nach Tregunc (Pointe de Trevignon)

Morgens nieselig, die ganze Fahrt über Regen, Niesel und Nebel im Wechsel. Ab Nachmittag Dauerregen.

Unser Gästebucheintrag

7.30 Uhr aufstehen, Frühstück, Sachen packen. Matthes reißt sich am Koffer den Nagel des großen Zehs ab, den Rest des Urlaubes läuft er mit Verband rum. 
Der Vermieter kommt gegen 10 Uhr, hat nichts auszusetzen, spricht heute nur französisch (dafür auch besonders schnell) und schenkt uns als Souvenir ein Foto aus seiner Ausstellung.

Wir fahren quer durch die Bretagne, meistens über D-, manchmal über C-Straßen. Dauerregen, Niesel, Nebel – wir sind eben in der Bretagne. Es geht recht flott und entspannt ohne Staus, gegen 12.30 Uhr stehen wir vor unserer neuen Unterkunft. Die Wartezeit bis 16 Uhr überbrücken wir mit Einkaufen, Tanken und Kaffee trinken.

Wohnzimmer mit Flat-TV und Kamin

Das Häuschen ist sehr schön und geschmackvoll eingerichtet, Mme. Guittard reduziert für uns ihr französisches Sprechtempo, erhöht es nach und nach aber wieder – vielleicht nicken wir zu oft verstehend?

Es gibt Kaffee und Zitronenkuchen und nach dem Einräumen am Abend einen Kabeljau-Gemüse-Eintopf.

Jetzt muss nur noch das Wetter besser werden!

Nachtrag: Was ein Paradies hätte sein können, entpuppt sich als Hölle. Gegen Abend kommen sie aus allen Ritzen, verlassen ihre Verstecke hinter Gardinen und Schränken: Mücken! Im Laufe des Abends erledigen wir mind. 40, in den Schlafzimmern je 10, im Laufe der Nacht wachen wir immer wieder auf vom Gestochenwerden und Sirren der Mücken – jetzt sind sie erledigten Mücken auch blutrot.

Rund um Laneros und L’Armor

Morgens bedeckt, kurze Nieselschauer, ab Mittag heitert es auf und wird wolkenlos, bis 22°, kaum windig.

Am letzten Tag wollen wir uns noch einmal die nähere Umgebung anschauen. Wir wandern über den GR 34 entlang des Sumpfes bei Laneros, leichter Nieselregen hält uns nicht auf. Es geht durch ein matschiges Wäldchen, über asphaltierte Nebenstraßen ohne Namen vorbei an Äckern mit Artischocken, Pflanzen, die aussehen wie Kohlrabi und Häusern mit üppig blühenden Gärten. An der Hauptstraße zweigt der Chemin des Trois Chapelles ab; er führt zwar zu keiner Kapelle, aber zurück nach L’Armor-Pleubian.

Unterwegs um L'Armor - c 2011 Pit Aretz

Mittlerweile scheint die Sonne. Entlang des weit entfernten Meeres (totale Ebbe) gehen wir am Sillon vorbei über Pen Vir zurück nach Hause.

Sillon und Leuchtturm - c 2011 Pit Aretz

Mindestens 2,5 Std. sind wir unterwegs gewesen.

Nach Mittags-Baguettes legen wir uns in den Garten. Ja, mittlerweile scheint die Sonne und bei wenig Wind genießen wir die Wärme! Zum Kaffee gibt es natürlich wieder einen bretonischen Aprikosenkuchen. Gaby und Barbara holen sich einen Sonnenbrand, ich male und schreibe ins Gästebuch und bereite die gefüllten Paprikaschoten vor, die es heute Abend geben wird.

Wir packen schon  ein wenig unsere Klamotten zusammen, denn morgen um 10 Uhr geht es weiter nach Tregunc in den Süden der Bretagne.

Nach zwei Romme-Runden, einer Schüssel Quar mit Früchten und mehr Wein als zuvor gehen wir nach 0.30 Uhr ins Bett.

Wanderung zum Port la Chaine und Paimpol

Bedeckt, ab und zu aufgeheitert, kurze Nieselschauer, bis 22°, kaum windig.

Wieder einmal Ebbe - c 2011 Pit Aretz 

Wir gehen vom Sillon de Talbert den GR 34 Richtung Westen bis zum Port la Chaine. Ebbe und bedeckter Himmel, alles sieht etwas trostlos aus und das Meer ist ganz weit entfernt.

Leuchtturm von Port La Chaine - c 2011 Pit Aretz 

Vom kleinen Hafen aus wandern wir über die Felder zurück, kurz vorm Creac’h Maout überrascht uns ein ganz kurzer Nieselschauer. Von oben weiter Rundumblick, aber wg. Ebbe heute eher unattraktiv (Gehzeit ca. 2 Std.).

Im Restaurant am Sillon wollen wir bretonische Kartoffeln essen, aber alle Tische sind besetzt bzw. reserviert. Dann eben nicht…

Matthes tröstet uns mit Apfel-Pfannkuchen, ich mische schon einmal meinen Nizzasalat an – muss ja noch etwas durchziehen.

Gegen 15 Uhr fahren wir nach Paimpol, wo wir trotz Überfüllung und diverser Sperrungen wegen des großen Wochenend-Musikfestivals einen Parkplatz finden.

Mischung einer der letzten Konservenfabriken der Bretagne

Wir bummeln durch den Ort, kaufen Postkarten, schauen uns am Hafen das bunte Treiben und das Einlaufen der geschmückten Segelschiffe an und trinken im L’Agapante Kaffee.

Paimpol Flaggenparade - c 2011 Pit Aretz

Abends ist unser Nizzasalat perfekt durchgezogen und in Olivenöl geröstet schmeckt das alte Baguette prima dazu. Einhelliges Urteil zum Cidre: Bier schmeckt uns besser.

Nach Reparatur des SAT-Receivers können wir heute auch wieder Nachrichten sehen.

Beim Romme erreicht Matthes heute als erster die 500 Punkte und gegen 0.30 Uhr ist Schicht.

Tréguier und Ploumanach

Den ganzen Tag sonnig bis 24°, kaum windig.

Ich lade mein Fahrrad auf den Heckträger, um uns die Fahrt mit zwei Autos zu ersparen. Zunächst geht es nach Treguier, wo wir uns die Kathedrale anschauen wollen. Klar – heute ist Markt, die Straßen voll und blockiert, keine Parkplätze. Wir parken vor der Brücke und schlendern mit den Massen an Marktständen vorbei durch die Rue Ernest-Renan mit alten Fachwerkhäusern hinauf zur Kathedrale. Drinnen ist es zwar auch voll, aber angenehm leise.

Kathedrale Treguier – c 2011 Pit Aretz

Sehr schön fällt das Licht durch die in unterschiedlichen Stilen bemalten Kirchenfenster in die gotische Kathedrale. Nach einem Rundgang vorbei am Grabmal des Hlg. Ivo und verschiedenen Kapellen besichtigen wir den Kreuzgang (4 € Eintritt) und den für mich weniger interessanten Kirchenschatz.

Kreuzgang Kathedrale Treguier – c 2011 Pit Aretz

Weiter geht es zur Côte de Granit Rose, wo wir in Perros-Guirec mein Fahrrad abstellen und dann mit dem Auto bis zum Hafen von Ploumanach weiter fahren.

Cote de Granit Rose – c 2011 Pit Aretz

Von hier aus laufen wir den GR 34, den Sentier des Douaniers, zurück nach Perros-Guirec zum Strand von Trestraou (6.9 km in knapp 2 Std.).

Schloss Costaérès / Ploumanach – c 2011 Pit Aretz

Kurz vorm schönen Plage de Guirec gegenüber dem Chateau Costaeres essen wir unsere Brote, unterwegs bewundern wir die schönen und die Phantasie anregenden Steinansammlungen und –ausformungen.

Rote Felsen, blaues Meer, bunte Boote – c 2011 Pit Aretz

Mit dem Fahrrad muss ich leider zunächst eine 21%-Steigung hinauf fahren, bin aber dann doch schnell am Auto und wieder zurück.

Ich muss mich zweimal um die Kreisel am Casino quälen, bevor ich die andern finde und einladen kann – absolut nichts zum Parken oder auch nur zum Anhalten.

Auf dem Rückweg kaufen wir einen weiteren bretonischen Kuchen (diesmal Aprikose – ebenfalls komplett aufgegessen) und liegen jetzt in der Sonne im Garten.

Ich mache die ersten Videoaufnahmen von „unserem“ Strandabschnitt. Es ist schon ein erheblicher Aufwand, für jede Szene das Stativ auszupacken, aufzustellen, zu nivellieren und einzurichten (und die Libelle zeigt es nicht richtig an – der Horizont ist trotzdem schief) , worüber ich die Zeit vergesse und erst um 19.20 Uhr wieder zu Hause bin.

Mein einziges Video hier – Bewegtbild hat auch was…

Barbara und Matthes haben das Essen schon fast fertig: Heute gibt’s Spaghetti bolognaise mit Salat.

Deutschland gewinnt gegen Brasilien 3:2 und es ist wieder 0.30 Uhr, als wir ins Bett gehen.

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