Kategorie: REISE (Seite 40 von 55)

Reisetagebücher, Beschreibungen, Wanderungen

Strand

Sonne und 20°, am Nachmittag Wind

Um 8.30 Uhr stehe ich auf und mache Frühstück – die Sonne blendet und scheint direkt ins Wohnzimmer. Für Frühstück draußen ist es noch zu kühl.

Nach dem Frühstück baue ich die Fahrräder zusammen und drehe die erste Runde mit Karstens MTB (kommt mir wie ein Kinderrad vor, sehr gewöhnungsbedürftig). Wir machen uns gegen 10 Uhr auf und wandern am Strand entlang bis zur Techmündung; die knapp 4 km kommen einem wie 8 vor: Sand und feiner Kies, in den man tief einsinkt.

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Sehr  viel Winterstrandholz liegt am Strand und unbemerkt färbt uns die Sonne die Gesichter tomatenrot.

Blick vom NSG Mas Larrieu auf den Canigou - c 2012 Pit Aretz

Unterwegs immer wieder sehr schöne Ausblicke auf den schneebedeckten Canigou und mit dem Schilf des Naturschutzgebietes Mas Larrieu im Vordergrund stelle ich mir vor, ich sei in der afrikanischen Steppe mit Blick auf den Kilimanscharo.

Schilfgürtel im Mas Larrieu - c 2012 Pit Aretz

Wir legen uns an der Mündung ein wenig in die Sonne und laufen durch die Dünen zurück.

Techmündung mit Canigou - c 2012 Pit Aretz

An unserem Strand nehmen wir eine weitere Überdosis Sonne, machen uns einen Kohlrabi-Apfel-Salat und fahren nach dem Kaffee mit den Fahrrädern Richtung Hafen (der Capitain meint es wird morgen wieder gut). Die Promenade ist gut besucht, überhaupt genießen alle Einheimischen die Sonne und springen einem vors Fahrrad (ja, wir sind auf dem Radweg).
Wir fahren vom Hafen Richtung Argeles und in einem großen Nordbogen zurück. Da die Sonne immer noch scheint, gibt’s eine weitere Überdosis am Strand – diesmal mit Badematten im Windschatten eines Baumes, weil es etwas windiger geworden ist. Viele Kitesurfer im Wasser.

Und dann ist es für heute gut. Es gibt Hähnchenbrustfilets an Champignon-Sahne-Soße mit Reis und Vanille-Apfel-Pudding.

Ich sitze noch bis Sonnenuntergang auf dem Balkon und suche mir ein paar Ziele für die nächsten Tage. Beim Duschen erkenne ich mich kaum wieder – ein roter Tomatenkopf starrt mich im Spiegel an.

Wir schauen eine Art „Versteckte Kamera“ auf Französisch und danach eine Reportage über Afrobeat mit ganz viel Musik. Wir sind ziemlich groggy und deshalb um 23.30 Uhr im Bett.

Argeles sur Mer – Residence Agora

Ganztags sonnig bis 25.5° – im Rhonetal windig, am Meer kaum.

Kurz vor 8 wachen wir auf und machen uns fertig zum Frühstücken. Gegen 8.3o Uhr sitzen wir neben dem etwas mageren französischen Frühstück: 1 Tasse Kaffee, 1 Glas Orangensaft, 1 Croissant, 1 kleines Brötchen, Butter und Marmelade. Aber es reicht. Wir jonglieren mit unseren Sachen die schmale Wendeltreppe hinunter und sind gegen 9.30 Uhr auf der Autobahn.
Ohne Probleme durch Lyon, keine Staus oder Unfälle. Um 12 machen wir Pause hinter Beziers, um 14 Uhr haben wir schon die Autobahn bei Perpignan Süd verlassen und sind unterwegs  nach St. Andre zum Einkaufen.
Genevieve’s Anruf haben wir im Supermarkt  gerade verpasst; wir rufen zurück und verabreden uns für 15.20 Uhr am Appartement.

Tiefblaues Meer, blauer Himmel und warme 22° – was will man mehr, da macht auch das Warten nichts aus.

Blick vom Balkon - Pit Aretz 2012

Residenz Agora liegt direkt am Meer – unser Appartement ist in der dritten Etage mit Panoramablick durchs Panoramafenster aufs Meer; geschmackvoll eingerichtet, Ledersofa, neue Küche, viele Schränke und genügend Stauraum, Galerie mit zwei großen Betten…

Wir beschließen das enge Doppelbettschlafzimmer als Ankleideraum zu nutzen und richten uns auf der geräumigen und schöneren Galerie ein. Dazu haben wir uns unnötigerweise in Argeles noch ein großes Laken gekauft.
Wir schieben die Betten zusammen, verketten sie mit dem großen französischen Bettlaken und fertig ist das große Doppelbett.

Argeles Port - c 2012 Pit Aretz

Nach Salat mit Baguette und Käse laufen wir bei Superwetter die Strandpromenade entlang bis zum Hafen, schauen bei der Capitainerie nach dem Wetterbericht und bummeln denselben Weg zurück.

"Unser" Strand - Pit Aretz 2012

Wir sitzen noch ein wenig auf dem Balkon, schauen Fernsehen, trinken ein Fläschchen Rose und gehen wohlig müde gegen 23 Uhr schlafen.

Deshalb Cote Vermeille - Abendviolett - 2012 Pit Aretz

Übernachtung in Villefranche-sur-Saone

Bis Luxemburg grau, uselig, kühl, stellenweise neblig – dann zunehmend besser und ab Lothringen Sonne und knapp 20°.

Der Wecker klingelt wie immer um 6 Uhr – Gaby hat noch Schule und ich muss sie fahren. Um 8 Uhr beginne ich die beiden Fahrräder zu zerlegen und im Auto zu verstauen. Das dauert ca. 45 Min. Der Rest ist schnell eingeladen. Noch einen Kaffee, noch was einkaufen, noch ein wenig pröddeln, noch Luft in die Reifen und dann ist es 11:30 Uhr und ich stehe vor der Schule.
Leichter Niesel, ab und zu Nebel in den Ardennen. Es dauert relativ lange, bis wir über Verviers und Theux endlich auf der E4 sind. Wir fahren über Martelange, um noch einmal für 1,40 €/L vollzutanken. Ab der franz. Grenze ziemlich voll bis zur Autobahn hinter Toul. Ich kämpfe zum ersten Mal mit Müdigkeit.

Bei den „Soldaten“ machen wir Rast, die Sonne scheint, die Spatzen balgen sich vollgefressen um jeden Krümel.
Es geht ohne Problem weiter (weitere Müdigkeitsattacke bei Macon), um 18.30 Uhr sind wir in Villefranche, wo wir für 1,60€/L volltanken, uns vom Navi wieder verwirren lassen, aber das Liberty’s dann doch finden.

Treppenhaus des Libertys - Pit Aretz 2012

Einchecken geht schnell, (bezahlt wird hier direkt) und dann rauf in den 3. Stock über eine enge Wendeltreppe. Nettes kleines Zimmer, alles OK.
Da die Sonne noch scheint gehen wir gleich los, um noch ein wenig durch den Ort zu bummeln. Viele alte Häuser, zwei Kirchen, Durchgänge und Passagen, ganz viele kleine Läden, Geschäfte, Boutiquen, Brasserien.

Gasse in Villefranche - Pit Aretz 2012

Wir landen im Irish Pub des Liberty’s. Nach zwei Guinness bzw. Grimbergen sind wir schon leicht knülle, das dritte schaffen wir aber mit einem Assiette Mixte Reine auch noch.

Irish Pub im Liberty's - c Pit Aretz 2012

Um 22 Uhr sind wir wieder in unserem Zimmer – die WiFi-Anmeldung klappt leider nicht. Egal – Urlaub und bei Navy CIS in den Schlaf fallen.

Rückfahrt

7.30 Uhr aufstehen, um 9 Uhr haben wir gefrühstückt und die Autos gepackt. Unsere Vermieterin kommt pünktlich und zum Abschied noch mit aufs Foto.

Abschied

Recht zügig und ohne Stau bis kurz hinter Caen, wo wir 40 Min. vor einer Zahlstelle warten müssen.

Im Stau

Wir fahren wieder über Le Havre und haben bis zu Hause keine Probleme mehr.

Brücke bei Le Havre

Das Wetter hält sich, es ist aber recht kühl, weshalb wir auch nur zwei kleine Pausen machen. Gegen 19.30 Uhr sind wir auf dem REWE-Parkplatz und kaufen fürs Wochenende ein.

Ein Gläschen auf Marion, die heute 50 wird! Alles Gute.

Concarneau und Pouldohan

Sonnig, ab Nachmittag wolkiger, kein Wind, bis 21°

Gegen 10.30 Uhr fahren Gaby und ich nach Concarneau, während Barbara und Matthes hier in der Nähe an den Strand gehen wollen.

In Concarneau ist zwar Markt und es ist voll, wir finden dennoch schnell einen Parkplatz.

Markt in Concarneau

In den Halles kaufen wir Tarte. Nach einem kleinen Abstecher über den Markt laufen wir zum Marinarium und entlang der Strandpromenade bis zum Plage de la Cournouaille und wieder zurück.

Mövenbesuch - c 2011 Pit Aretz

Ein letzter Blick auf die Ville Close.

Ville Close Concarneau - c 2011 Pit Aretz

Danach noch ein wenig einkaufen und voll tanken und dann an den Strand von Pouldohan, wo wir in herrlicher Sonne Siesta halten und unsere Tartes verputzen. Rundherum zieht sich der Himmel zu, bei uns aber nicht.

Traumstrand Pouldohan - c 2011 Pit Aretz

Zur Kaffeezeit sind wir wieder in Trevignon, werden aber von ein paar Tropfen Regen ins Haus geschickt. 10 Min. später scheint die Sonne wieder.

Jetzt geht es langsam an’s Sachen packen und heute abend in die Creperie „La Mariniere“ am Point du Trevignon. Die Creperie ist eine Empfehlung wert! Wir nehmen eine Galette und weil’s so lecker war noch eine süße Crepe hinterher. Dazu natürlich eine Flasche Cidre.

Letzter Blick auf's Meer - c 2011 Pit Aretz

Das Licht ist sehr schön, klare Sicht, Sonne am Meer, dunkle Wolken und Regenbogen landeinwärts.

Die Aufräum- und Packarbeiten sind schnell erledigt. Ein paar Mücken müssen noch dran glauben ++++

Kristallklare und stockdunkle Nacht – ich sitze um 0.30 Uhr allein unter einem phantastischen Sternenhimmel. Noch nie zuvor habe ich so viele Sterne mit bloßem Auge gesehen, sogar mit Arm der Milchstraße. Den großen Wagen konnte ich vor lauter Sternen nicht finden…

Kristallklare Nacht

GR 34: Rospico – Port Manec’h

Frühmorgens noch heiter, danach Wechsel zwischen heiter und bedeckt, ab und zu ein paar Tropfen Regen, kühl, leicht windig, bis 20°

Gegen 10 Uhr heute aufgewacht. Wer sitzt unten, hat Baguettes geholt und Frühstück gemacht? Matthes – als sei nichts gewesen. Gott sei Dank.

Wir schauen uns heute das wunderschön restaurierte Dorf Kerascoet und die Kirche in Trémorvézen an.

Bauernhaus in Kerascoet - c 2011 Pit Aretz

Kirche Tremorvezen - c 2011 Pit Aretz

Von der Anse de Rospico wollen wir über den GR 34 an der Küste entlang bis zum Leuchtturm von Port Manec’h wandern. Matthes’ Schwindel meldet sich wieder, nach wenigen Metern muss er langsam gehen und bleibt mit Barbara zurück, während Gaby und ich an der schönen Küste entlang in leichtem Auf und Ab den Blick aufs Meer genießen.+

GR 34 bei Rospico - c 2011 Pit Aretz

Unterm Leuchtturm Apfelpause und dann wieder auf demselben Weg zurück.

Leuchtturm von Port Manec'h - c 2011 Pit Aretz

1,5 Std. und knapp 6 km, die sich sehr gelohnt haben. Im Gegensatz zu den Odet-Michelin** vergeben wir hier verdiente **.

GR 34 nahe Port Maneg'h - c 2011 Pit Aretz

Matthes schläft sich hoffentlich gesund, während wir einkaufen fahren.

Zu essen gibt es für heute alle Gesunden und Magenkranken etwas: Pellkartoffeln, gedünstete Möhren, geriebene Möhren, Joghurtsauce, Hähnchenbrust-Paprika-Ragout.

Fernsehen: Schalke besiegt Helsinki 6:1, ich lese mein zweites Buch aus und um 0.30 Uhr ist der letzte Gesunde auch im Bett.

Strandtag Tahiti-Plage

Sonne, sehr klar, ab Mittag ein paar Wolken,  bis 22°, etwas Wind.

In der Nacht wieder Mückenjagd (4 surrende Blutsauger ++++).

Morgens klar, aber noch recht frisch.

Sonnenbad

Nach dem Frühstück Fahrt zum Plage Tahiti (Raguenez), der fast noch menschenleer ist, aber nach und nach voller wird. Um uns herum immer mehr Engländer, ein paar Deutsche, wenige Franzosen.

Ile de Raguenez - c 2011 Pit Aretz

Phantastischer Strand mit Meer in vielen Blautönen und Sicht bis zu den Îles de Glénan.

GR 34 oberhalb Tahiti Plage - c 2011 Pit Aretz

Gaby und ich gehen schwimmen, was bei Flut etwas schwieriger ist. Hat man sich erst einmal an das Wasser gewöhnt, kommt es einem nicht mehr so kalt vor.

In der Sonne vor sich hinträumen, der Brandung zuhören und die Wärme spüren tut gut nach dem grauen Tag gestern.

Tahiti Plage - c 2011 Pit Aretz

Nach dem Kaffee wollen wir eigentlich noch einen Spaziergang entlang der Felsküste bis Port Manec’h machen, aber Matthes Kreislauf macht plötzlich schlapp, kreidebleich sitzt er am Tisch, schleppt sich ins Bett und schläft etwas.

Besser ist's

Nach dem Essen (Hähnchenbrustfilets, geraspelter Möhren-Apfel-Mandarinen-Salat mit Fritten) schaltet Matthes aber komplett ab, so dass wir uns nach 23 Uhr entschließen, die 15 zu wählen. Besser Rettungsdienst als zu spät. 40 Min. später nehmen ihn die Jungs mit ins Krankenhaus nach Quimper, wo wir bis 3 Uhr in der Notaufnahme warten, um Matthes dann wieder mit nach Hause zu nehmen. Diagnose: Vertige brutal (Starker Schwindel, ohne Ursache feststellen zu können). Lebensbedrohend wohl nicht.

Quimper

Bedeckt, ab Mittag heller, trocken, bis 21°, kaum Wind.

Bar am Ufer des Odet - c 2011 Pit Aretz

Kurz vor Mittag fahren wir nach Quimper und bummeln vom Theater aus durch die Fußgängerzone der Altstadt, über die Brücken des Steir, durch die Halles, zur Kathedrale St. Corentin.

Cathedrale St. Corentin - c 2011 Pit Aretz

Innen schauen wir uns die Kirchenfenster aus verschiedenen Epochen an und wundern uns über die Abweichung des Chores von der Mittelachse, die Kirche biegt sich quasi nach links.

Linksknick - c 2011 Pit Aretz

In den Halles kaufen wir uns fürs Picknick leckere Tartestücke (Thon-Courgette, Chevre-Tomates), die wir auf dem Mont Frugy mit Blick auf die Stadt verspeisen.

Weiter geht’s den Odet entlang bis zur N.D. de Locmaria, einer romanischen Kirche mit einem schwebenden Christus am Triumphbalken. Durch eine Nebentür geht es zu den Resten des Kreuzganges aus dem 17. bzw. 12. Jahrhundert.

Etwas abgerockt die Notre Dame...

An der anderen Uferseite zurück in die Altstadt, wo wir es wagen um 15 Uhr Cafe creme (hier = Cafe au lait) zu bestellen, worüber sich der Kellner amüsiert („Wir müssen erst noch die Kuh melken“), weil Franzosen das wohl nur zum Frühstück trinken („Noch 6 Croissants dazu?“).

Zurück fahren wollen wir am Ufer des Odet entlang, finden aber in Quimper nicht die richtige Abfahrt. Nach kleinem Umweg haben wir Mühe, die mit zwei Sternen im Michelin ausgewiesene Cale de Rosulien, einer Rampe für Boote in einer Doppelschleife des Odet zu finden. Nett, aber wofür gibt es denn überhaupt auch nur einen Stern? Michelin war wohl nie an Rhein oder Mosel?

Kirche in Combrit: Interessant! - c 2011 Pit Aretz

In Combrit schauen wir uns die interessante Kirche St. Tugdual aus dem 16. Jh. an, die mit seltenen Holzschnitzereien an den Deckenbalken und zwei (etwas missglückten) romanischen Chorbögen punkten kann.  

Die letzte Kirche für heute ist die Pfarrkirche La Fôret-Fouesnant mit einem Calvaire aus dem 16. Jh.

Kirche und Calvaire in Fouesnant - c 2011 Pit Aretz

Hunger: Heute geht’s schnell. Bretonische Fischsuppe mit Croutons und Rouille, Reistopf d’Hier und Salat. Dazu ein „33 Export“.

… und schon war’s wieder 1 Uhr.

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