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Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Zum Castel del Monte

Ruvo di Puglia, Castel del Monte, Trani, Weinprobe

Heute ist Castel del Monte-Tag.

RUVO DI PUGLIA

Über Bari und Bitonto fahren wir zunächst nach Ruvo di Puglia, wo wir uns die romanische Kathedrale von Friedrich II inspiriert (wegen Gottesdienst nur von außen) anschauen.

Ruvo di Puglia: Rathaus

Auf einem großen Parkplatz mit Shuttleservice unterhalb des Castels muss das Auto abgestellt werden. Der Touristenandrang hält sich (noch?) in Grenzen.

Dom von Ruvo

Verzierungen am Portal
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CASTEL DEL MONTE

Das Castel del Monte (UNESCO Weltkulturerbe seit 1996) ist ein Bauwerk aus der Zeit des Stauferkaisers Friedrich II. Errichtet wurde es von 1240 bis um 1250, wahrscheinlich aber nie ganz vollendet.

Offizielle Website

Sehr imposant

Sein Grundriss ist achteckig. An jeder der Ecken steht ein Turm mit ebenfalls achteckigem Grundriss.
Der Baustein ist heller gelblicher oder grauweißer Kalkstein aus der Umgebung. Das Material des Eingangsportals und einiger anderer Bauelemente ist Breccia rossa, ein Konglomeratgestein. Einige der Säulen in den Innenräumen sind aus grau-orangefarbenem Marmor. Der ursprüngliche Fußboden aus farbigem Mosaik ist nur noch in Spuren erhalten.
Die Räume sind in zwei Geschossen um einen achtseitigen Innenhof angeordnet.
[Textgrundlage Wikipedia]

Eingangstor

Wir besorgen uns Audioguides und machen uns an die Entdeckung des Castels. Sich die Säle, die Wände mit Marmorplatten verziert vorzustellen fällt allerdings etwas schwer. Da wurde doch sehr viel geplündert.

Castel del Monte – Impressionen
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Die Krone Apuliens

Einmalig in seiner Struktur und ungemein imposant ist das Bauwerk aber allemal.

TRANI

Trani: Auf dem Weg zum Dom

Auf der Rückfahrt machen wir Halt in Trani, das uns unerwartet überrascht. Im Nachhinein hätten wir mehr Zeit einplanen sollen , aber der Termin für die Weinprobe ist schon festgelegt.

Blendend weiß und direkt am Meer – wunderschön

Ein absolutes Highlight ist der blendend weiße Dom direkt am Meer. Den darf man nicht verpassen.

Der Dom von Trani
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Man kann am Hafen entlang bummeln und den Fischern zuschauen. Mehr haben wir heute leider nicht geschafft und Trani ist noch so groß…

Hafenpromenade

SAN VITO

Bevor es zur Weinprobe geht relaxen wir noch ein wenig in San Vito.

Gesessen haben wir gut – bedient hat uns niemand. Wir wollten auch nur sitzen.
Kloster San Vito

Und dann geht’s zur Weinprobe in Terre di San Vito.

Giovanni begrüßt uns am Tor und beginnt seine Runde. Vorbei an uralten Olivenbäumen hinauf auf einen kleinen Turm, von dem aus man einen Überblick über die Weinfelder und Anbauflächen hat.

Leider zu selten fotografiert: Jahrtausende alte Oliven

Weiter geht es in den ursprünglichen Lagerraum, bevor wir zur Verkostung schreiten.
Giovanni fährt auf: Fünf Flaschen Wein (weiß – rosé- rot), Käse, Focaccia, Oliven, Öl, Konfitüren, getrocknete eingelegte Chili-Tomaten, Bruscette, Feigen, Taralli – alles aus eigener Produktion.

Kleine Auswahl an Köstlichkeiten

Giovanni erklärt uns seine Philosophie – nicht verkaufen um jeden Preis, sondern das, was man mag, seinen eigenen Geschmack, seine Ideen – unabhängig von Verbrauchern und Zwischenhändlern und dem Markt.. Und das scheint ihm zu gelingen und klappt finanziell.

Uns hat es sehr gut gefallen

Zum Schluß führt er uns noch in seinen neuen Lagerraum und die Verkaufshalle. Da wir mit dem Flieger sind und Giovanni nicht ins Ausland liefert, können wir nur Konfitüren mitnehmen. Eine Flasche Rosé bekommen wir noch geschenkt.

Auch wenn die Verköstigung pro Person 50€ kostet, ist sie jeden Cent wert.

Wie Danilo die Rückfahrt ohne Crash schafft weiß ich nicht – ich jedenfalls habe einen in der Kirsche.

Matera

Kulturhauptstadt Matera, Polignano San Vito

Kulturhauptstadt Matera 2019

Heute geht es nach Matera, Kulturhauptstadt 2019.
In Matera leben seit über 10.000 Jahren Menschen, die sich neben-, über- und untereinander nach und nach Wohnhöhlen und Häuser in den felsigen Hang aus Tuff gegraben und ausgebaut haben.

Blick auf Matera

Wir laufen vom Parkplatz hinunter zu den Sassi (seit 1993 UNESCO Weltkulturerbe) und besichtigen zunächst eine typische Höhlenwohnung im Sasso Caveoso (heute Museum). Die in den Fels geschlagene Wohnung ist weitestgehend erhalten mit Möblierung und Haushaltsgegenständen. Hier kann man hautnah erleben, wie elend und unter welchen unerträglichen hygienischen Umständen fast 18000 Menschen hier bis 1952 zusammen mit ihren Kindern und Tieren in einem „Raum“ lebten.

Blick in die Küche von REISEPSYCHO.COM

Leider ist der Andrang hier relativ groß und zu große Gruppen werden durch den Raum geschleust – fotografieren kann man nicht. Nebenan schauen wir uns noch einen Film über Matera an, daneben sind die Gewölbe einer Felsenkirche zu besichtigen.

Angemauertes Fenster

Wir laufen ohne Plan durch das Gewirr der Sassi, treppauf, treppab, kreuz und quer und machen in der Nähe des Domes eine kleine Pause. Danach weiter Richtung Dom, über diverse Treppen hinunter und wieder hinauf und landen schließlich auf der Piazza Vittorio Veneto.

Matera-Impressionen
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Noch mehr Matera-Impressionen
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Hier befindet sich auch der Eingang zur wiederentdeckten Zisterne, die Matera über eine Quelle permanent auch in Trockenzeiten mit Frischwasser versorgen konnte.

Alte Zisterne von Matera
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POLIGNANO SAN VITO

Da wir morgen das Weingut „Terre di San Vito“ besuchen wollen fahren wir dort noch kurz vorbei, um uns anzumelden. Unten am Meer präsentiert sich uns ein alter Wachturm und das Kloster San Vito (heute Künstlerkolonie und nicht zu besichtigen) im schönen Abendlicht.

Spanischer Wachturm
Kloster San Vito

Zum Abendessen fahren wir in die Braceria da Matteo nach Triggianello – eine sehr gute Wahl! Chef und Kellner haben in Deutschland gearbeitet und wollen deutsch sprechen, Verständigung also kein Problem.
In einer Braceria sucht man sich sein Fleisch an der Theke aus. Das wird dann gegrillt und zubereitet und nach und nach an den Tisch gebracht. Besser, frischer und günstiger geht’s nicht.
Hier gibt es natürlich nicht nur Fleisch.

Absolute Empfehlung.

Fleischtheke direkt beim Metzger

Zweite Rundfahrt

Grotta di Castellana, Noci, Alberobello, Locorotondo, Cisternino


GROTTA DI CASTELLANA

Nicht weit ist es bis zur Grotte von Castellana.
Am Parkplatz lassen wir uns etwas überrumpeln und kaufen Tickets für die Höhle (die dann später an der richtigen Kasse gegen echte eingelöst werden müssen) in Kombination mit dem reduzierten Besuch eines 3D-Planetariums.
Da wir aber nicht mehr mit in die Höhle kommen und eh warten müssen schauen wir uns zunächst die nett gemachte 3D-Show an.

Durch das Deckenloch wurde vor der Entdeckung Müll entsorgt
So geräumig wie hier ist es gleich nicht mehr…

Nur in der großen Eingangshöhle darf fotografiert werden, unterwegs hätte man auch kaum noch Zeit dazu. Die relativ große Gruppe muss in 2 Stunden ca. 3 km tief (und zurück) in die Höhle geführt werden. Unterwegs gibt es immer wieder Erklärungen zu Besonderheiten. Sehr beeindruckend und mit Abstand die größte Höhle, in der ich bisher war. An das etwas beengende Gefühl aufgrund der hohen Luftfeuchtigkeit hatte man sich nach ca. 30 Min. gewöhnt.

NOCI

Im wie ausgestorben wirkenden Noci

Vorbei an Putignano fahren wir nach Noci.
Es ist Montag, die Altstadt wirkt wie ausgestorben. Am Ende einer Gasse der Geruch von Steinofenpizza – um die Ecke das geöffnete Dama. Wir bekommen schnell einen Platz und bestellen unser Mittagessen. Für mich Bruscette mit Thunfisch-Tatar (!) und Spaghetti mit Salsiccia. Alles sehr lecker, sehr freundliche und professionelle Bedienung, gute Portionen und absolut angemessener Preis.

ALBEROBELLO

In der Trulli-Stadt

Weiterfahrt nach Alberobello.
Auf der Suche nach den Trulli irren wir zunächst ein wenig umher. Mangels eindeutiger Hinweisschilder finden wir erst nach einer Runde um den Ort eher zufällig einen Parkplatz ganz in der Nähe der Trulli-Stadt.

Trulli von ALBEROBELLO
(Zum Vergrößern bitte anklicken)

Die Trullistadt (seit 1996 UNESCO Weltkulturerbe) lohnt sich unbedingt: Sehr pittoresk, touristisch (na klar), aber noch nicht allzu störend, in den Souvenirläden auch nicht nur Ramsch.

LOCOROTONDO

Aperitif mit Aussicht
Panoramablick ins Valle d’Itria

In Locorotondo parken wir in der Via Nardelli und gönnen uns einen Aperitif draußen sitzend mit wunderschönem Panoramablick ins Valle d’Itria.

Gasse im Abendlicht

Die Altstadt ist nicht sehr groß und schnell durchkreuzt.
In den Gassen sieht man immer wieder aufgehängte Hexen. Haben irgendetwas mit der Karwoche zu tun und ist Tradition in Apulien…

Traditionelle Karwochen-Hexe
Blick zum Himmel aus enger Gasse
Etwas arabisch anmutend…

CISTERNINO

Letzter Ort für heute – es wird schon dunkel – ist Cisternino.
Sehenswert ist die historische Altstadt mit schmalen weißen Häusern und steilen Außentreppen, schmalen Gässchen, Bögen und kleinen Innenhöfen – teilweise im orientalischen Stil erbaut (Zeugnisse der Sarazenen).
Das Herzstück von Cisternino ist die Piazza Vittorio Emanuele mit seinem Uhrturm.

Piazza Vittorio Emanuele in Cisternino
Sonnenuntergang in Cisternino

Erste Rundfahrt

Polignano a Mare, Monopoli, Torre Guaceto, Ostuni

POLIGNANO A MARE

Wir schlafen lange. Danilo fährt zum Dorfladen und kauft frische Brötchen und Wurst zum Frühstück.
Wir fahren zunächst nach Polignano und parken (Tipp von Gabriela) am Bahnhof, denn da ist Parken gratis.

Alte Römerbrücke in Polignano a Mare

Über die Römerbrücke laufen wir zum Denkmal von Domenico Modugno (seinen Hit von 1958 kennt garantiert jeder). Von hier schöner Blick auf das auf einem Felsen liegende Polignano.

Polignano

In den Gassen von POLIGNANO
(Zum Vergrößern bitte anklicken)

Antonio wollte unbedingt ein Foto von uns machen.

Durch das Stadttor betreten wir die Altstadt und bummeln durch die engen und verschachtelten Gassen.

Antonio versucht alle Namen unterzubringen

Unterwegs treffen wir Antonio, der uns mit seiner Gitarre ein wenig unterhält.

MONOPOLI

Monopoli: Hafen

Nach Monopoli ist es nicht weit. Wir parken in der Nähe der Altstadt und bummeln auch hier durch die Gassen und um den Hafen.

Monopoli: Hafen
Eine von vielen

In einer Bar trinken wir einen Aperitif und essen dazu ein paar leckere Kleinigkeiten.

In den Gassen von MONOPOLI
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TORRE GUACETO

Torre Guaceto

Etwas länger dauert die Fahrt zum Schutzgebiet Torre Guaceto.
Der Himmel im Hinterland beginnt sich zu verdunkeln…
Wir laufen am Wasser entlang zum Turm, unterwegs sehr viel Strandgut, v.a. Plastik. Hier müsste mal dringend aufgeräumt werden.

Strandgut ohne Ende
Erstarrte Lava
Danilo wagt es

Über den Hügeln beginnt es zu grummeln und zu blitzen, Zeit zum Auto zurückzugehen.

OSTUNI

Ostuni im Abendlicht

Ostuni liegt – von weitem – weiß strahlend auf einem Hügel. Unterhalb der Altstadt parken wir. Bevor es etwas zu essen gibt, müssen wir uns aber noch ein wenig die Zeit vertreiben und bummeln zur Kathedrale hinauf.

Ansichten von OSTUNI
(Zum Vergrößern bitte anklicken)

Das „Gatto Rosso“ war trotz Empfehlung eines Reiseführers nicht so der Bringer. Nettes Kellergewölbe, aber laute TVs mit Sky live, ein muffeliger Kellner, Toilette ohne Wasser. Die Käse-Wurst-Vorspeisenplatte war gut, Lasagne gab es nicht mehr (noch nicht?), die Orechiette in Tomaten-Basilikum-Soße gingen so. Andere (deutsche) Touristen hatten wohl den gleichen Reiseführer…

Ciao Ostuni

Hinflug nach Bari

Gegen 9:30 Uhr Abfahrt Richtung Frankfurt-Hahn. Kurz vor 12 Uhr sind am Parkplatz P3, parken und rollen mit unserem Koffer zur Ryanair-Abfertigung. Keine Wartezeit, auch nicht an der Sicherheitsschleuse.

Wir haben noch jede Menge Zeit, essen unser Brötchen, trinken einen Kaffee und warten vor dem Gate. Der Flieger verspätet sich und – klar es gibt immer eine Ausrede (Abflug-Slot verpasst) – starten wir mit knapp einer Stunde Verspätung.

Warten in Hahn

Marion und Danilo erwarten uns am Flughafen: Der Leihwagen steht bereit, eingekauft ist auch schon – ab zu unserer Unterkunft. Leider will das Navi anders als unsere Vermieterin Gabriela vorgeschlagen hat: Über eine enge Straße tasten wir uns den Hügel hinauf, fragen nach und stehen dann plötzlich vor der richtigen Einfahrt.

Unsere Masseria für eine Woche

Gabriela erklärt uns alles, gibt Tipps für Besichtigungen und fürs Einkaufen. Das Haus ist sehr schön, rundherum Olivenbäume und jede Menge Terrassen.

Nach dem Ausladen und Einrichten fahren wir kurz beim Dorfkaufmann vorbei und kaufen Oliven und Taralli. Danach Abendessen in Triggianello in der Birreria Birranova: Diverse Vorspeisen und spezielle Pizzen (Pinse), dazu Bier.

Zuhause gibt es dann noch ein Fläschchen Weißwein (Verdecha) und dann fallen alle müde ins sehr gute! Bett.

Rückfahrt über Petite-Pierre

Nach dem Frühstück Koffer packen, auschecken und ab zum Auto, das seit vorgestern im Parkhaus steht.
Überraschung: Nicht zwei Tage a 7,50 €, sondern 25 € sind zu zahlen. Der Sonderpreis gilt nur tageweise. Egal, Auto stand sicher.

Lutzelstein by Google Maps

Wir fahren über Lutzelstein (La Petite-Pierre) zurück, um uns kurz die Unterkunft und Gegend anzuschauen, wo Gaby im Januar ihren Geburtstag feiern möchte. Nettes kleines Dorf mit viel Wald drumherum.

Gaby holt sich Infomaterial, wir laufen hinunter bis zur Burg und beenden unseren Kurzbesuch mit einer einstündigen Wanderung.

Viel Wald zum Wandern

Über Metz und Luxemburg fahren wir nach Hause.

Straßburg

Wir haben ganz gut geschlafen. Am Frühstücksbüffet sehen wir zum ersten Mal eine Auswahl an Crepes und Pfannkuchen. Wir halten uns allerdings an Gewohntes.
Mit der Tram fahren wir wieder bis zur Place Kléber und starten dort unsere Besichtigungstour.

Man muss schon etwas weiter weggehen, um einen Eindruck von der Größe des Münsters zu erhalten
Allein das Eingangsportal ist überwältigend

Das Münster ist so gewaltig, dass man die Dimension von unten nicht erfassen kann. Das liegt aber auch daran, dass man ihn nicht aus der Entfernung anschauen kann, weil die Häuser bis ganz dicht heran gebaut wurden.

Das Liebfrauenmünster wurde zwischen 1176 – 1439 erbaut, begonnen als romanische, vollendet als gotische Kathedrale. Mit 142m war es über 200 Jahre lang das höchste Bauwerk der Welt.

Wir reihen uns ein und bestaunen die ungeheure Dimensionen des Doms. Die astronomische Uhr ist leider verhängt wg. Restaurierungsarbeiten.

So groß…

Bis dicht an den Dom heran wurden die Häuser im Mittelalter gebaut. Besonders schön das Haus Kammerzell (1589) mit wunderbaren Holzschnitzereien.

Mittelalterlicher Domplatz
Schnitzereien am Haus Kammerzell

Nicht weit entfernt die Place Gutenberg.

Place Gutenberg

Wir gehen hinunter zum Schiffsanleger, kaufen unsere Batorama-Fahrkarten.

Rundfahrt unter Glasdach

Die Bootstour einmal um die Altstadt herum, durch verschiedene Schleusen bis hinauf zum Europaviertel dauert ca. 70 Minuten und ist sehr schön.

Rundfahrt mit Boot

Man erfährt allerhand über die Geschichte der Stadt und die Gebäude und Viertel, an denen man gerade vorbeifährt.

Schleusen am Gerberviertel

Vom Anleger laufen wir zum malerischen ehemaligen Gerberviertel Petite France. Es ist späte Mittagszeit und wir finden zum Glück noch einen Tisch draußen vor dem Restaurant L’Oignon. Sehr lecker!

Mittagszeit im Gerberviertel
Einer der Ill-Arme im Gerberviertel
Kanal und Ponts Couverts
Panoramablick von der Barrage Vauban

Gestärkt bummeln wir durchs Petite France Richtung Ponts Couverts, genießen das Panorama der Stadt von der Barrage Vauban aus und laufen an der ENA vorbei zur Tramstation.

Observatorium an der Universität

Wir fahren bis zur Universität, laufen am Observatorium vorbei (geschlossen) zum botanischen Garten, den man gratis besuchen kann. Man kann hier ein wenig die Seele baumeln lassen nach dem langen Tag.

Lohnenswert auch der Besuch des botanischen Gartens
Universitätsgebäude

In einem Kaffee in der Nähe der Uni trinken wir Kaffee und essen Kuchen, laufen dann zurück an den Ill-Kais entlang zur Tram. Für die Enkelkinder kaufen wir noch Bücher, bevor wir ins Hotel zurück fahren.

Abends essen wir in der Nähe im Restaurant Le Najiba zu Abend und sind nach einer Flasche Wein und dem vielen Essen echt platt.

Hohkoenigsburg, Sélestat, Straßburg

Ein letztes Mal leckere Croissants und Baguettes aus dem kleinen Laden nebenan.
Nach dem Frühstück packen wir unsere Sachen, verabschieden uns vom Vermieter und fahren los über Nebenstrecken Richtung Straßburg.

Hokoenigsburg

Unser erstes Ziel ist die Hohkoenigsburg. Wir sind früh und man kann mit dem Auto relativ weit hinauf Richtung Haupteingang fahren und parken.

260m hoch liegt die Burg über der Oberrheinischen Tiefebene auf einem Buntsandsteinfelsen. Die Aussicht könnte besser sein, leider etwas diesig heute.

Eingang zur eigentlichen Burg

Etwas vom Schweinchen Schlau zur Geschichte der Burg:

In der ersten Hälfte des 12. Jahrhunderts als staufische Reichsburg erbaut bzw. 1147 als Castrum Estufin erstmals urkundlich erwähnt. Aus staufischer Zeit sind eine vermauerte Fensterarkade und ein Löwenrelief erhalten.

Die Besitzer wechselten häufig oder starben gar aus; die Burg fiel so 1517 an die Habsburger. Im Dreißigjährigen Krieg wurde die Burg in Brand gesetzt.
Nach weiteren Besitzerwechseln wurde die Stadt Schlettstadt (Sélestat) 1865 dann Eigentümer der Ruine.

Ab 1871 (nach dem Deutsch-Französischen Krieg) gehörte das Elsass wieder zum Deutschen Reich. 1899 schenkte Schlettstadt die Burg Kaiser Wilhelm II. Der ließ sie in den Jahren 1901 – 1908 durch den Architekten Bodo Ebhardt restaurieren.
Die Restaurierungskosten mussten allerdings zum Großteil von Elsass-Lothringen bezahlt werden – sicherlich nicht im Sinne des Schenkenden.

Seit 1919 (nach dem Ersten Weltkrieg) ist die Burg Eigentum des französischen Staates und heute das einzige im Elsass gelegene französische Monument national.

Preussenadler
Originalmöbel in vielen Zimmern

Das eigentliche Schloss erreicht man über eine Zugbrücke, der bewohnte Bereich kann durch das Löwentor betreten werden. Die Gemächer der Schlossherrin und der Ritter, die Schlosskapelle und der Rittersaal sind heute noch mit Möbeln aus dem 15–17. Jahrhundert ausgestattet und können besichtigt werden.

Blick vom Turm

An einem Kiosk mit Aussicht in die Tiefebene trinken wir Kaffee, bevor wir weiterfahren nach Sélestat. Wir parken am Parking Vauban an der Ill.

Sélestat – Brotmuseum

Ohne Plan bummeln wir durch die Stadt: Durch den Tour Neuve zur Église Saint-Foy und Saint-Georges, vorbei an der Bibliothèque Humaniste zur Mairie, wo wir unser kleines Picknick essen.

Sélestat – Bibliothek

An der Synagoge vorbei dann zurück zum Auto.
In der Mittagszeit wie überall etwas leblos, die Stadt ist aber ganz nett

In Straßburg haben wir zwei Nächte im Hotel Origami gebucht. Das ist zum Glück schnell gefunden und liegt direkt am Parking Relais-Tram Rotonde.

Wir versuchen alles auf Französisch zu erledigen, scheitern dann aber an den komplizierten Erklärungen zum Internetzugang – das bekommen wir dann in perfektem Deutsch erklärt 😉

Das Zimmer ist sehr schön, das Hotel relativ neu und gepflegt.

Straßburg hat ein effektives Nahverkehrssystem: Alle 7 Minuten fährt eine Tram von Ost nach West und von Nord nach Süd. Man parkt sein Auto für 7€50 in einem der großen P+R-Parkhäuser und fährt dann mit bis zu 5 Personen den ganzen Tag Tram und Bus. Die Innenstadt bleibt autofrei. Genial!

Auf der von beiden Illarmen umflossenen Grande Île (Große Insel) liegt die historische Altstadt, seit 1988 fast komplett Weltkulturerbe.
Wir fahren mit der Tram bis zur Place Kléber und bummeln ziellos durch die Gassen.

Startpunkt: Place Kléber
An der Ill

Das Münster bestaunen wir heute nur von außen – an den Zugängen lange Warteschlangen.

Bierchen in einer der nette Kneipen an der Place Marché Gayot

Wir entdecken die nette Place Marché Gayot, wo wir eine kleine Pause machen und ein Bier trinken. Wir bummeln noch ein wenig, aber langsam meldet sich der Hunger.

Langsam geht die Sonne unter

Vor 19 Uhr hat kaum ein Lokal auf und da viele Touristen unterwegs sind, reservieren wir sicherheitshalber einen Platz im Au Vieux Strasbourg.

Typische Situation am Abend in einer der Altstadtgassen

Die freundliche Bedienung kann leider das viel zu salzige und nach wenig schmeckende, pappige Backofengericht mit zweierlei Fisch (an der Backform teilweise festgebacken) nicht retten.
Mit Flammkuchen macht man sicherlich nichts falsch, aber den gibt es überall gut und billiger.
Selbst Schuld, wenn man unbedingt in der Touristenmeile essen gehen muss.

Der Dom ist so riesig, die Dimension kann man nicht wirklich erfassen
Alte Zollstation
Ab nach Hause

Nach dem Essen gehen wir noch einmal hinunter zum Fluss und schauen nach den Abfahrtszeiten für die Bootsfahrt, die wir morgen machen wollen.

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