Die Anfahrt über Bari, Foggia und Manfredonia zieht sich trotz Autobahnbenutzung ziemlich in die Länge. Wir fahren immer nah an der Küste entlang Richtung Vieste. Erste schöne Ausblick auf die kreidige Steilküste.
Blick aufs MeerMeer und Möwe
Wegen der steilen Küste ist es kaum möglich ans Wasser zu kommen. Campingplätze, über die man ans Wasser kommen könnte, haben noch nicht geöffnet. So bleiben bis Vieste nur ein paar Ausblicke.
Arco di San Felice
VIESTE
Am Hafen parken wir
Zur Mittagszeit sind wir in Vieste. Der lange Strand vor Vieste ist noch menschenleer und wirkt wie ausgestorben .
In den Gassen von Vieste (Zum Vergrößern klicken)
Durch die engen Gassen laufen wir hinauf zum Kastell und über Treppen am Meer entlang zum Ristorante & Pizzeria Guarda che Luna, von wo man einen schönen Blick auf die Landzunge mit San Francesco hat.
Landzunge mit San Francesco
Mittagessen. Meine Dorade sieht gut aus, hätte aber etwas größer ausfallen können 🙁
Lecker, aber sehr überschaubarIm Hintergrund der Faro di Vieste
PESCHICI
Durch die Gassen gehts zum Auto zurück und dann in unendlich vielen Kehren weiter nach Peschici, wo wir uns die Altstadt anschauen. Durchs Stadttor bummeln wir über die Via Roma und Castello hinunter zum mittelalterlichen Kastell und in einem Bogen über die Via Colombo wieder zurück. Man sollte nicht versäumen in der Gelateria Michel Peschici ein Eis zu essen!!
Kastell am Ende der Altstadt
In den Gassen von Peschici (Zum Vergrößern klicken)
Die Rückfahrt über die SS89 und Autobahn dauert und dauert – dass Danilo nicht einschläft… Im Ort kaufen wir noch kurz vor 20.00 Uhr etwas ein, vergessen aber das letzte Brot und essen das, was noch da ist.
Alle sind ziemlich geschafft. Für eine Tagestour ist es eigentlich zu weit.
Ruvo di Puglia, Castel del Monte, Trani, Weinprobe
Heute ist Castel del Monte-Tag.
RUVO DI PUGLIA
Über Bari und Bitonto fahren wir zunächst nach Ruvo di Puglia, wo wir uns die romanische Kathedrale von Friedrich II inspiriert (wegen Gottesdienst nur von außen) anschauen.
Ruvo di Puglia: Rathaus
Auf einem großen Parkplatz mit Shuttleservice unterhalb des Castels muss das Auto abgestellt werden. Der Touristenandrang hält sich (noch?) in Grenzen.
Dom von Ruvo
Verzierungen am Portal (Zum Vergrößern anklicken)
CASTEL DEL MONTE
Das Castel del Monte (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996) ist ein Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II. Errichtet wurde es von 1240 bis um 1250, wahrscheinlich aber nie ganz vollendet.
Sein Grundriss ist achteckig. An jeder der Ecken steht ein Turm mit ebenfalls achteckigem Grundriss. Der Baustein ist heller gelblicher oder grauweißer Kalkstein aus der Umgebung. Das Material des Eingangsportals und einiger anderer Bauelemente ist Breccia rossa, ein Konglomeratgestein. Einige der Säulen in den Innenräumen sind aus grau-orangefarbenem Marmor. Der ursprüngliche Fußboden aus farbigem Mosaik ist nur noch in Spuren erhalten. Die Räume sind in zwei Geschossen um einen achtseitigen Innenhof angeordnet. [Textgrundlage Wikipedia]
Eingangstor
Wir besorgen uns Audioguides und machen uns an die Entdeckung des Castels. Sich die Säle, die Wände mit Marmorplatten verziert vorzustellen fällt allerdings etwas schwer. Da wurde doch sehr viel geplündert.
Castel del Monte – Impressionen (Zum Vergrößern anklicken)
Die Krone Apuliens
Einmalig in seiner Struktur und ungemein imposant ist das Bauwerk aber allemal.
TRANI
Trani: Auf dem Weg zum Dom
Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Trani, das uns unerwartet überrascht. Im Nachhinein hätten wir mehr Zeit einplanen sollen , aber der Termin für die Weinprobe ist schon festgelegt.
Blendend weiß und direkt am Meer – wunderschön
Ein absolutes Highlight ist der blendend weiße Dom direkt am Meer. Den darf man nicht verpassen.
Der Dom von Trani (Zum Vergrößern anklicken)
Man kann am Hafen entlang bummeln und den Fischern zuschauen. Mehr haben wir heute leider nicht geschafft und Trani ist noch so groß…
Hafenpromenade
SAN VITO
Bevor es zur Weinprobe geht relaxen wir noch ein wenig in San Vito.
Gesessen haben wir gut – bedient hat uns niemand. Wir wollten auch nur sitzen.Kloster San Vito
Und dann geht’s zur Weinprobe in Terre di San Vito.
Giovanni begrüßt uns am Tor und beginnt seine Runde. Vorbei an uralten Olivenbäumen hinauf auf einen kleinen Turm, von dem aus man einen Überblick über die Weinfelder und Anbauflächen hat.
Leider zu selten fotografiert: Jahrtausende alte Oliven
Weiter geht es in den ursprünglichen Lagerraum, bevor wir zur Verkostung schreiten. Giovanni fährt auf: Fünf Flaschen Wein (weiß – rosé- rot), Käse, Focaccia, Oliven, Öl, Konfitüren, getrocknete eingelegte Chili-Tomaten, Bruscette, Feigen, Taralli – alles aus eigener Produktion.
Kleine Auswahl an Köstlichkeiten
Giovanni erklärt uns seine Philosophie – nicht verkaufen um jeden Preis, sondern das, was man mag, seinen eigenen Geschmack, seine Ideen – unabhängig von Verbrauchern und Zwischenhändlern und dem Markt.. Und das scheint ihm zu gelingen und klappt finanziell.
Uns hat es sehr gut gefallen
Zum Schluß führt er uns noch in seinen neuen Lagerraum und die Verkaufshalle. Da wir mit dem Flieger sind und Giovanni nicht ins Ausland liefert, können wir nur Konfitüren mitnehmen. Eine Flasche Rosé bekommen wir noch geschenkt.
Auch wenn die Verköstigung pro Person 50€ kostet, ist sie jeden Cent wert.
Wie Danilo die Rückfahrt ohne Crash schafft weiß ich nicht – ich jedenfalls habe einen in der Kirsche.
Heute geht es nach Matera, Kulturhauptstadt 2019. In Matera leben seit über 10.000 Jahren Menschen, die sich neben-, über- und untereinander nach und nach Wohnhöhlen und Häuser in den felsigen Hang aus Tuff gegraben und ausgebaut haben.
Blick auf Matera
Wir laufen vom Parkplatz hinunter zu den Sassi (seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe) und besichtigen zunächst eine typische Höhlenwohnung im Sasso Caveoso (heute Museum). Die in den Fels geschlagene Wohnung ist weitestgehend erhalten mit Möblierung und Haushaltsgegenständen. Hier kann man hautnah erleben, wie elend und unter welchen unerträglichen hygienischen Umständen fast 18000 Menschen hier bis 1952 zusammen mit ihren Kindern und Tieren in einem „Raum“ lebten.
Blick in die Küche von REISEPSYCHO.COM
Leider ist der Andrang hier relativ groß und zu große Gruppen werden durch den Raum geschleust – fotografieren kann man nicht. Nebenan schauen wir uns noch einen Film über Matera an, daneben sind die Gewölbe einer Felsenkirche zu besichtigen.
Angemauertes Fenster
Wir laufen ohne Plan durch das Gewirr der Sassi, treppauf, treppab, kreuz und quer und machen in der Nähe des Domes eine kleine Pause. Danach weiter Richtung Dom, über diverse Treppen hinunter und wieder hinauf und landen schließlich auf der Piazza Vittorio Veneto.
Matera-Impressionen (Zum Vergrößern anklicken)
Noch mehr Matera-Impressionen (Zum Vergrößern anklicken)
Eines von sieben Dali-Originalen
Hier befindet sich auch der Eingang zur wiederentdeckten Zisterne, die Matera über eine Quelle permanent auch in Trockenzeiten mit Frischwasser versorgen konnte.
Alte Zisterne von Matera (Zum Vergrößern anklicken)
POLIGNANO SAN VITO
Da wir morgen das Weingut „Terre di San Vito“ besuchen wollen fahren wir dort noch kurz vorbei, um uns anzumelden. Unten am Meer präsentiert sich uns ein alter Wachturm und das Kloster San Vito (heute Künstlerkolonie und nicht zu besichtigen) im schönen Abendlicht.
Spanischer WachturmKloster San Vito
Zum Abendessen fahren wir in die Braceria da Matteo nach Triggianello – eine sehr gute Wahl! Chef und Kellner haben in Deutschland gearbeitet und wollen deutsch sprechen, Verständigung also kein Problem. In einer Braceria sucht man sich sein Fleisch an der Theke aus. Das wird dann gegrillt und zubereitet und nach und nach an den Tisch gebracht. Besser, frischer und günstiger geht’s nicht. Hier gibt es natürlich nicht nur Fleisch.
Grotta di Castellana, Noci, Alberobello, Locorotondo, Cisternino
GROTTA DI CASTELLANA
Nicht weit ist es bis zur Grotte von Castellana. Am Parkplatz lassen wir uns etwas überrumpeln und kaufen Tickets für die Höhle (die dann später an der richtigen Kasse gegen echte eingelöst werden müssen) in Kombination mit dem reduzierten Besuch eines 3D-Planetariums. Da wir aber nicht mehr mit in die Höhle kommen und eh warten müssen schauen wir uns zunächst die nett gemachte 3D-Show an.
Durch das Deckenloch wurde vor der Entdeckung Müll entsorgtSo geräumig wie hier ist es gleich nicht mehr…
Nur in der großen Eingangshöhle darf fotografiert werden, unterwegs hätte man auch kaum noch Zeit dazu. Die relativ große Gruppe muss in 2 Stunden ca. 3 km tief (und zurück) in die Höhle geführt werden. Unterwegs gibt es immer wieder Erklärungen zu Besonderheiten. Sehr beeindruckend und mit Abstand die größte Höhle, in der ich bisher war. An das etwas beengende Gefühl aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit hatte man sich nach ca. 30 Min. gewöhnt.
NOCI
Im wie ausgestorben wirkenden Noci
Vorbei an Putignano fahren wir nach Noci. Es ist Montag, die Altstadt wirkt wie ausgestorben. Am Ende einer Gasse der Geruch von Steinofenpizza – um die Ecke das geöffnete Dama. Wir bekommen schnell einen Platz und bestellen unser Mittagessen. Für mich Bruscette mit Thunfisch-Tatar (!) und Spaghetti mit Salsiccia. Alles sehr lecker, sehr freundliche und professionelle Bedienung, gute Portionen und absolut angemessener Preis.
ALBEROBELLO
In der Trulli-Stadt
Weiterfahrt nach Alberobello. Auf der Suche nach den Trulli irren wir zunächst ein wenig umher. Mangels eindeutiger Hinweisschilder finden wir erst nach einer Runde um den Ort eher zufällig einen Parkplatz ganz in der Nähe der Trulli-Stadt.
Trulli von ALBEROBELLO (Zum Vergrößern bitte anklicken)
Die Trullistadt (seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe) lohnt sich unbedingt: Sehr pittoresk, touristisch (na klar), aber noch nicht allzu störend, in den Souvenirläden auch nicht nur Ramsch.
LOCOROTONDO
Aperitif mit AussichtPanoramablick ins Valle d’Itria
In Locorotondo parken wir in der Via Nardelli und gönnen uns einen Aperitif draußen sitzend mit wunderschönem Panoramablick ins Valle d’Itria.
Gasse im Abendlicht
Die Altstadt ist nicht sehr groß und schnell durchkreuzt. In den Gassen sieht man immer wieder aufgehängte Hexen. Haben irgendetwas mit der Karwoche zu tun und ist Tradition in Apulien…
Traditionelle Karwochen-HexeBlick zum Himmel aus enger GasseEtwas arabisch anmutend…
CISTERNINO
Letzter Ort für heute – es wird schon dunkel – ist Cisternino. Sehenswert ist die historische Altstadt mit schmalen weißen Häusern und steilen Außentreppen, schmalen Gässchen, Bögen und kleinen Innenhöfen – teilweise im orientalischen Stil erbaut (Zeugnisse der Sarazenen). Das Herzstück von Cisternino ist die Piazza Vittorio Emanuele mit seinem Uhrturm.
Piazza Vittorio Emanuele in CisterninoSonnenuntergang in Cisternino
Nach dem Frühstück Koffer packen, auschecken und ab zum Auto, das seit vorgestern im Parkhaus steht. Überraschung: Nicht zwei Tage a 7,50 €, sondern 25 € sind zu zahlen. Der Sonderpreis gilt nur tageweise. Egal, Auto stand sicher.
Lutzelstein by Google Maps
Wir fahren über Lutzelstein (La Petite-Pierre) zurück, um uns kurz die Unterkunft und Gegend anzuschauen, wo Gaby im Januar ihren Geburtstag feiern möchte. Nettes kleines Dorf mit viel Wald drumherum.
Gaby holt sich Infomaterial, wir laufen hinunter bis zur Burg und beenden unseren Kurzbesuch mit einer einstündigen Wanderung.
Wir haben ganz gut geschlafen. Am Frühstücksbüffet sehen wir zum ersten Mal eine Auswahl an Crepes und Pfannkuchen. Wir halten uns allerdings an Gewohntes. Mit der Tram fahren wir wieder bis zur Place Kléber und starten dort unsere Besichtigungstour.
Man muss schon etwas weiter weggehen, um einen Eindruck von der Größe des Münsters zu erhalten
Allein das Eingangsportal ist überwältigend
Das Münster ist so gewaltig, dass man die Dimension von unten nicht erfassen kann. Das liegt aber auch daran, dass man ihn nicht aus der Entfernung anschauen kann, weil die Häuser bis ganz dicht heran gebaut wurden.
Das Liebfrauenmünster wurde zwischen 1176 – 1439 erbaut, begonnen als romanische, vollendet als gotische Kathedrale. Mit 142m war es über 200 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt.
Wir reihen uns ein und bestaunen die ungeheure Dimensionen des Doms. Die astronomische Uhr ist leider verhängt wg. Restaurierungsarbeiten.
So groß…
Bis dicht an den Dom heran wurden die Häuser im Mittelalter gebaut. Besonders schön das Haus Kammerzell (1589) mit wunderbaren Holzschnitzereien.
Mittelalterlicher Domplatz
Schnitzereien am Haus Kammerzell
Nicht weit entfernt die Place Gutenberg.
Place Gutenberg
Wir gehen hinunter zum Schiffsanleger, kaufen unsere Batorama-Fahrkarten.
Rundfahrt unter Glasdach
Die Bootstour einmal um die Altstadt herum, durch verschiedene Schleusen bis hinauf zum Europaviertel dauert ca. 70 Minuten und ist sehr schön.
Rundfahrt mit Boot
Man erfährt allerhand über die Geschichte der Stadt und die Gebäude und Viertel, an denen man gerade vorbeifährt.
Schleusen am Gerberviertel
Vom Anleger laufen wir zum malerischen ehemaligen Gerberviertel Petite France. Es ist späte Mittagszeit und wir finden zum Glück noch einen Tisch draußen vor dem Restaurant L’Oignon. Sehr lecker!
Mittagszeit im Gerberviertel
Einer der Ill-Arme im Gerberviertel
Kanal und Ponts Couverts
Panoramablick von der Barrage Vauban
Gestärkt bummeln wir durchs Petite France Richtung Ponts Couverts, genießen das Panorama der Stadt von der Barrage Vauban aus und laufen an der ENA vorbei zur Tramstation.
Observatorium an der Universität
Wir fahren bis zur Universität, laufen am Observatorium vorbei (geschlossen) zum botanischen Garten, den man gratis besuchen kann. Man kann hier ein wenig die Seele baumeln lassen nach dem langen Tag.
Lohnenswert auch der Besuch des botanischen Gartens
Universitätsgebäude
In einem Kaffee in der Nähe der Uni trinken wir Kaffee und essen Kuchen, laufen dann zurück an den Ill-Kais entlang zur Tram. Für die Enkelkinder kaufen wir noch Bücher, bevor wir ins Hotel zurück fahren.
Abends essen wir in der Nähe im Restaurant Le Najiba zu Abend und sind nach einer Flasche Wein und dem vielen Essen echt platt.
Ein letztes Mal leckere Croissants und Baguettes aus dem kleinen Laden nebenan. Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen, verabschieden uns vom Vermieter und fahren los über Nebenstrecken Richtung Straßburg.
Hokoenigsburg
Unser erstes Ziel ist die Hohkoenigsburg. Wir sind früh und man kann mit dem Auto relativ weit hinauf Richtung Haupteingang fahren und parken.
260m hoch liegt die Burg über der Oberrheinischen Tiefebene auf einem Buntsandsteinfelsen. Die Aussicht könnte besser sein, leider etwas diesig heute.
Eingang zur eigentlichen Burg
Etwas vom Schweinchen Schlau zur Geschichte der Burg:
In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als staufische Reichsburg erbaut bzw. 1147 als Castrum Estufin erstmals urkundlich erwähnt. Aus staufischer Zeit sind eine vermauerte Fensterarkade und ein Löwenrelief erhalten.
Die Besitzer wechselten häufig oder starben gar aus; die Burg fiel so 1517 an die Habsburger. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg in Brand gesetzt. Nach weiteren Besitzerwechseln wurde die Stadt Schlettstadt (Sélestat) 1865 dann Eigentümer der Ruine.
Ab 1871 (nach dem Deutsch-Französischen Krieg) gehörte das Elsass wieder zum Deutschen Reich. 1899 schenkte Schlettstadt die Burg Kaiser Wilhelm II. Der ließ sie in den Jahren 1901 – 1908 durch den Architekten Bodo Ebhardt restaurieren. Die Restaurierungskosten mussten allerdings zum Großteil von Elsass-Lothringen bezahlt werden – sicherlich nicht im Sinne des Schenkenden.
Seit 1919 (nach dem Ersten Weltkrieg) ist die Burg Eigentum des französischen Staates und heute das einzige im Elsass gelegene französische Monument national.
Preussenadler
Originalmöbel in vielen Zimmern
Das eigentliche Schloss erreicht man über eine Zugbrücke, der bewohnte Bereich kann durch das Löwentor betreten werden. Die Gemächer der Schlossherrin und der Ritter, die Schlosskapelle und der Rittersaal sind heute noch mit Möbeln aus dem 15–17. Jahrhundert ausgestattet und können besichtigt werden.
Blick vom Turm
An einem Kiosk mit Aussicht in die Tiefebene trinken wir Kaffee, bevor wir weiterfahren nach Sélestat. Wir parken am Parking Vauban an der Ill.
Sélestat – Brotmuseum
Ohne Plan bummeln wir durch die Stadt: Durch den Tour Neuve zur Église Saint-Foy und Saint-Georges, vorbei an der Bibliothèque Humaniste zur Mairie, wo wir unser kleines Picknick essen.
Sélestat – Bibliothek
An der Synagoge vorbei dann zurück zum Auto. In der Mittagszeit wie überall etwas leblos, die Stadt ist aber ganz nett
In Straßburg haben wir zwei Nächte im Hotel Origami gebucht. Das ist zum Glück schnell gefunden und liegt direkt am Parking Relais-Tram Rotonde.
Wir versuchen alles auf Französisch zu erledigen, scheitern dann aber an den komplizierten Erklärungen zum Internetzugang – das bekommen wir dann in perfektem Deutsch erklärt 😉
Das Zimmer ist sehr schön, das Hotel relativ neu und gepflegt.
Straßburg hat ein effektives Nahverkehrssystem: Alle 7 Minuten fährt eine Tram von Ost nach West und von Nord nach Süd. Man parkt sein Auto für 7€50 in einem der großen P+R-Parkhäuser und fährt dann mit bis zu 5 Personen den ganzen Tag Tram und Bus. Die Innenstadt bleibt autofrei. Genial!
Auf der von beiden Illarmen umflossenen Grande Île (Große Insel) liegt die historische Altstadt, seit 1988 fast komplett Weltkulturerbe. Wir fahren mit der Tram bis zur Place Kléber und bummeln ziellos durch die Gassen.
Startpunkt: Place Kléber
An der Ill
Das Münster bestaunen wir heute nur von außen – an den Zugängen lange Warteschlangen.
Bierchen in einer der nette Kneipen an der Place Marché Gayot
Wir entdecken die nette Place Marché Gayot, wo wir eine kleine Pause machen und ein Bier trinken. Wir bummeln noch ein wenig, aber langsam meldet sich der Hunger.
Langsam geht die Sonne unter
Vor 19 Uhr hat kaum ein Lokal auf und da viele Touristen unterwegs sind, reservieren wir sicherheitshalber einen Platz im Au Vieux Strasbourg.
Typische Situation am Abend in einer der Altstadtgassen
Die freundliche Bedienung kann leider das viel zu salzige und nach wenig schmeckende, pappige Backofengericht mit zweierlei Fisch (an der Backform teilweise festgebacken) nicht retten. Mit Flammkuchen macht man sicherlich nichts falsch, aber den gibt es überall gut und billiger. Selbst Schuld, wenn man unbedingt in der Touristenmeile essen gehen muss.
Der Dom ist so riesig, die Dimension kann man nicht wirklich erfassen
Alte Zollstation
Ab nach Hause
Nach dem Essen gehen wir noch einmal hinunter zum Fluss und schauen nach den Abfahrtszeiten für die Bootsfahrt, die wir morgen machen wollen.
Wir beginnen mit der Drei-Burgen-Runde von Ribeauvillé aus. Obwohl es noch gar nicht so spät ist, finden wir erst nach intensiver Suche einen Platz, wo man (für max. 2 Stunden) parken kann.
Zwei der drei Burgen
Fast oben…
Mal in der Sonne, mal im Schatten geht es hinauf
Vorbei am Friedhof und Krankenhaus wandern wir durch Weinberge und Wald hinauf zum Chateau de Saint-Ulrich, einer Felsenburg aus dem 11./12. Jahrhundert mit Bergfried, Donjon, Wohngebäuden, Kapelle und Rittersaal, dessen Zwillingsfenster noch erhalten sind.
Blick auf Burg Girsberg nebenan
Verbindungstreppe in der Ulrichburg
Zwillingsfenster im Rittersaal
Nebenan das Chateau du Girsberg. Die Burgen verfielen nach dem Dreißigjährigen Krieg.
Letzter Blick auf Burg Girsberg
Nach einer Mittagspause in der Sonne wandern wir hinab zum Kapuzinerkloster und Wallfahrtsort Notre-Dame de Dusenbach. Die ursprünglich aus dem Kreuzzug von Damiette mitgebrachte Marienstatue wurde 1360 zerstört. Die heute zu sehende wurde 1494 von Maximin II. gestiftet.
N.D. de Dusenbach
Madonna mit dem Kind
Nach der Besichtigung der Kapelle geht es hinab nach Ribeauvillé. Sehr schöne Aussichtspunkte unterwegs, wo man unbedingt noch ein wenig relaxen sollte.
Hinab…
Schöne Plätzchen zum Verweilen
In einem kleinen Supermarkt kaufen wir ein, deponieren unsere Sachen im Auto, zahlen an der Parkuhr nach und suchen uns in der Sonne ein kleines Bistro, wo wir eine Kleinigkeit essen.
Auch Ribeauvillé hat sich herausgeputzt
Hauptsache Aufschnitt
Mittagspause
Buchladen mit Briefkasten
Grand‘ Rue
Pfeif drauf
Ein kleiner Bummel die Grand‘ Rue rauf und runter muss sein. Der Ort ist auch sehr schön und beliebt, was man an den vielen Touristen unschwer erkennen kann.
Wie in allen Weindörfern – viele Blumen
Blumenschmuck im letzten Fenster
Auf der Rückfahrt machen wir Zwischenstopp in Hunawihr, schauen uns die Wehrkirche Saint-Jacques-le-Majeur an (außer, dass die Kirche ummauert und befestigt ist gibt es nichts Außergewöhnliches) und bummeln durch den (Wein-)Ort.
Riquewihr
Dunkle Gassen
Und weil es Sonntag so voll war fahren wir noch einmal nach Riquewihr und erkunden heute auch die Nebengassen. In der Nähe der Mairie sitzen wir draußen im Schatten und genießen Kaffee und Bier.