Kategorie: REISE (Seite 3 von 57)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Ruta de los Volcanes

Von Los Canarios zum Leuchtturm von Fuencaliente

Wir fahren zunächst zum Informationszentrum San Antonio, um zu schauen, welche Wege überhaupt begehbar sind – nur der GR 131 ist frei.

Unten am Leuchtturm stellen wir unser Auto ab, machen noch die schnelle Inforunde um die Salinen, bevor wir um kurz vor 12 Uhr mit Bus 23 zum Einstieg in die Route wieder hinauffahren.

Durch Schlacke und Staub immer dem GR 131 folgend wandern wir gemütlich und mal mehr oder weniger steil hinunter zum Leuchtturm. Die über 600 HM merkt man zum Schluss aber doch sehr.

Ein kleiner Abstecher führt zu einer archäologischen Stätte an einem markanten Felsen. Man erkennt schwach die eingeritzten Petroglyphen der Ureinwohner.

Absolut faszinierend ist der Kontrast zwischen der grau-braun-roten Lava und den Grüntönen der Pflanzen, die sich hier behaupten können inkl. Wein.

Mit Kaffee und Kuchen in der Salinen-Cafeteria beenden wir unsere Wanderung.

Kurzer Einkauf, danach zwei große Schüsseln Salat. Wir haben echt Hunger!

Fußballabend: CL Bayern München – PSG. Grandioses Spiel, das mit 5:4 für PSG endet. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.

Arztbesuch, El Remo und Las Manchas

Wegen eines akuten kardiologischen Problems rufe ich das deutschsprachige MediCenter in Los Llanos an. Ich bekomme gleich einen Termin.

Nach professioneller, sehr gründlicher Untersuchung und Rücksprache mit Hausärztin bekomme ich die nötigen Medikamente und kann nun beruhigt den weiteren Urlaub genießen.

Das Wetter ist schön, wir fahren von Los Llanos über Puerto Naos nach El Remo. Eine Straßenverbindung gibt es mittlerweile wieder, 5 Jahre nach dem letzten Vulkanausbruch. Aber die Zerstörungen, die der Ausbruch verursacht hat, sind überall zu erkennen: ganze Orte sind unter Lava verschwunden, manchmal stoppte der Fluss aber auch direkt an einer Hauswand.

Wir laufen ein wenig am Meer entlang – El Remo ist zwar Kult, aber eigentlich ein ziemlich runtergekommenes Örtchen mit drei Kiosko und Bademöglichkeiten. Kiosko Nr 7 ist unser Ziel: mit Blick aufs Meer gibt’s ein vorzügliches Mittagessen: Vorspeisen, Fisch als Hauptgericht, Maracuja-Creme als Nachtisch und Espresso. Absolute Empfehlung! Danke für den Tipp.

Wir fahren über Los Canarios zurück und halten unterwegs in Las Manchas, wo wir uns die Plaza de la Glorieta anschauen, ein weiteres Schmuckstück von Luis Moreira.

Mit Lesen, Knabbern, Schreiben, Fotos nachbearbeiten und Erzählen endet der Abend.

Santa-Cruz-de-La-Palma und Schlucht bei Tenagua

Heiter bis wolkig und eher kühl.

Nach dem Frühstück starten wir zu einer ersten Runde durch S/C. Auffallend wenige Menschen unterwegs, die meisten Restaurants sind geschlossen. Sogar einige unbekannte Ecken entdecken wir.

Matthes und Gaby zaubern ein sehr leckeres Mittagessen: Rigatoni mit Ragout a la Maison. Joghurt mit Vanille-Creme als Dessert.

Nach Kaffee auf der Terrasse fahren wir Richtung Tenagua und laufen noch einmal die Runde durch die Wasserschlucht.

Vorbei an blühenden Blumen, sattem Grün und teilweise durch „Urwald“ geht’s hinab zur früher einzigen Quelle weit und breit. Hier trafen sich die Frauen zum Waschen, von hier holten sie ihr Wasser.

Der kürzere und bequeme Weg am Ende durch eine Avocado-Plantage ist gesperrt, deshalb müssen wir einen kleinen Umweg einplanen, was aber auch OK ist.

Jeder beschäftigt sich erstmal mit seinem Handy, danach Erdnüsse und Mandeln, ein wenig Wein und Erzählen und dann ist der erste Urlaubstag auch schon vorbei.

Düsseldorf – La Palma

Unruhig geschlafen, früher wach als die geplanten 6 Uhr. Um 7:30 werden wir abgeholt. Die Fahrt nach Düsseldorf im Nebel, das Suchen und Finden eines Parkplatzes im Parkhaus, der Transport mit dem Skytrain zum Terminal – diesmal geht alles fix und problemlos.
Gepäckaufgabe erfolgt automatisch, Gaby muss ihr Gepäck am Schalter abgeben, weil die Code-Banderole nicht lesbar ist.
Sicherheitsüberprüfung ist auch schnell erledigt – und wir haben noch fast zwei Stunden bis Check-In.

Viel Zeit für Kaffeetrinken.

Das Boarding geht bei Eurowings flott, wir haben unseren Platz mit sehr viel Beinfreiheit am Notausgang und um 11:50 fliegen wir los.

Um 16:30/15:30 Landung. Gepäckausgabe dauert etwas, Avis lässt sich auch Zeit am Quick Support. Nach einer Stunde haben wir unseren nagelneuen Leihwagen, einen VW Taico.

Den Weg zum Appartement kennen wir, alles noch wie im letzten Jahr! Die Verkehrssituation hat sich etwas geändert. Hinter der Brücke findet man jetzt eigentlich immer einen freien Parkplatz.

Wir fahren direkt zum Hiper Dino einkaufen, machen uns abends noch Tortillas mit Tomaten und Hüttenkäse und gehen gegen 23:30 Uhr ziemlich platt nach einem Glas Wein ins Bett.

Rückfahrt

Um 9 Uhr sind wir unterwegs. Die Fahrt verläuft ruhig und ohne Probleme bis Orléans. Dann wird’s voller und Google Maps schlägt ständig neue Routen vor.

Foto: AFP/LUDOVIC MARIN

Wir quälen uns in einer Blechlawine durch Paris. Die rücksichtslosen Reindrängler lassen mich fast ausrasten. Lebensgefährlich die Motorradfahrer, die mit überhöhter Geschwindigkeit durch den Stau jonglieren.
Das halten meine Nerven kaum noch aus.

Ab Flughafen Charles de Gaulle wird’s endlich wieder ruhig und entspannt.

Wir machen insgesamt 2 Pausen und tanken einmal nach. Die Maut ist mit 65€ nicht gerade günstig, dafür muss man an den Maut-Stationen wenigstens nicht mehr warten.

Bei Herstal gibt es einen weiteren 20 minütigen Stau, den wir mit Google umfahren wollen. Letztendlich hat das gar nichts gebracht, wir stecken im nächsten kleineren Stau und vor einer gesperrten Auffährt fest. Bravo! Die Sperrung kannte Google noch nicht.

Um 19 Uhr sind wir endlich zu Hause. Durch Paris mit dem Auto werde ich in Zukunft vermeiden.

Ile de Ré

Die Fahrräder sind angeschnallt. Wir fahren mit dem Auto über die Brücke (8€ Maut) zur Ile de Ré und weiter zum Parkplatz Gros Jonc.

Ile de Ré
Ile de Ré

Von dort zunächst durch Wald und Weinberge vorbei an Le-Bois-Plage und durch La-Couarde-sur-Mer.

Weiter durch die Salzwiesen und Sümpfe Richtung Loix. Unterwegs kommen wir an einer noch arbeitenden Gezeitenmühle vorbei..

In Loix sind alle Häuser weiß gestrichen, es gibt einen kleinen Markt mit einigen Geschäften, Restaurants und eine Kirche.

Im „La Route du Sel“ lassen wir uns den Fisch des Tages schmecken: Maigre sauvage de Ré an Süßkartoffel-Püree und Bratkartoffeln.

Nach einem Abstecher zur Pointe de Grouin fahren wir am Meer entlang nach Saint-Martin-de-Ré. Wegen seiner Festungsanlagen Weltkulturerbe. Sehr schönes, quirliges Städtchen!

Am Hafen trinken wir Kaffee und Panaché und lassen uns eine Ladung Profiterols schmecken.

In 15 Minuten sind wir wieder am Parkplatz. Wir kaufen noch etwas für die Rückfahrt ein , tanken voll und packen unsere Sachen zusammen.

Morgen um 9 Uhr wollen wir losfahren.

Ein perfekter letzter Tag auf einer sehr schönen Insel!

Strandspaziergang und Aquarium

Nach dem Frühstück fahre ich mit dem Fahrrad zu Darty. Mein Handy-Ladekabel ist defekt. Ich werde gut beraten und zum Preis von einem neuen Kabel bekomme ich gleich einen kompletten „Chargeur rapid„.

Wir fahren zum Parkplatz St. Jean-de-Sable und wandern Richtung Chatelaillon.

Leider ist wieder Ebbe, das Meer weit weg. Am Strand wenig zu entdecken.

Riesige Muschelberge türmen sich an einigen Stellen auf.

In Chatelaillon ist Saisonende, kaum noch ein Restaurant hat auf, wenige Touristen.

Wir laufen bis zum Hafen und picknicken in der Sonne.

Über den Strand geht’s zunächst zurück, später wechseln wir auf den Wanderweg. Im Hintergrund erkennt man als feinen Silberstreifen die ankommende Flut.

Keine Wanderung, die man empfehlen kann oder noch einmal laufen würde.

Wir fahren zum Aquarium und schauen uns die vielen unterschiedlichen Becken in den zwei Etagen an. Neben allgemeinen Informationen zum Meer, zu Klima und Artenschutz gibt’s zu jeder Fischart im jeweiligen Becken Informationen. Das ist zuviel, das kann man sich nicht merken. Über die verschiedenen Regionen und Weltmeere findet man ebenfalls viele Informationen – gut gemeint. Viel zu lesen, zu übersetzen oder anzuhören, wenn man einen Audioguide hat.

Es macht aber Spaß, sich einfach vor die großen Becken zu setzen und den Fischen zuzuschauen.

Zuhause kochen wir und besprechen mit Xavier unsere Abreise am Samstag.

La Rochelle und Sonnenuntergang am Meer

Mit den Fahrrädern kommen wir sicher und ohne Probleme nach La Rochelle. Man muss nur das Navi richtig lesen und auf der Straße den Markierungen für Radfahrer folgen. Eigentlich vollkommen problemlos. Die Autofahrer halten und lassen den Radfahrern die Vorfahrt. So geht fahrradfreundlich!

Quai Maubec

Wir stellen die Fahrräder am Arsenal ab, schauen kurz in die Kirche und laufen weiter zum Vieux Port. Das Hafenbecken liegt trocken – Ebbe.

Es ist Mittagszeit, die Sonne scheint so intensiv – einfach mal was essen gehen.

Im Bistrot Le Pecheur bestellen wir zwei Menüs. Fisch haben wir im Urlaub noch nicht gegessen: Pineau als Aperitif, Fischsuppe (sehr lecker), Seehecht mit Risotto in Knoblauchsahne bzw. Dreierlei vom Fisch, Coupe bretonne und zum Abschluss Espresso – alles inkl. Bier für 80€. Das ist vollkommen OK und war echt lecker und viel.

Mit vollem Bauch erkunden wir die Altstadt: entlang der Stadtmauer, vorbei am alten Couvent, zum Hotel de Ville, zu den Halles, ins Quartier St. Nicola mit einigen Murals und zurück zu den Fahrrädern.

Zurück geht’s schneller, wir kennen den Weg jetzt.
Nach Kaffee und kleiner Pause fahren wir noch einmal zur Pointe de Digolet.

Diesmal laufen wir weiter bis zu den Careletts, den Fischerhütten auf Stelzen.

Auf dem Rückweg geht langsam die Sonne unter…

… ist untergegangen.

Nach Abendessen, Rose, Erzählen und Lesen ist der Tag leider auch schon vorbei.

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