Kategorie: REISE (Seite 31 von 57)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Köpenick und East Side-Gallery

Wunderschönes Wetter, blauer Himmel. Wir kaufen uns zwei 72-Stunden-Tickets und fahren mit der S- und Straßenbahn nach Köpenick. Hier ist schon Winterzeit, Restaurants haben geschlossen, alles etwas verschlafen.

Hauptmann von Köpenick vorm Rathaus

Wir umrunden immer am Wasser entlang Alt-Köpenick: Rathaus, Schloß, Restaurant-Schiff ArsVivendi, laufen die Kiezstr. mit alten Fischerhäusern einmal rauf und runter und landen schließlich in der Mokkafee (Empfehlung), wo wir uns ein wenig stärken. 

Schloß Köpenick

Schöne Kontraste

Restaurantschiff

Alte Fischerhäuser Kiezstr.

Wir fahren zurück und steigen an der Warschauer Str. aus, um uns noch einmal die East Side-Gallery anzuschauen.

East Side Gallery

Leider haben etliche Idioten die Gemälde mittlerweile ziemlich zugeschmiert – sehr ärgerlich. Auf der Rückseite der Mauer gibt es im mittleren Teil eine neue Aktion: Mauern der Welt als aufgeklebte Fotografien: Sehr interessant (Palästina, Mexiko, Irak, Korea, Spanien…).

Mauerfotografie

Vom Ostbahnhof aus Rückfahrt.

Jonas und Ina haben heute früher Feierabend gemacht und kommen kurz vor 18 Uhr vorbei. Ich kaufe noch ein und dann kochen wir wieder gemeinsam: Toskanische Ofenkartoffeln und Hähnchenbrust-Röllchen mit Schwarzwälder-Schinken in Sahnesoße.

Charlottenburger Tor, Tiergarten, Ku-Damm

Ich parke unser Auto noch einmal um und werfe Parkgebühren ein – ein Knöllchen reicht. Mit dem Frühstück können wir uns Zeit lassen, es ist grau und nieselt ein wenig bis Mittag.

Charlottenburger Tor

Der Himmel klart auf, wir laufen zum Ernst-Reuter-Platz und den 17. Juni hinunter bis zum Charlottenburger Tor, biegen ab und weiter am Landwehrkanal entlang bis zur Lichtensteinbrücke und auf der anderen Seite zurück am Tierpark vorbei bis zur Kaiser-Wilhelm-Gedächtniskirche.

Am Landwehrkanal

Gedächtniskirche

Dann geht es den Kurfürstendamm entlang: monströser Kommerz, jede Marke hat ihren Laden, Apple sogar einen Tempel…

Eine von 1000 Glasfassaden am Ku-Damm

Uns ist warm in unseren Anoraks, noch immer Fön und 20°.

Über die Schlüterstr. gehen wir zurück nach Hause, trinken Kaffee, essen Croissants, lesen und kaufen ein für heute Abend.

Viele schöne restaurierte Häuser

Gegen 19 Uhr gehen wir zu Jonas, der schon seinen heißen Stein in den Backofen gelegt hat. Unser Pizzabäcker backt uns heute wunderbar krosse, dünne Pizzen der Sorten Spinat-Lachs-Frischkäse, Margerita mit Rucola, Salami-Tomate-Zwiebeln, Speck-Mozzarella. Dazu Salat und Vin de sable. Eine Pizza haben wir stehen lassen müssen – saulecker.

Gärten der Welt, Kuchen essen in Prenzlau und Siegessäule

Beim Brötchenholen entdecke ich, dass wir ein Knöllchen bekommen haben und setze den Wagen um an eine erlaubte Stelle. Nach dem Frühstück treffen wir uns mit Jonas und Ina und fahren mit unserem alten Zafira nach Marzahn in die „Gärten der Welt“.

Wasserspiele

Sonne!

Der chinesische Garten

Der japanische Garten

Der koreanische Garten

Das Wetter hält sich, ab und zu Windböen, Wolken, aber auch Sonne, leider aber keine Blumen mehr (ist ja fast November).

Wir bekommen Kaffeedurst und wollen am Mauerpark irgendein Cafe suchen. Die Parkplatzsuche gestaltet sich schon schwierig (ein riesiger Flohmarkt zieht Menschenmassen an) und ein Cafe mit freien Plätzen und noch vier Stücken Kuchen zu finden ebenso. Alle haben dieselbe Idee wie wir.

Siegesäule - es wird schon dunkel

Auf dem Rückweg besteigen wir bereits im Dunkeln noch eben schnell die Siegessäule (auch die Idee haben Unmengen anderer).

... und jetzt ist es dunkel

Im Jules Verne haben wir zu 19 Uhr einen Tisch bestellt.

Keine Staus und schnell in Berlin

Wir schlafen lange und kommen erst gegen 11 Uhr weg. Auf dem Weg nach Berlin nichts los, wir können Gas geben. Bereits um 14:30 Uhr stehen wir vor Jonas‘  Tür, aber keiner da. Die beiden sind noch einkaufen, also Kaffee im Thomas-Eck.

Wir bringen unsere Sachen ins Appartement und gehen dann zum „Kuchenladen“, wo wir draußen bei knapp 20° leckeren selbstgemachten Kuchen essen. Dann basteln wir über 3 Stunden lang an einer Riesenmenge Sushi, die wir über den Abend dann tatsächlich sogar schaffen wegzuessen.

5 kg Sushi für vier

Zu Hause im Appartement schlafen wir sofort ein…

Staus und Baustellen

Wir fahren kurz vor 14 Uhr ab, dennoch voll, einige Staus und viele Baustellen auf dem Weg nach Bielefeld. Kurz vor 18 Uhr stehen wir vor Lynns Wohnung. Wir haben Hunger. Hinterm Bahnhof parken wir, im Plaza ist noch Platz.
Die Bedienung ist schnell, das Essen kommt auch recht zügig, es wird voller und vor allem lauter.

Hunger!!

Auf dem Rückweg kaufen wir uns noch ein Eis, draußen sind es knapp 20°, es beginnt zu tröpfeln.
Lynn hat noch einen Rotwein (ich bin der einzige, der Rotwein trinkt. Gut, dann wird das reichen :-)). Wir sind alle recht müde und nach der HeuteSchau gehen wir schlafen.

Rückfahrt

6:30 Uhr aufstehen, um kurz vor 8 sind die Vermieter da und da es keine Probleme gibt können wir gleich losfahren. Durch die Bretagne hält sich das Wetter, die Fahrt geht flott, in Rennes kleine Verzögerung am Ende der Ausbaustrecke.

Tipp: Vor dem Abbiegen auf die Autobahn auf der rechten Spur bleiben – es gibt zwei Links-Abbiegespuren!

Bis und durch Caen etwas voller, aber alles noch im Rahmen. Zwischendurch immer wieder kurze Schauer, starker Wind in der Normandie.

Ab Caen mehr oder weniger lange Staus an allen Bezahlstellen, eine Stunde stehen wir allein vor Amiens. Tanken müssen wir nur einmal kurz hinter Le Havre, was auch unsere einzige Pause bleibt – alle Parkplätze voll.

In Belgien viele Baustellen, das Navi führt uns über Brüssel, was angesichts der Staus um Namur auch gut ist. Ab Brüssel Regen, Gischt auf der Autobahn, in Lüttich Wolkenbruch und Gewitter. Die Fahrt fordert noch einmal volle Konzentration. Um 19:30 fahren wir über die Grenze und direkt einkaufen. Um 20:00 sind wir nach 1.056 km zu Hause.

Wer Entspannung, Ruhe, Natur und Entschleunigung sucht sollte in die Bretagne fahren: Das Meer mit seinem immer gleichen Rhythmus, der blaue klare Himmel, das immer leichte Lüftchen, unendliche Strände und grandiose Steilküsten, keine Hotelburgen, Unaufgeregtheit, Galettes, Crêpes, Cidre, Fisch und Krustentiere direkt vom Schiff und komfortable, gemütliche Häuser – zunehmend inkl. Wifi (soviel Alltag muss man haben 🙂 )…

Ich hoffe, ich kann viele Eindrücke in den Alltag retten. Bald sind ja wieder Sommerferien.

Strand und Gulvinec

Sonnig, ab und zu ein paar Wolken, abends Regenschauer, bis 24°

Heute wollen wir noch einmal an den Strand. Wir fahren an den Plage de Tronoen, der jetzt bei Ebbe wenig besucht ist.

Schon wieder das blaue Zelt vor den Dünen

Richtung Norden wandern wir bis zum nächsten Blockhaus, finden unterwegs Seesterne, Einsiedlerkrebse oder treffen auf scheue Möwen.

Strandläufer allein auf weitem Strand

Seestern

Art by nature

Nervöse Möwen

Auf dem Rückweg ist fast Ebbe-Tiefstand. Gaby geht noch einmal ins Wasser bevor wir gegen 13.30 Uhr genug Sonne getankt haben und zum Galette und Crepe Essen in die Bar an der Chapelle fahren. Zu Hause gibt es Kaffee und erstes Packen.

Kaffee trinken im Schlosshof

Wir fahren nach Guilvinec, um frischen Fisch zu kaufen und uns die Rückkehr der Fischfangflotte anzuschauen.

Die ersten Boote treffen ein

Immer mehr Boote laufen ein

Hauptsache Langustinen

Die Ausbeute an Fisch ist eher überschaubar

Vom Panoramadeck Halotika aus sieht man gegen 17 Uhr eine Menge Fischerboote den Hafen ansteuern. Sie legen an, laden aus und sind auch schon wieder weg. Der Fang ist bereits in Kisten vorsortiert: Langustinen in der Hauptsache, Rochen, Krebse, Langusten und uns unbekannte Fische. Die farbenfrohen Boote machen sich sehr gut.

Boote lagen an, andere legen ab - Buntes Kommen und Gehen

Nach Fischkauf (Crevetten und Merlanfilets) fahren wir heim. Ich kaufe noch ein wenig Gemüse ein, die anderen packen und räumen auf. Danach wird gekocht: Crevetten scharf als Vorspeise, Reis, Merlan auf Gemüsebett in Sahne-Wein-Soße und bunter Salat.

Leider beginnt es jetzt zu regnen – wir müssen zum ersten Mal drinnen essen.

Und damit ist unser Urlaub auch schon wieder beendet. Morgen früh um 8 Uhr wollen wir abfahren und irgendwann werden wir auch wohl zu Hause sein.

Strandtag

Sonne pur, kaum Wind, bis 31°

Nach Frühstück und Morgengymnastik fahren wir mit dem Auto zum Plage de la Torche. Totale Ebbe, bis zum Wasser sind es bestimmt 600 m. Wir legen unsere Matten ab und laufen am Meer entlang: Zunächst zum megalithischen Fürstengrab auf La Torche, direkt daneben ein riesiges „block haus“ von den „bandits hitleriens“.

Megalithisches Fürstengrab

Dann geht’s in die andere Richtung bis zum nächsten „block haus“. Die Prile sind stellenweise hüfttief, zwei müssen wir durchwaten.

Segelschule auf dem Marsch zum Wasser

Strandsegler beim Üben

Im Meer übt die Surfschule mit ihren Kunden die ersten Bewegungen mit und auf dem Brett ein, andere fahren mit Strandseglern im Kreis herum.

Segelschule steckt die Strandabschnitte ab

Nicht nur er hat Spaß

Nach knapp 3 Stunden in der Sonne reicht es uns, ich gehe noch einmal ins Wasser, bevor wir nach Hause fahren (das Thermometer zeigt 33° an) und uns eine Kleinigkeit zu essen machen: Tomaten-Mais-Thunfischsalat und Baguette mit Rilettes.

Ich setze mich in den Schatten und lese bis zur Kaffeezeit unterm Sonnenschirm. Danach fahren Gaby und ich mit den Fahrrädern los, während Barbara und Matthes noch einmal nach Pont l’Abbe fahren. Wir wollen uns später am Strand von Tronoen treffen. Mit leichtem Wind lässt es sich gut Radfahren. Unser erstes Ziel ist die Chapelle de la Madeleine, die schattig und ruhig an einem Waldrand liegt, davor eine schön eingefasste Quelle.

Chapelle de la Madeleine

Schön eingefasste Quelle von Madeleine

Neben der Kapelle zwei sehr schöne mit Riet gedeckte Bauernhäuser.

Schöne Bauernhäuser

Wir fahren weiter, biegen an einer Gabelung aber falsch ab und landen überraschend an einem Alignement, das früher aus 600 – 700 in West-Ost-Richtung ausgerichteten Steinen bestand.

Reste des Alignements

Über eine MTB-Strecke umrunden wir ein Maisfeld, stellen fest, dass wir falsch sind und fahren auf anderem Weg wieder an der Kapelle vorbei Richtung Tronoen. Wir biegen ab zur Chapelle Beuzec, die ebenfalls in einem schattigen Park liegt. Innen schöne alte Figuren.

Chapelle Beuzec

Über ein schmales Sträßchen gelangen wir zur Chapelle de Tronoen, die wir uns nun auch noch einmal  von innen anschauen.

Chapelle de Tronoen innen

Die Straße zum Strand ist im unteren Drittel komplett zugeparkt, immer noch kommen viele Autos, obwohl es schon nach 17 Uhr ist. Am Strand große Überraschung: Es ist Flut und vom riesigen Strand ist nur noch ein schmaler Streifen frei und dort tummeln sich Unmengen Menschen. Surfer versuchen sich in den Wellen – nur wenige können es. Ich lasse mir von den recht wuchtigen Wellen die Beine weghauen und muss aufpassen, dass ich nicht die Brille verliere.

Das block haus jetzt komplett unter Wasser: Auf Sand gebaut

Nur wenige können es...

Bis nach 19 Uhr schauen wir dem Treiben zu, dann geht es zurück nach Hause.

Matthes und Barbara haben schon angefangen zu kochen, kleine Kartoffelviertel in den Backofen geschoben und Möhren und Äpfel geraspelt. Ich kümmere mich um die Hähnchenbrustfilets und das Dressing für den Rohkostsalat. Dazu trinken wir einen Cidre und als Dessert gibt es Vanillecreme brulee.

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